Christian Freuding: Bundeswehr-General schlägt Alarm - Putin-Angriff auf Nato "durchaus plausibel"

Es ist eine dramatische Prognose, die Bundeswehr-Generalleutnant Christian Freuding aktuell trifft. Der Militärexperte warnt, dass Wladimir Putin die Nato noch vor dem Ende des Ukraine-Krieges angreifen könnte. Die Vorbereitungen für einen solchen Angriff laufen in Russland bereits auf Hochtouren.

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Generalleutnant Christian Freuding (r), Inspekteur des Heeres, und Christoph Huber, Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und Brigadekommandeur der Panzerbrigade 45 in Litauen. (Foto) Suche
Generalleutnant Christian Freuding (r), Inspekteur des Heeres, und Christoph Huber, Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und Brigadekommandeur der Panzerbrigade 45 in Litauen. Bild: Kay Nietfeld/dpa/dpa
  • Wladimir Putin könnte Nato vor Ende des Ukraine-Krieges angreifen
  • Bundeswehr-Generalleutnant Christian Freuding warnt vor Russland-Angriff
  • Militärexperte hält Nato-Angriff der Russen für "durchaus plausibel"

Heeresinspekteur Christian Freuding zeichnet ein alarmierendes Bild von Russlands Aufrüstung. Im Bundeswehr-Podcast "Generaldebatte" erklärte der Generalleutnant, dass Wladimir Putin sein Ziel von 1,5 Millionen Soldaten bereits verwirklicht habe. "Wir erleben beinahe im Monatstakt, wie Putin sehr inkrementell, scheibchenweise immer wieder eine Vergrößerung der Streitkräfte auch anordnet", so Freuding.

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Militärexperte schlägt Alarm - Russlands Aufrüstung schreitet dramatisch voran

Neben dem personellen Zuwachs baut Russland auch seine Rüstungskapazitäten massiv aus. Der Heeresinspekteur verwies auf die stark gestiegene Zahl russischer Drohnenangriffe auf Kiew und die wachsende Fähigkeit zur Herstellung von Raketen und unbemannten Flugkörpern. Als Beispiel nannte er die neuartigen Geran-Drohnen mit Jetantrieb, deren Einsatzrate sich allein zwischen Juli und August verdoppelt habe. Diese rasante Aufrüstung belege die enorme industrielle Leistungsfähigkeit des Landes. Sein Fazit fällt unmissverständlich aus: "Die russischen Streitkräfte sind quantitativ überlegen, sie sind qualitativ überlegen, sie sind technologisch adaptiv und sie sind kriegserprobt."

Bundeswehr-Generalleutnant warnt: Russlands Armee auf dem Vormarsch

Zusätzlich zur konventionellen Bedrohung beobachtet der Generalleutnant ein zunehmendes hybrides Vorgehen Moskaus gegen westliche Staaten. Als konkretes Beispiel führte er den gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig an. Doch Deutschland sei keineswegs das einzige Ziel: Auch in der Rüstungsindustrie Italiens, Bulgariens und Rumäniens sowie in den baltischen Staaten habe es verdächtige Zwischenfälle gegeben. Russland greife damit bereits jetzt über die Grenzen des eigentlichen Kriegsgebiets hinaus.

Wladimir Putin könnte Nato vor Ende des Ukraine-Krieges angreifen

Besonders brisant ist Christian Freudings Einschätzung zur unmittelbaren Bedrohung des Bündnisgebiets. Ein militärischer Schlag gegen Nato-Territorium sei durchaus ein realistisches Szenario – und zwar nicht erst nach einem Friedensschluss in der Ukraine. "Für mich ist daher durchaus plausibel, wenn wissenschaftlich diskutiert wird, dass ein Angriff gegen Nato-Territorium denkbar ist, nicht nach Beendigung eines Ukraine-Krieges, sondern zur Beendigung des Krieges in der Ukraine", warnte der Generalleutnant.

Warnung vor Putin-Angriff - Deutschland darf nicht länger Abwarten

Aus dieser Gefahrenanalyse leitet Freuding eine klare Forderung für Deutschland ab: Je ungewisser der Zeitpunkt einer möglichen Eskalation bleibe, desto dringlicher müsse die Bundeswehr ihre Einsatzfähigkeit hochfahren. Abwarten sei angesichts dieser Bedrohungslage keine Option.

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