Wladimir Putin: Deutscher Geheimdienst-Chef warnt vor gewaltsamem Konflikt mit Russland

Deutschlands oberster Geheimdienstchef warnt vor einem gewaltsamen Konflikt mit Russland - und verweist auf einen vereitelten Anschlag als Beleg dafür, dass die Bedrohung längst keine abstrakte Gefahr mehr ist.

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Wladimir Putin könnte laut einer Warnung einen gewaltsamen Konflikt mit Deutschland starten. (Foto) Suche
Wladimir Putin könnte laut einer Warnung einen gewaltsamen Konflikt mit Deutschland starten. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Vyacheslav Prokofyev

Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Martin Jäger, hat eine drastische Warnung ausgesprochen: Deutschland laufe Gefahr, in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit Russland hineingezogen zu werden. Bei einer öffentlichen Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags erklärte der 62-Jährige, das Verhältnis zu Moskau habe sich grundlegend verschärft. Bereits zuletzt wurde über einen möglichen Angriff Wladimir Putins auf "Entscheidungszentren" der Nato spekuliert. Dieser Behauptung widersprach Jäger:Aktuell gebe es keine Hinweise auf einen groß angelegten russischen Angriff auf Nato-Gebiet, erklärte er.

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Wladimir Putin: "Unmittelbare und umfassende" Gefahr aus Russland

"Die Konfrontation, in der wir mit Russland stehen, hat eine neue, gefährlichere Qualität: Deutschland ist in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten", sagte Jäger. Kein anderer Staat bedrohe die Bundesrepublik derzeit so unmittelbar und umfassend wie Russland, betonte der BND-Präsident.

Jäger führte den versuchten Anschlag in Leipzig als konkretes Beispiel für die aktuelle Bedrohungslage an. Der Vorfall stehe dabei nur stellvertretend für eine weitaus größere Gefahr. Moskaus Nachrichtendienste gingen dabei mit äußerster Professionalität und ohne jede Rücksichtnahme vor, warnte der BND-Chef.

Geheimdienstchef warnt vor Putin-Anschlägen in Deutschland

Entwarnung gab der Geheimdienstchef ausdrücklich nicht: "Die Gefahr von Anschlägen gegen Ziele in Deutschland ist weiter real und gegenwärtig. Dem müssen wir uns entgegenstellen." Die Bundesrepublik müsse sich dieser Herausforderung aktiv stellen.

Jägers Einschätzung speist sich auch aus persönlicher Erfahrung: Zwischen 2023 und 2025 vertrat er die Bundesrepublik als Botschafter in der Ukraine - einem Land, das sich seit Jahren im Krieg mit Russland befindet. Diese Zeit hat ihm einen unmittelbaren Einblick in das Vorgehen Moskaus verschafft.

  • Jäger trat bei der Anhörung nicht allein vor das Parlamentarische Kontrollgremium.
  • Gemeinsam mit ihm stellten sich auch Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen sowie die Chefin des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), Martina Rosenberg, den Fragen der Bundestagsabgeordneten.
  • Damit gaben die Spitzen aller drei deutschen Nachrichtendienste gleichzeitig Auskunft über die aktuelle Sicherheitslage.

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