Von news.de-Volontärin - 07.05.2014, 10.15 Uhr

Jahresrückblick 2014: Nummer 4: Fettleibigkeit durch Konservierungsmittel

Konservierungsmittel sollen konservieren und nicht krank machen

Verbraucher erwarten von den Produkten, die sie kaufen, dass diese sehr lange benutzt werden können. Um diese lange Haltbarkeit zu ermöglichen, werden auch Pflegeprodukten – besonders in denen mit einem hohen Wasseranteil – Konservierungsmittel zugesetzt.

Parabene werden zum einen als konservierende Stoffe in Kosmetikartikeln verwendet, um die Ansiedlung von gesundheitsschädlichen Bakterien und Mikroorganismen zu verhindern. Hauptsächlich kommen sie in Shampoos, Haarspülungen, Bodylotions und Duschgelen und auch in Sonnenschutzcremes vor. Besonders häufig in unseren Pflegeprodukten sind Methyl-, Propyl-, Ethyl- und Butylparaben anzutreffen.

Das problematische ist jedoch die hormonelle Wirkung dieser Stoffe. Laut einer Studie von 2012 lassen sich diese Konservierungsstoffe mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen in Verbindung bringen. Bei Mädchen kann die Verwendung zu einer frühzeitigen Pubertät führen, aber auch die weiblichen Geschlechtsorgane können erkranken. Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs und auch eine Störung der Nervenentwicklung kann ebenfalls gefördert werden. Klingt zwar merkwürdig, aber parabenhaltige Cremes können auch zu Fettleibigkeit führen, da sie den Abbau der Speckröllchen hemmen.

Ungefähr zwölf Prozent aller Kosmetikartikel werden mit Formaldehyd-Abspaltern konserviert. So kommt es in dekorativer Kosmetik, Nagellacken, Shampoos, Haarpflegeprodukten und auch in Cremes vor. Auf den Produkten wird es oft mit Diazolidinyl- und Imidazolidinyl-Urea angegeben.

Dieser chemischer Inhaltsstoff kann Allergien auslösen und steht im Verdacht krebserregend zu sein. Außerdem lässt es die Haut schneller altern. Laut Kosmetikrichtlinie darf das Konservierungsmittel zu höchstens 0,6 % in Pflegeprodukten enthalten sein.

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