Donald Trump: US-Präsident schürt Wirbel um Pest-Ausbruch - jetzt will er Wladimir Putin helfen

Wie ernst ist die Lage wirklich? Donald Trump streckt Wladimir Putin plötzlich die Hand aus: Nach dem mysteriösen Tod einer Pest-Forscherin in Sibirien bietet der US-Präsident Russland Unterstützung an. Derweil sind mehrere Kliniken abgeriegelt.

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Donald Trump (rechts) hat Wladimir Putin seine Hilfe bei einem Pest-Ausbruch angeboten. (Foto) Suche
Donald Trump (rechts) hat Wladimir Putin seine Hilfe bei einem Pest-Ausbruch angeboten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump will Wladimir Putin nach Pest-Wirbel plötzlich helfen
  • Tödlicher Laborunfall am Pest-Forschungsinstitut
  • Irkutsk im Ausnahmezustand: Kliniken dicht, Universität geschlossen

Nach dem Tod einer jungen Wissenschaftlerin und einem mutmaßlichen Pestausbruch in Sibirien hat Donald Trump Russland Unterstützung angeboten. Beobachter fragen sich: Wie schlimm ist die Lage wirklich, wenn der US-Präsident diesen Schritt öffentlich macht?

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Donald Trump will Wladimir Putin nach Pest-Wirbel plötzlich helfen

"Wir schauen uns das sehr genau an. Wir haben gerade erst davon erfahren, und sie nennen es Lungenentzündung", sagte Donald Trump vor Reportern. Die Erreger und Keime seien unverhältnismäßig stärker geworden, doch man werde Russland helfen. Donald Trumps Außenminister Marco Rubio betonte, Washington beobachte die Situation aufmerksam. Zwar bestehe kein unmittelbarer Grund zur Panik, doch ein solcher Ausbruch könne sich "schnell ausbreiten". Der direkte Reiseverkehr zwischen den USA und Russland sei allerdings sehr begrenzt. "Ich denke nicht, dass es Anlass zur Beunruhigung gibt, aber es ist Anlass zur Aufmerksamkeit", so Rubio.

Tödlicher Laborunfall am Pest-Forschungsinstitut

Mehr als 200 Personen stehen derzeit unter medizinischer Beobachtung, nachdem die 28-jährige Labortechnikerin Daria Shipilova am 29. September verstorben war. Mehrere Krankenhäuser rund um die sibirische Stadt Irkutsk wurden für drei Wochen unter Quarantäne gestellt.

Shipilova arbeitete als Technikerin am Anti-Pest-Institut in Irkutsk, einer Forschungseinrichtung in Sibirien. Berichten zufolge zerbrach sie dort versehentlich ein Reagenzglas, das Pestbakterien enthielt, und kam so mit dem gefährlichen Erreger in Kontakt.

Während einer anschließenden Feldexpedition mit Kollegen in der Republik Burjatien, die an der russisch-mongolischen Grenze liegt, traten bei der 28-Jährigen erste Krankheitssymptome auf. Ihr Zustand verschlechterte sich rasch, sodass sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Später wurde berichtet, die Frau habe an der Expedition gar nicht teilgenommen.

Zwei Tage nachdem sie an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden war, verstarb Shipilova. Als offizielle Todesursache gaben die russischen Gesundheitsbehörden eine "Lungenentzündung unbekannter Ätiologie" an. Rund 60 ihrer Institutskollegen befinden sich seitdem in Isolation, da der Verdacht besteht, dass die junge Wissenschaftlerin an der Lungenpest erkrankt war.

Irkutsk im Ausnahmezustand: Kliniken dicht, Universität geschlossen

Die Quarantänemaßnahmen in der Region sind weitreichend. Nahezu 200 Personen, die mit Shipilova in Kontakt standen, wurden umgehend nach ihrem Tod unter Beobachtung gestellt. Vier Krankenhäuser unterliegen einer dreiwöchigen Quarantäne, ebenso eine Entbindungsstation. Angehörige dürfen die Stationen nicht mehr betreten.

Auch die Irkutsker Außenstelle der Moskauer Staatlichen Technischen Universität für Zivilluftfahrt setzte den Lehrbetrieb aus, nachdem die Hochschulleitung über einen Pestfall in Schelekhow informiert worden war. Das dortige Aluminiumwerk, in dem über 2.000 Menschen beschäftigt sind, verpflichtete seine Belegschaft zum Tragen von Schutzmasken. Grund dafür ist die Befürchtung, der über die Luft übertragbare Erreger könnte sich weiter ausbreiten.

Vertuschungsvorwürfe: Behörden ändern Todesursache nachträglich

Die Informationslage rund um den Vorfall ist widersprüchlich und nährt Spekulationen über eine mögliche Vertuschung durch die russischen Behörden. Burjatiens Gouverneur Alexei Zydenow hatte zunächst bestätigt, dass eine Frau in der benachbarten Region Irkutsk "an der Pest gestorben" sei. Inzwischen wurde seine Erklärung abgeändert - demnach sei sie nur "möglicherweise" an der Krankheit verstorben.

Auch die staatliche Gesundheitsaufsicht Rospotrebnadsor korrigierte die Diagnose. Die Behörde besteht nun darauf, dass Shipilova an einer "Lungenentzündung unbekannter Ätiologie" gestorben sei, und bestreitet, dass es überhaupt einen Unfall am Institut gegeben habe. Erweiterte Tests hätten keine Mikroorganismen nachgewiesen, die mit Shipilovas Arbeit in Verbindung stünden. Gleichzeitig leiteten die Strafverfolgungsbehörden Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen Gesundheitsvorschriften ein. Der Regionalgouverneur Igor Kobsew bezeichnete die Lage laut "Daily Mail" dennoch als stabil.

Lungenpest ist ohne Behandlung fast immer tödlich

Die Lungenpest gilt als die gefährlichste Variante der Pest und ist die einzige Form, die sich direkt von Mensch zu Mensch überträgt - durch Tröpfchen beim Atmen oder Husten. Erste Anzeichen wie Fieber, Atemnot und blutiger Husten treten typischerweise drei bis sieben Tage nach der Ansteckung auf und ähneln anfangs einer gewöhnlichen Grippe. Unerkannte Fälle können sich daher rasant verschlechtern.

Laut Weltgesundheitsorganisation verläuft eine unbehandelte Lungenpest innerhalb von 18 bis 24 Stunden nach Symptombeginn nahezu immer tödlich. Werden jedoch innerhalb der ersten 24 Stunden Antibiotika verabreicht, sinkt die Sterblichkeitsrate auf etwa 17 Prozent. Ausgelöst wird die Pest durch das Bakterium Yersinia pestis. Üblicherweise infizieren sich Menschen über den Biss befallener Flöhe oder Tiere. Die Krankheit forderte im 14. Jahrhundert als "Schwarzer Tod" Millionen Opfer in Europa.

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