Ukraine-Krieg aktuell: Wladimir Putin im Visier - Belarus-Kompanie wendet sich gegen Kremlchef

Sie wollen gegen Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko vorgehen. Erstmals übernehmen Belarussen Kommandoposten in einer eigenen Einheit innerhalb der ukrainischen Streitkräfte. Sie verfolgen ein konkretes Ziel.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Putin führt seit Februar 2022 offen Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit Februar 2022 offen Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/AP | Pavel Bednyakov
  • Ukraine-Krieg aktuell: Belarus-Einheit kämpft gegen Putin-Truppen
  • Wladimir Putin im Visier: Eliteeinheit für den Drohnen-Krieg
  • Belarussen kämpfen für Freiheit und gegen Wladimir Putin

Wladimir Putin führt, trotz anhaltender Rückschläge und Verluste, seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Innerhalb der ukrainischen Marinestreitkräfte ist jetzt eine neue belarussische Spezialeinheit entstanden. Die Kompanie trägt den Namen "Volia" und ist auf den Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge sowie auf Flugabwehr spezialisiert.

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Ukraine-Krieg aktuell: Belarus-Einheit kämpft gegen Putin-Truppen

Wie der amtierende Kommandeur Mikita Zabuga gegenüber dem Nachrichtenportal "Zerkalo" erklärte, gehört die Einheit zum 447. Separatbataillon der ukrainischen Marine. Das Besondere: Erstmals in der Geschichte belarussischer Formationen innerhalb der ukrainischen Streitkräfte werden sämtliche Führungspositionen - sowohl auf Offiziers- als auch auf Unteroffiziersebene - von belarussischen Staatsbürgern besetzt. Bislang war es Belarussen nicht möglich gewesen, Offiziersposten in ihren eigenen Einheiten zu übernehmen. Das ukrainische Außenministerium bestätigte diese Neuerung.

Wladimir Putin im Visier: Eliteeinheit für den Drohnen-Krieg

Zabuga beschrieb die Ausrichtung von "Volia" als klar auf die Anforderungen moderner Kriegsführung zugeschnitten. Die Kompanie konzentriere sich auf Kampfdrohnen für Angriffe auf mittlere und große Distanz sowie auf Flugabwehrsysteme. Bereits zuletzt war immer wieder über Drohnenangriffe tief im Inneren Russlands berichtet worden - Wladimir Putins Luftabwehr zeigte sich dabei ein ums andere Mal machtlos.

  • "Wir bauen eine Eliteeinheit auf, die sich mit Tief- und Mittelschlägen sowie Luftverteidigung befasst. Hier erwerben die Soldaten Fähigkeiten für die moderne Kriegsführung, die vor allem auf dem Einsatz automatisierter Kampfsysteme basiert", erläuterte der Kompaniechef.

Den gegenwärtigen Konflikt charakterisierte Zabuga als einen Krieg, der maßgeblich durch Drohnen, Raketen und Artillerie bestimmt werde. Die Ausbildung innerhalb der Einheit orientiere sich deshalb konsequent an diesen technologischen Realitäten des Schlachtfelds.

Belarussen kämpfen für Freiheit und gegen Wladimir Putin

Zur genauen Personalstärke der Kompanie machte Zabuga keine Angaben. Die Rekrutierung laufe noch, gleichzeitig erfülle die Einheit aber bereits operative Aufgaben. Wer sich für „Volia" bewerbe, müsse ein anspruchsvolles Auswahlverfahren durchlaufen. "Freiwillige erwartet ein Lügendetektortest, eine psychologische Überprüfung und eine Bewertung ihrer Stressresistenz. Wir suchen nicht irgendwen - wir suchen unsere Leute, die begreifen, dass Freiheit nicht von allein kommt und erkämpft werden muss", betonte der amtierende Kommandeur mit Blick auf Wladimir Putins enge Verbindung zu Belarus und seinem Machthaber Alexander Lukaschenko.

In einer auf der eigenen Webseite veröffentlichten Erklärung positioniert sich "Volia" als Keimzelle einer militärischen Elite, die den Grundstein für eine künftige belarussische Nationalarmee und Staatlichkeit legen solle.

  • "Schulter an Schulter mit unseren ukrainischen Brüdern schlagen wir jeden Tag gegen den Feind zu - den Feind, der den Krieg in unser gemeinsames Land gebracht hat", heißt es in der Mitteilung.

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