Donald Trump: US-Präsident soll vor Militäreinsatz KI befragt haben – Demokraten fordern Aufklärung

Donald Trump soll vor dem Militäreinsatz in Venezuela ausgerechnet eine künstliche Intelligenz um Rat gefragt haben. Jetzt schlagen US-Demokraten Alarm und verlangen vom Weißen Haus Antworten.

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Donald Trump vor Venezuela-Angriff offenbar von KI beraten: Demokraten fordern Aufklärung (Foto) Suche
Donald Trump vor Venezuela-Angriff offenbar von KI beraten: Demokraten fordern Aufklärung Bild: picture alliance/dpa/AP | Charlie Riedel
  • Trump soll den KI-Chatbot Grok vor dem Angriff auf Venezuela konsultiert haben
  • Demokraten fordern Einblick in seine Gespräche mit Grok, ChatGPT und Claude
  • Das Weiße Haus reagiert zurückhaltend auf die Vorwürfe, Elon Musk schweigt bislang

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Hat sich Donald Trump vor einem folgenschweren Militäreinsatz ausgerechnet von einer künstlichen Intelligenz beraten lassen? "Raw Story" zufolge soll der US-Präsident den Chatbot Grok um eine Einschätzung zur politischen Lage in Venezuela gebeten haben, bevor er den Angriff auf das südamerikanische Land anordnete. Zwei führende Demokraten im US-Repräsentantenhaus schlagen deshalb Alarm. Sie verlangen vom Weißen Haus umfassende Auskünfte über Trumps Umgang mit KI bei wichtigen Regierungsentscheidungen.

Trump soll Grok vor Militäreinsatz befragt haben

Auslöser der politischen Aufregung ist ein Bericht des Magazins "Time" vom 1. Oktober 2026. Demnach soll Trump bereits im Dezember 2025 bei einem Treffen im Oval Office mit Elon Musk erstmals ausführlich mit dessen KI-Chatbot Grok gearbeitet haben. Der US-Präsident habe das Programm über Stunden mit Fragen konfrontiert. Dabei soll es auch um Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro gegangen sein. Grok habe diesen als autoritären und wenig beliebten Machthaber beschrieben. Nur wenige Wochen später ordnete der Präsident Berichten zufolge einen Militäreinsatz gegen Venezuela an. Dabei wurde Maduro gefangen genommen. Eine vorherige Zustimmung des US-Kongresses soll es nicht gegeben haben. Ob die Einschätzungen der KI tatsächlich ausschlaggebend für Trumps Entscheidung waren, ist bislang nicht unabhängig belegt.

Demokraten verlangen Antworten vom Weißen Haus

Die Abgeordneten Jamie Raskin und Robert Garcia wollen nun wissen, welche Rolle künstliche Intelligenz bei den Entscheidungen des Präsidenten spielt. In einem Schreiben an Trump bezeichneten sie den Vorgang "Raw Story" zufolge als "äußerst besorgniserregend". Besonders kritisch sehen sie, dass der Präsident offenbar einen Chatbot konsultiert haben soll, während das Parlament bei einer militärischen Entscheidung außen vor geblieben sei.

Die beiden Politiker fordern eine umfassende Unterrichtung durch das Weiße Haus. Dafür setzten sie eine Frist bis zum 11. November um 17 Uhr. Nach einem Bericht von "Politico" wollen sie außerdem erreichen, dass sämtliche Anfragen an KI-Systeme sowie deren Antworten dokumentiert und aufbewahrt werden.

Dabei geht es nicht ausschließlich um Grok. Auch die Nutzung von ChatGPT des Unternehmens OpenAI und Claude von Anthropic soll offengelegt werden, sofern diese Programme im Zusammenhang mit offiziellen Aufgaben des Präsidenten zum Einsatz kommen.

Sorge vor Manipulation und Sicherheitsrisiken

Die Demokraten warnen vor erheblichen Gefahren für die nationale Sicherheit. KI-Systeme könnten fehlerhafte Informationen liefern oder durch unbekannte Dritte beeinflusst werden. Wenn solche Programme bei außenpolitischen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielten, könne dies weitreichende Folgen haben. Auch innerhalb von Trumps Umfeld soll die Nutzung von Grok kritisch betrachtet werden. Ein Mitarbeiter schilderte gegenüber "Time", dass der Präsident häufig bereits eine feste Meinung habe, nachdem er den Chatbot befragt habe. Anschließend sei es schwierig, ihn noch umzustimmen.

Weißes Haus weist Vorwürfe nicht direkt zurück

Eine Sprecherin des Weißen Hauses erklärte auf Anfrage lediglich, dass sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen ordnungsgemäß aufbewahrt würden. Eine konkrete Stellungnahme zu den angeblichen KI-Beratungen blieb damit aus. Elon Musk äußerte sich zunächst ebenfalls nicht zu den Vorwürfen. Ob Trump tatsächlich in entscheidendem Umfang auf die Empfehlungen von Grok vertraut hat, dürfte nun Gegenstand weiterer politischer Auseinandersetzungen werden.

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