Menschenopfer bei den Azteken: Kannibalen massakrieren spanische Soldaten

Die Kultur der Azteken war nach der Eroberung der Europäer dem Untergang geweiht. Ihre Waffen waren denen des "weißen" Mannes hoffnungslos unterlegen. Doch deshalb waren sie noch lange nicht wehrlos. Wie neueste Ausgrabungen zeigen, sind sie mit den Eindringlingen keineswegs zimperlich umgegangen.

Die Überreste aus Menschenopfern bei Ausgrabungen nahe eines Azteken-Tempels. Bild: Nationales Anthropologie-Museum Mexiko

Als der Spanier Hernán Cortés 1519 im heutigen Mexiko landete, bedeutete dies den Untergang der Indianer-Kultur. Die Azteken wurden ausgelöscht - die Kolonialisierung brachte den Untergang der alten Welt Amerikas. Die Indianer waren den Waffen der Europäer hoffnungslos unterlegen. Doch ganz so wehrlos waren sie wohl doch nicht! Denn Forscher kamen nun zu erstaunlichen Erkenntnissen: Die Azteken sollen spanische Soldaten geopfert haben.

Gefangene als Menschenopfer für Götter

Scheinbar hat ein Dorf der Azteken 15 Spanier und zusätzlich 45 Fußsoldaten gefangen genommen und viele von ihnen anschließend enthauptet. Insgesamt sollen dem Konvoi 250 Menschen angehört haben. Tonfiguren der Indianer weisen auf die Gefangennahmen hin, berichtet der Archäologe Enrique Martinez der Seite "Archaeology News Network". Die Gefangenen wurden den Göttern als Menschenopfer dargebracht und von den Dorfbewohnern gegessen. Zuvor sollen die Gefangenen für sechs Monate in türlosen Zellen gehalten worden sein. Die Azteken aßen zunächst die Pferde der Spanier, dann die Männer und zum Schluss die Frauen.

Menschenopfer sollte Schutz der Götter heraufbeschwören

Laut"Archaeology News Network" sollen die Azteken den Göttern die Opfer gebracht haben, um für Schutz vor den fremden Eindringlingen zu bitten. Schweine, welche die Spanier aus Europa mitgebracht hatten, waren den Azteken hingegen äußerst suspekt. Sie töteten die Tiere, ohne diese jedoch zu verspeisen, was ihre ganz gebliebenen Überreste belegen. Die Skelette der gefangenen Spanier hingegen sind zerstückelt und tragen Schnittstellen.

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gea/bua/news.de

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