Von news.de-Redakteurin Ina Bongartz - 21.11.2015, 08.00 Uhr

High und besoffen: Tierische Trinkgelage! Wie sich Rentiere und Affen berauschen

Nicht nur Menschen lieben es, sich von Zeit zu Zeit in Rausch zu versetzen. Auch im Tierreich gibt es wahrlich tierische Drogenjunkies und Trunkenbolde. Hier ein paar Beispiele von Tierarten, die sich absichtlich berauschen.

Auch im Tierreich gibt es einige Arten, die sich gern berauschen. Bild: news.de-montage/dpa

Menschen, vor allem in Europa und Nordamerika, gelten gemeinhin als lasterhaft und dem Alkohol zugetan. Ein guter Wein, ein cooler Drink und ein schöner Rausch gehören für viele zu einer gelungen Partynacht dazu. Aber auch im Tierreich gibt es offenbar echte Trunkenbolde, die sich gern an vergorenem Pflanzensaft und giftigen Pilzen berauschen. Hier ein paar Beispiele tierischer Drogenjunkies:

Sibirische Rentiere im Drogenrausch

Der Neurobiologe David Linden aus Baltimore hat erforscht, dass es Rentiere in Sibirien gibt, die mit Vorliebe Fliegenpilze mit halluzinogenen Wirkungen fressen. Mit zuckenden Köpfen stolpern die hirschartigen Tiere dann desorientiert umher, merkwürdige Laute von sich gebend - vielleicht ein Wehklagen über den Kopfschmerz? Der Forscher hat zudem beobachtet, dass Artgenossen oftmals auch den Urin jener Tiere auflecken, die gerade im Rauschzustand sind. Ein deutliches Zeichen dafür, dass es den Tieren um die Rauschwirkung der Pilze und nicht um ihren Nährwert geht.

VIDEO: Voll besoffen! Torkelnde Tiere
Video: Youtube (Sven Rumpf)

Affen mit Kater: Schimpansen im Vollrausch

Schimpansen in Guinea, so haben Primatenforscher aus Lissabon herausgefunden, beobachten, wie die Menschen Raffig-Palmen anzapfen. Die Menschenaffen warten, bis der zuckrige Baumsaft durch die Hitze vergärt und holen ihn sich mit Hilfe von Blättern, die sie dann auslutschen. Der Saft hat immerhin einen Alkoholgehalt von drei Prozent. Die Folge: So manch Affe hat einige Stunden später einen gehörigen Kater.

Halluzinierende Elefanten und Stachelschweine in Zentral-Afrika dank Iboga-Pflanze

Im zentralafrikanischen Gabun gibt es, Forschern zufolge, Elefanten, Büffel und Stachelschweine, die mit Vorliebe die bittere Wurzel der Iboga-Pflanze verzehren. Bei Menschen lösen die Wurzeln Visionen aus. Warum die Tiere das Gewächs bevorzugen, ist nicht zweifelsfrei erforscht. Anders hingegen sind sich Anthropologen sicher, dass sich Jaguare im südamerikanischen Regenwald absichtlich an der Rinde der Yage-Liane berauschen. Die Tiere seien Berichten zufolge dabei gefilmt worden, wie sie von der Wurzel fressen. Im Anschluss seien sie überaus verspielt gewesen.

Ganz offensichtlich wissen nicht nur Menschen, einen guten Rausch zu schätzen. Manche Anthropologen gehen sogar davon aus, dass sich die Menschen den Konsum der natürlichen Drogen von den Tieren abgeschaut haben.

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FOTOS: Top 20 Die gefährlichsten Drogen der Welt

boi/zij/news.de

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