Wladimir Putin: Kremlchef war machtlos - Panzer-Kommandeur bei Ukraine-Angriff getötet
Es ist der nächste Rückschlag für Wladimir Putins Truppen im Ukraine-Krieg. Auf dem Weg zu seinen vorgeschobenen Stellungen im Frontabschnitt Charkiw traf Artilleriebeschuss den russischen Major Alexej Karawajew tödlich.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Alexej Karawajew: Putin-Major bei Angriff getötet
- Karawajews Einheit stammt aus Kaliningrad
- Wladimir Putin verliert auch Überläufer-Offizier
- Ukraine-Krieg aktuell: Massive Verluste für Wladimir Putin
Ukrainische Artillerie hat in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober den russischen Major Alexej Karawajew getötet. Der Offizier kommandierte das 11. Panzerregiment und war auf dem Weg zu vorgeschobenen Stellungen im Frontabschnitt Charkiw, als ihn der Beschuss traf. Ein ukrainisches OSINT-Projekt machte den Vorfall öffentlich. Es ist der nächste Rückschlag für Wladimir Putin im Ukraine-Krieg - zuletzt war unter anderem über einen verheerenden Angriff auf einen russischen Militärflugplatz berichtet worden.
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Alexej Karawajew: Putin-Major bei Angriff getötet
Die Recherchen stützten sich dabei auf einen russischen Nachruf auf Karawajew. Auch ein Telegram-Kanal mit Verbindungen zur russischen Truppengruppierung "Sewer" bestätigte den Tod des Regimentskommandeurs. Demnach kam er ums Leben, während er Positionen nahe der Frontlinie kontrollierte. Der Verlust eines Kommandeurs auf Regimentsebene gilt dem Bericht nach als schwerer Schlag für die russische Kommandostruktur im umkämpften Sektor Charkiw. Unabhängig bestätigen lässt sich der Tod bislang nicht.
Karawajews Einheit stammt aus Kaliningrad
Das 11. Panzerregiment ist der 18. Motorisierten Schützendivision unterstellt, die wiederum zum 11. Armeekorps gehört. Der reguläre Standort der Einheit befindet sich in Gussew in der russischen Exklave Kaliningrad - weit entfernt vom aktuellen Einsatzgebiet im Raum Charkiw. Die Verlegung der Einheit aus dem Kaliningrader Gebiet an die ukrainische Front verdeutlicht, wie weitreichend Russland seine Streitkräfte für den Krieg zusammenzieht. Vor seiner Ernennung zum Regimentskommandeur diente Karawajew Ukraine-Angaben zufolge möglicherweise beim 82. Motorisierten-Schützenregiment der 6. Kombinierten Armee.
Wladimir Putin verliert auch Überläufer-Offizier
Karawajew ist nicht der einzige hochrangige russische Kommandeur, der in jüngster Zeit im Kampf fiel. Zuvor tötete eine ukrainische FPV-Drohne Oberst Oleksandr Issajew, den Befehlshaber des 8. Artillerieregiments der russischen Streitkräfte. Issajews Biografie macht seinen Fall besonders brisant: Er diente ursprünglich als ukrainischer Offizier und wechselte während der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 die Seiten. Seitdem kämpfte er auf russischer Seite und stieg bis zum Regimentskommandeur auf.
Ukraine-Krieg aktuell: Massive Verluste für Wladimir Putin
Die Tötung Karawajews reiht sich in die massiven Gesamtverluste der russischen Streitkräfte ein. Laut dem ukrainischen Generalstab belaufen sich die russischen Verluste seit dem 24. Februar 2022 auf rund 1.545.950 Soldaten. Hinzu kommen unter anderem 12.396 zerstörte Panzer und 25.498 gepanzerte Kampffahrzeuge. Unabhängig bestätigen lassen sich auch diese Zahlen nicht. Die Ukraine selbst veröffentlicht keine eigenen Verlustzahlen und beruft sich - ebenfalls wie Russland - auf militärische Geheimhaltung. Westliche Denkfabriken bestätigen jedoch, dass Russlands Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt das Verhältnis auf etwa 2,5:1 bis 2:1.
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rut/news.de
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