Norovirus 2018 aktuell: Vorsicht! Ansteckung mit gefährlichen Magen-Darm-Virus droht

Das Norovirus ist auch in der Wintersaison 2017/2018 auf dem Vormarsch. Wer von dem hochansteckenden Magen-Darm-Virus befallen wird, sollte unbedingt vorsichtig sein. Das gilt es nach der Ansteckung unbedingt zu beachten.

Mit häufigem Händewaschen kann man sich vor dem Norovirus schützen. Bild: Jochen Lübke/dpa

Im Bietigheimer Krankenhaus in Baden-Württemberg ist das Norovirus ausgebrochen: Eine Station musste isoliert werden und 19 Patienten befinden sich in Quarantäne. Wie die "Stuttgarter-Zeitung.de" berichtet, sind in dem Klinikum 15 Patienten und zwei Mitarbeiter mit dem Norovirus infiziert worden.

Norovirus-Erkrankungen in der Saison 2017/2018 aktuell in Zahlen

Dennoch haben sich die Erkrankungszahlen in der laufenden Saison wieder normalisiert. In der vergangenen Wintersaison schaffte es die Erkrankung zu weitaus mehr Fällen als in den Jahren zuvor. Im Dezember 2017 seien dagegen bundesweit rund 11.000 laborbestätigte Fälle registriert worden, nur gut halb so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte Marieke Degen aus der Pressestelle des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. Derzeit bewegten sich die Werte auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Die vergleichsweise hohen Meldezahlen der Saison 2016/2017 mit rund 20 000 Fällen allein im Dezember 2016 hatten Experten auf das Auftreten eines neuen Virentyps zurückgeführt.

Brech-Durchfall durch Noroviren in den Wintermonaten besonders verbreitet

Das Virus löst starken Durchfall und Erbrechen aus. Häufig tritt die stärkste Krankheitswelle im Herbst und Winter auf. Kindergärten, Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser sind besonders oft betroffen. Das hochansteckende Virus ist leicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

In den Wintermonaten stecken sich besonders viele Menschen mit dem Norovirus an. Davor schützt häufiges Händewaschen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) mit.

Warum Noroviren gerade in den Wintermonaten viele Menschen krank machen, ist nach RKI-Angaben nicht genau geklärt. Möglich wäre, dass das Virus in der kalten Jahreszeit besser überleben kann, erklärte Marieke Degen. Oder dass der Erreger leichter weitergegeben werden kann, weil sich eher viele Menschen auf engem Raum aufhalten.

Ansteckung und Verlauf bei Infektion mit dem Norovirus

Wenn das Norovirus im Spiel ist, setzt die Krankheit meist plötzlich ein. Wenn man sich infiziert hat und brechen muss, gelangen wiederum kleinste virushaltige Tröpfchen in die Luft, die sehr ansteckend sind. Auch über Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch und über verunreinigte Gegenstände wie Türgriffe und rohe Lebensmittel kann man sich anstecken. Vorbeugend ist gründliches Händewaschen wichtig. Weil Erkrankte viel Flüssigkeit verlieren, kann eine Infektion vor allem für Kleinkinder, Alte und Geschwächte gefährlich sein. Normalerweise klingen die Beschwerden nach wenigen Tagen wieder ab.

So schützen Sie sich vor dem Norovirus

Das Magen-Darm-Virus wird zum einen beim direkten Kontakt mit einem Erkrankten übertragen. Oder dadurch, dass derjenige Oberflächen angefasst hat, die danach auch andere anfassen:eine Computertastatur, Türklinke oder ein Wasserglas zum Beispiel. Deswegen hilft es, die Hände mehrmals täglich gründlich zu reinigen.

Bleiben Sie zu Hause! Das sind Symptome der Magen-Darm-Erkrankung

Zu den häufigsten Symptomen gehören Durchfall und Erbrechen. Wer sich infiziert hat, bleibt dem DGVS zufolge am besten zu Hause und vermeidet den Kontakt zu anderen - von einer pflegenden Person abgesehen. Erkrankte sollten unbedingt eigene Handtücher benutzen. Außerdem ist es sinnvoll, die Toilette, das Waschbecken, Türgriffe und auch Böden nach dem Benutzen mit Einwegtüchern zu reinigen.

Handtücher und Kleidung des Kranken sollten bei hohen Temperaturen gewaschen werden, um die Viren abzutöten. Wer eine erkrankte Person betreut, trägt am besten Einweghandschuhe und entsorgt diese mehrmals am Tag.

Viel trinken hilft bei der Behandlung - Ansteckungsgefahr nicht unterschätzen

Da der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert, ist es für den Erkrankten wichtig, viel zu trinken. Die DGVSrät zu verdünnten Säften, Brühe oder gezuckertem Tee. Auch wenn die Symptome nachgelassen haben, wird das Magen-Darm-Virus noch bis zu zwei Wochen mit dem Stuhl ausgeschieden, warnen die Ärzte. Daher sollten Betroffene nicht gleich wieder arbeiten gehen, sondern mindestens zwei Tage nach Abklingen der Symptome noch zu Hause bleiben. Auch auf die Toilettenhygiene achtet man am besten weiterhin.

Wenn sich der Allgemeinzustand eines Patienten im Verlauf der Erkrankung verschlechtert, muss ein Arzt hinzugezogen werden. Das Risiko für einen schweren Verlauf ist besonders bei Kindern unter fünf Jahren und Menschen jenseits der 70 erhöht. Bevor man einen Patienten ins Krankenhaus bringt, sei es hilfreich, dort anrufen, rät die DGVS. Denn mit dem Norovirus infizierte Menschen werden so weit wie möglich isoliert, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

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zij/sam/kad/news.de/dpa

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