Wladimir Putin: Kremlchef lockt Rekruten mit perfidem Trick aufs Ukraine-Schlachtfeld
Für seinen Ukraine-Krieg braucht Wladimir Putin immer mehr Soldaten. Neue Rekruten will der Kremlchef jetzt über soziale Netzwerke ködern. Die Kämpfer sollen immense Prämien erhalten - doch die Kreml-Verluste sind nicht zu leugnen.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Wladimir Putin rekrutiert neue Soldaten und lockt mit riesiger Prämie
- Wladimir Putin verliert angeblich bis zu 40.000 Soldaten im Monat
- Russen-Propaganda setzt auf Soldaten aus den USA
- Ukraine-Krieg aktuell: Berichte über Folter in Putins Armee
Wladimir Putin greift bei der Suche nach neuen Soldaten für seinen Krieg gegen die Ukraine zunehmend auf soziale Medien zurück. Bereits zuletzt war über Russlands ungebrochenen Bedarf an Kämpfern berichtet worden - ebenso über die menschlichen und materiellen Verluste des Kremlchefs. Zudem sorgten Gerüchte um einen möglichen Putin-Übergriff auf eine Nato-Grenzstadt für Schlagzeilen.
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Wladimir Putin rekrutiert neue Soldaten und lockt mit riesiger Prämie
Der Hintergrund dieser laut "The Sun" verzweifelten Rekrutierungskampagne: Seit Beginn der Vollinvasion vor vier Jahren hat Russland nach Schätzungen 1,5 Millionen Verluste erlitten, davon etwa 500.000 Tote. Ukrainische Drohnen, Artillerie und Infanterie haben die Front seit einem Jahr praktisch zum Stillstand gebracht und dabei Welle um Welle russischer Angreifer vernichtet.
Wie "The Sun" berichtet, liegt die durchschnittliche Lebenserwartung eines russischen Soldaten an der Frontlinie mittlerweile bei gerade einmal 20 Minuten. Über Plattformen wie Facebook, TikTok und Telegram werden gezielt Menschen aus aller Welt angesprochen - darunter auch aus den USA und Großbritannien. Als Anreiz lockt der Kreml mit Antrittsprämien von umgerechnet rund 20.000 Pfund.
Wladimir Putin verliert angeblich bis zu 40.000 Soldaten im Monat
Russland ist schlicht nicht mehr in der Lage, seine enormen Verluste aus der eigenen Bevölkerung zu kompensieren. Witalij Matwijenko, der ein ukrainisches Staatsprogramm für übergelaufene russische Soldaten leitet, bezifferte die monatlichen Verluste auf Seiten Russlands gegenüber der "New York Post" auf angeblich 30.000 bis 40.000 Soldaten.
- "Sie rekrutieren Ausländer, schicken sie in den Krieg, und wenn sie getötet werden, löst ihr Tod keinerlei negative Reaktion in der russischen Gesellschaft aus", erklärte er.
Die Anwerbekampagnen richten sich gezielt an wirtschaftlich benachteiligte und psychisch verletzliche Menschen weltweit. Südamerikaner, Afrikaner und Asiaten kämpfen bereits in den russischen Streitkräften. Hinzu kommen laut Kiew geschätzt 20.000 nordkoreanische Soldaten, die Kim Jong-un persönlich entsandt haben soll. Der ukrainische Geheimdienst habe bislang knapp 30.000 ausländische Kämpfer aus 135 Ländern identifiziert - unabhängig bestätigen lassen sich diese Zahlen nicht.
Putin-Propaganda setzt auf Soldaten aus den USA
Für die russische Propaganda haben westliche Rekruten einen besonderen Stellenwert. Matwijenko beschrieb Moskaus Umgang mit US-Bürgern in den eigenen Reihen als "sehr seltsam, fast psychedelisch". Sobald ein Amerikaner auf russischer Seite kämpfe, werde dies zu einem "beinahe sakralen Ereignis" für die Propagandamaschinerie.
"Ihre Meinungen werden als äußerst wichtig dargestellt. Sie werden ins Fernsehen eingeladen, in Reportagen gezeigt, interviewt und durch russische Medien und öffentliche Veranstaltungen geschleust", so Matwijenko. Die Botschaft sei stets dieselbe: Russland präsentiere diese Kämpfer als Beleg dafür, dass "Menschen im Westen verstehen, was wirklich vor sich geht" und "gewöhnliche Amerikaner Russland unterstützen".
- Selbst Putin persönlich nutzte den Propagandawert: Er überreichte Donald Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff eine Auszeichnung für die Eltern des gefallenen Michael Gloss – eine Medaille für herausragende zivile Verdienste.
Ukraine-Krieg aktuell: Berichte über Folter in Putins Armee
Die Realität in der russischen Armee steht in krassem Gegensatz zu den verlockenden Versprechen der Werbeanzeigen. Zahlreiche Berichte dokumentieren Misshandlungen, Folter und rassistische Übergriffe durch Vorgesetzte gegen ausländische Kämpfer.
Auch finanziell werden die Rekruten ausgebeutet. Laut Matwijenko wird ihnen ein "erheblicher Teil ihres Gehalts abgenommen". In den Einheiten angekommen, würden sie aufgefordert, Geld in einen sogenannten Fonds einzuzahlen - für Drohnen, Fahrzeuge, Treibstoff und andere Ausrüstung. "Wer sich weigert, wird geschlagen oder mit Hinrichtung bedroht", so Matwijenko.
Besonders zynisch: Die Familien getöteter ausländischer Soldaten gehen in den meisten Fällen leer aus. Die versprochenen Entschädigungszahlungen werden schlicht nicht geleistet. Matwijenko bezeichnete das gesamte Rekrutierungsgeschäft als "sehr profitabel" - profitabel vor allem für Moskau, nicht für die Angeworbenen.
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rut/news.de/stg
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