Wladimir Putin: Kremlchef wird Krieg nicht gewinnen - General mit Kampfansage an Putin

Der ehemalige US-Sondergesandte Keith Kellogg hat beim Warschauer Sicherheitsforum überraschend deutliche Worte gefunden. Der Ex-General ist sich sicher, dass Wladimir Putin eine Niederlage erwartet und er seine Schwäche bereits offenbart hat.

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Wladimir Putin führt seit Februar 2022 offen Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit Februar 2022 offen Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Mikhail Metzel
  • Wladimir Putin im Visier - Ex-US-General will Ukraine über Angriff entscheiden lassen
  • Ex-General widerspricht Donald Trump bei Präsidentenwahl
  • Wladimir Putin offenbart seine Schwäche - Ex-General sieht Niederlage kommen

Der frühere US-General Keith Kellogg hat beim Warschauer Sicherheitsforum das Recht der Ukraine verteidigt, eigenständig über ihre militärischen Operationen zu entscheiden - einschließlich Angriffen auf russische Raffinerien. Es ist ein klarer Fingerzeig in Richtung von Wladimir Putin. Der Kremlchef wurde bereits zuletzt vom obersten Nato-Befehlshaber vor einem Angriff auf Nato-Länder gewarnt.

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Wladimir Putin im Visier - Ex-US-General will Ukraine über Angriff entscheiden lassen

Wladimir Putin dürfte genau zugehört haben. In einem Interview mit "Bloomberg Television" am Rande des Forums erklärte Kellogg, Kiew müsse selbst bestimmen können, wie es den Krieg führe. Russland dürfe seine Treibstoffinfrastruktur nicht als unantastbare Zone betrachten.

  • "Wir sollten alle einen Schritt zurücktreten und die Ukraine entscheiden lassen, was sie tun und wie sie angreifen wird", sagte der ehemalige General.

Kellogg wies Befürchtungen zurück, die jüngsten verbalen Auseinandersetzungen zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj könnten auf eine Rückkehr zu den Spannungen hindeuten, die Anfang 2025 in einem konfliktreichen Treffen im Oval Office gegipfelt hatten. Beide Präsidenten seien eigensinnige Persönlichkeiten, die kein Blatt vor den Mund nähmen, erklärte er.

Ex-General widerspricht Donald Trump bei Präsidentenwahl

Kellogg stellte klar, dass die Frage möglicher Wahlen in der Ukraine weder von Washington noch von anderen ausländischen Regierungen beantwortet werden sollte. Diese Entscheidung liege ausschließlich bei den Ukrainerinnen und Ukrainern selbst. Damit widerspricht er indirekt Donald Trump, der zuletzt öffentlich eine Ablösung Selenskyjs gefordert hatte.

  • "Das ist Sache des ukrainischen Volkes, nicht der Vereinigten Staaten, und auch nicht die Angelegenheit irgendjemand anderes", betonte er.

Der ehemalige Sondergesandte von Donald Trump räumte ein, dass demokratische Legitimität ein berechtigtes Anliegen sei. Die reguläre Amtszeit eines ukrainischen Präsidenten betrage fünf Jahre, und Selenskyj sei über diesen Zeitraum hinaus im Amt geblieben. Allerdings verwies Kellogg auf einen entscheidenden Umstand: In der Ukraine gelte Kriegsrecht, unter dem keine landesweiten Wahlen abgehalten werden.

Wladimir Putin offenbart seine Schwäche - Ex-General sieht Niederlage kommen

Nach Einschätzung Kelloggs setzt der russische Präsident Wladimir Putin darauf, die Ukraine und ihre internationalen Unterstützer durch einen Zermürbungskrieg zu überdauern. Putin spekuliere darauf, dass die Kriegsmüdigkeit in der Öffentlichkeit nach Jahren des Konflikts den westlichen Rückhalt untergraben werde.

Doch trotz der eroberten Gebiete habe Russland seine strategischen Ziele verfehlt, so Kellogg. Er verwies auf geschätzte 1,2 bis 1,5 Millionen russische Militärverluste und monatliche Einbußen von rund 30.000 Soldaten. Zum Vergleich zog er die sowjetische Intervention in Afghanistan heran, bei der etwa 18.000 Soldaten verletzt wurden oder fielen - bevor Moskau sich zurückzog.

  • "Wir müssen den Druck auf ihn aufrechterhalten und beständig sagen: 'Du gewinnst diesen Kampf nicht'", erklärte Kellogg.
  • Zur Einordnung: Das Nichterreichen seiner Ziele kann durchaus als Niederlage Putins gewertet werden.
  • "Seine Reaktion gerade ist eine Reaktion der Schwäche, nicht der Stärke."
  • Auch Putins Diesel-Abkommen mit den USA bewertete er als wenig überzeugend und als weiteres Indiz für Moskaus geschwächte Position.

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