Donald Trump: Schimpf-Tirade entfesselt - US-Präsident kann nicht mehr an sich halten
Da konnte Donald Trump nicht mehr an sich halten. Nachdem Berichte über leere Sitzplätze bei seiner Wahlkampfrede aufgetaucht waren, hielt den US-Präsidenten nichts mehr zurück. Es folgte eine drastische Schimpf-Tirade.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump fordert Verhaftungen nach "New York Times"-Bericht
- Donald Trump wütet wegen Video von "New York Times"-Reporterin
- Donald Trump hat bizarre Erklärung für leere Ränge
Donald Trump hat in einer wütenden Tirade auf seiner Plattform Truth Social die Verhaftung der "New York Times" und weiterer Medien gefordert - womit er offenkundig auf die Verantwortlichen hinter der Berichterstattung abzielte. Der Grund: Die Zeitung hatte über leere Plätze bei seiner Wahlkampfrede im US-Bundesstaat Ohio berichtet. Auf der Bühne sorgte Donald Trump zuvor mit seinem anhaltenden Blick für Assistentin Natalie Harp für Schlagzeilen.
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Donald Trump fordert Verhaftungen nach "New York Times"-Bericht
Der US-Präsident veröffentlichte gleich zwei identische Beiträge, in denen er die Berichterstattung als Lüge bezeichnete. "Die New York Times und viele andere künstliche Medien sollten für ihre Unehrlichkeit und ihren Bärendienst an unserem Land verhaftet werden", schrieb Trump. Die Zeitung hatte unter anderem berichtet, dass einige obere Bereiche der Arena "leer" gewesen seien - eine Darstellung, die Trump vehement zurückwies.
Donald Trump wütet wegen Video von "New York Times"-Reporterin
In seinen Posts behauptete Trump, die Arena in Ohio sei bis zum letzten Platz besetzt gewesen und Tausende Anhänger hätten draußen bleiben müssen. "Die Arena in Ohio war bereits bis zum Rand gefüllt - und trotzdem versuchten diese Menschen noch hineinzukommen", so der US-Präsident. Seinem Beitrag fügte er einen 27 Sekunden langen Videoclip bei, der eine Menschenschlange zeigt - allerdings ohne erkennbaren Kontext darüber, wann und wo genau die Aufnahme entstand. Derweil sind beim Netzwerk X Videos zu sehen, die leere Sitze 45 Minuten nach Beginn seiner Rede klar dokumentieren. "New York Times"-Reporterin Katie Rogers hatte sie veröffentlicht. Das wollte Trump offenbar nicht wahrhaben.
Besonders bitter stieß Donald Trump der Vergleich mit politischen Konkurrenten auf. Wenn Bernie Sanders 500 bis 1.000 Zuschauer versammle, werde das medial als Großereignis dargestellt. Bei seinen eigenen Veranstaltungen mit angeblich 50.000 Besuchern hingegen klinge die Berichterstattung so, "als wäre niemand aufgetaucht". Zur Einordnung: In die Turnhalle der Butler High School im Städtchen Vandalia nahe Dayton passen rund 4.500 Zuschauer.
Donald Trump hat bizarre Erklärung für leere Ränge
Kurz darauf legte der US-Präsident mit einer ausführlicheren Attacke gegen die "Fake News New York Times" nach. Darin lieferte er auch gleich eine Erklärung für möglicherweise unbesetzte Sitze in den oberen Bereichen: Zuschauer auf den Oberrängen würden bei seinen Veranstaltungen regelmäßig auf den Hallenboden hinunterwandern. "Die Arena war komplett AUSGELASTET, einschließlich aller oberen Bereiche", betonte Trump.
Um künftigen Diskussionen über Besucherzahlen vorzubeugen, verwies er auf eine neue Maßnahme: Er lasse mittlerweile "Kameraleute die verschiedenen Arenen filmen, in denen ich spreche". Leere Plätze habe es nie gegeben, gebe es nicht und werde es auch niemals geben, behauptete Trump unmissverständlich. Seine Selbsteinschätzung ließ dabei keinen Raum für Zweifel: Die Rallys seien "heißer denn je", verkündete der Präsident.
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rut/news.de/stg
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