Wladimir Putin: Kreml droht Nato offen mit Atomwaffenschlag gegen "Entscheidungszentren"
Es ist eine drastische Drohung aus Wladimir Putins Russland. Moskau erklärt in einer offiziellen Mitteilung an die Nato, im Ernstfall sein gesamtes Arsenal einschließlich Atomwaffen einzusetzen und Angriffe auf "Entscheidungszentren" in Bündnisstaaten zu führen.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Wladimir Putin könnte Angriffe auf "Entscheidungszentren" befehlen
- Putin-Vertrauter donnert gegen Nato und "zügellose Äußerungen"
- Wladimir Putin rüstet Kaliningrad als Festung auf
- Wladimir Putin zunehmend panisch laut Nato-Boss
Russland hat die Konfrontation mit der Nato auf eine neue Stufe gehoben. In einer offiziellen Mitteilung an das westliche Verteidigungsbündnis droht Moskau unverhohlen mit dem Einsatz von Nuklearwaffen, sollte die Allianz versuchen, die russische Exklave Kaliningrad abzuriegeln. Bereits zuletzt wurde spekuliert, ob Wladimir Putin heimlich Truppen in eine Nato-Grenzstadt einschleusen und diese besetzen könnte.
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Wladimir Putin könnte Angriffe auf "Entscheidungszentren" befehlen
Wie die "Financial Times" zuerst berichtete, wirft der Kreml der Nato darin einen "gefährlichen und rücksichtslosen Kurs" vor. Konkret behauptet Moskau, das Nato-Bündnis plane eine Luft- und Seeblockade rund um das strategisch bedeutsame Gebiet an der Ostsee. Russische Botschaften in ganz Europa verbreiteten die Warnungen über ihre Kanäle. Die Wortwahl in den russischen Mitteilungen lässt keinen Spielraum für Interpretation.
- "Es sollte kein Zweifel bestehen - Russland wäre bereit, sein gesamtes Arsenal einschließlich Nuklearwaffen einzusetzen, um sein Territorium zu verteidigen, falls Nato-Staaten versuchen, die Region Kaliningrad vom Rest des Landes abzuschneiden", erklärte etwa die russische Botschaft in Irland auf Telegram.
Darüber hinaus stellte Moskau in Aussicht, im Konfliktfall militärische Schläge gegen "Entscheidungszentren" in Nato-Ländern zu führen.
Putin-Vertrauter donnert gegen Nato und "zügellose Äußerungen" gegen Russland
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow stellte sich hinter die scharfen Formulierungen. Es sei "nur natürlich", dass russische Diplomaten die "Hitzköpfe in Europa" an die sicherheitspolitischen Grundsatzdokumente Russlands erinnerten, sagte er. Peskow verwies dabei auf "zügellose Äußerungen" aus Polen und anderen europäischen Hauptstädten.
Wladimir Putin rüstet Kaliningrad als Festung auf
Die Exklave Kaliningrad zählt seit Langem zu den gefährlichsten Brennpunkten in Europa. Eingekeilt zwischen den Nato-Mitgliedern Polen und Litauen direkt an der Ostsee, hat Russland das Gebiet massiv aufgerüstet. Dort ist die Baltische Flotte stationiert, ebenso wie atomwaffenfähige Iskander-Raketensysteme.
Von diesem Vorposten aus kann Moskau weite Teile des europäischen Kontinents mit Raketen erreichen. Gleichzeitig stellt die geografische Lage eine Verwundbarkeit dar: Im Krisenfall könnte die Exklave vom russischen Kernland abgetrennt werden. Genau dieses Szenario nutzt der Kreml nun als Begründung für seine nukleare Drohkulisse. Die Nato-Mission "Baltic Sentry" zum Schutz von Unterwasser-Pipelines und Kommunikationskabeln in der Ostsee dient Moskau dabei als vermeintlicher Beleg für westliche Blockadepläne.
Wladimir Putin zunehmend panisch laut Nato-Boss
Das Bündnis reagierte umgehend auf die Drohgebärden aus Moskau. Nato-Sprecherin Allison Hart bestätigte den Eingang eines formellen Schreibens aus Russland und wies die Anschuldigungen entschieden zurück. "Wir verurteilen die Androhung von Gewalt einschließlich jeder unverantwortlichen nuklearen Rhetorik aufs Schärfste", erklärte sie. Die Allianz sei ein reines Verteidigungsbündnis, dessen Aktivitäten und Übungen keinerlei Bedrohung für russisches Territorium darstellten.
Hart bekräftigte zudem, dass die Unterstützung für die Ukraine trotz der Einschüchterungsversuche fortgesetzt werde. Die Nato verfüge über die nötigen Mittel, "jeden Zentimeter" des Bündnisgebiets zu schützen.Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht in Putins eskalierenden Drohungen ein Zeichen wachsender Panik angesichts des ins Stocken geratenen Krieges in der Ukraine, schreibt der britische "Express".
Wladimir Putin weitet hybride Angriffe auf Nato-Länder aus
Die nukleare Drohgebärde Moskaus fällt in eine Phase, in der die Spannungen zwischen Russland und dem Westen stetig zunehmen. Geheimdienstkreise warnen bereits davor, dass der Kreml europäische Staaten in den kommenden Jahren verstärkt ins Visier nehmen könnte.
Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken zeichnete zuletzt ein düsteres Bild der Lage. Er rechne mit einem "dunklen Winter" für Europa, in dem Russland seine hybriden Angriffe massiv ausweiten werde. Dazu zählen Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur, Cyberattacken auf staatliche und private Systeme sowie groß angelegte Desinformationskampagnen.
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