Karoline Leavitt bei Fox News: Trumps Ex-Sprecherin steht für neuen Job als Heuchlerin am Pranger
Donald Trumps Wutausbruch gegen Fox News ist gerade erst verhallt, da vermeldet der Sender einen prominenten Neuzugang: Ex-Trump-Sprecherin Karoline Leavitt hat einen neuen Job ergattert und steht jetzt als Heuchlerin am Pranger.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Karoline Leavitt ergattert neuen Job nach Trennung vom Weißen Haus
- Ex-Sprecherin von Donald Trump heuert bei Fox News an - und sorgt für Eklat
- Karoline Leavitts neuer Posten als TV-Kommentatorin stellt Trumps Ex-Vertraute als Heuchlerin bloß
Donald Trumps jüngster Wutausbruch über "Fox News" war erst wenige Stunden her, als ausgerechnet dieser Sender einen prominenten Neuzugang verkündete: Karoline Leavitt, Trumps ehemalige Pressesprecherin, wird ab dem 1. November 2026 als TV-Kommentatorin für den konservativen Nachrichtenkanal arbeiten, berichtete unter anderem "The Daily Beast".
Karoline Leavitt hat nach der Trennung von Donald Trump einen neuen Job
Die 29-Jährige, die als jüngste Pressesprecherin in die Geschichte des Weißen Hauses einging, hatte ihren Posten erst im August 2026 niedergelegt. In einer Stellungnahme kündigte sie an, "die einzigartige Perspektive und Offenheit, die meine Zeit in der Trump-Regierung geprägt haben", in ihre neue Rolle einzubringen.
Fox-News-Chefin Suzanne Scott betonte gegenüber "Newsweek", Karoline Leavitts Erfahrungen im Weißen Haus und im Wahlkampf verschafften ihr "ein besonderes Verständnis der heutigen politischen Landschaft". Der Zeitpunkt der Bekanntgabe dürfte dennoch für hochgezogene Augenbrauen sorgen.
Donald Trump bekommt Wutausbruch wegen einstigem Lieblingssender Fox News
Denn erst am wenige Stunden zuvor hatte der Donald Trump seinen Unmut über Fox News in gewohnt ungehaltenem Stil kundgetan. Stein des Anstoßes: Der Sender hatte seine jüngsten Großveranstaltungen in Ohio, Alabama, Texas und Oklahoma schlicht ignoriert. "Traurig zu sehen, dass Fox & Friends (Sunday) nicht über unser ausverkauftes Haus und die unglaublich enthusiastische Rally berichtet, die gestern Abend in Ohio stattfand", wetterte Trump. Andere Sender würden seine Auftritte durchaus positiv aufgreifen – "wie verrückt!"
Offenbart witterte der Republikaner hinter der mangelnden Berichterstattung ein systematisches Problem. "Es ist der alte Unterstrom bei Fox News!", schimpfte er über das Netzwerk, das ihm sonst weitgehend wohlgesonnen gegenübersteht. Dass ausgerechnet in diesem aufgeladenen Klima eine seiner engsten ehemaligen Vertrauten beim Sender anheuert, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
Karoline Leavitt sprach sich gegen Homeoffice-Jobs aus - jetzt hat sie selbst einen
Pikant ist dabei nicht nur das Timing, sondern auch die Arbeitsbedingungen für Karoline Leavitt: Laut "Washington Post" lässt Fox News eigens ein Studio in Leavitts Zuhause in New Hampshire einrichten. Die ehemalige Pressesprecherin des Weißen Hauses wird ihre neue Tätigkeit also bequem aus dem Homeoffice erledigen. Das steht in bemerkenswertem Widerspruch zu ihrer bisherigen Haltung. Im Januar 2025 hatte Leavitt in einem offensiven Auftritt bei "Good Morning America" die von Trump angeordnete Rückkehr der Bundesangestellten ins Büro verteidigt. "Mitarbeiter sind produktiver und effizienter, wenn sie in einer Büroumgebung arbeiten, und genau das erwartet diese Regierung", erklärte sie damals Moderator Michael Strahan. Was für Hunderttausende Staatsbedienstete als alternativlose Pflicht galt, scheint für Leavitt selbst offenbar nicht zu gelten – zumindest nicht, wenn der Arbeitgeber bereit ist, das Studio nach Hause zu bringen.
Deshalb kam es zur Trennung von Karoline Leavitt und Donald Trump im Weißen Haus
Offiziell begründete Karoline Leavitt ihren Rückzug aus dem Weißen Haus mit dem Wunsch, mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen – insbesondere mit ihrer neugeborenen Tochter Vivian. "Mutter zu sein und ein Baby zu bekommen, während man in einem der anspruchsvollsten Jobs der Welt arbeitet, war die lohnendste und zugleich herausforderndste Phase meines Lebens", erklärte sie bei ihrem Abschied.
Hinter den Kulissen soll es allerdings weniger harmonisch zugegangen sein. Gerüchten zufolge rief Donald Trump Leavitt während ihrer Elternzeit unablässig an – was ihre Entscheidung zum Rücktritt maßgeblich beeinflusst haben soll. Ihre Stelle im Weißen Haus ist bis heute unbesetzt. Untätig ist Leavitt seit ihrem Abschied aus Washington keineswegs: Sie arbeitet laut "Page Six" an einem Buchvorschlag, der bereits mehreren Verlagen vorliegt, und kehrte zudem zum politischen Aktionskomitee MAGA Inc. zurück.
Job-Geschacher unter Donald Trump: Wer kam von Fox News ins Weiße Haus?
Karoline Leavitt ist indes nicht die erste, die Jobs sowohl im Weißen Haus als auch bei Fox News im Lebenslauf stehen hat. Bereits ihre Vorgängerin Kayleigh McEnany wechselte nach ihrer Zeit als Pressesprecherin zu Fox News, wo sie mittlerweile die Sendung "Saturday in America" moderiert. Trumps Schwiegertochter Lara Trump hat ebenfalls eine eigene Show beim Sender. Der Personalstrom fließt dabei in beide Richtungen: Verteidigungsminister Pete Hegseth, Verkehrsminister Sean Duffy und die frühere Fox-Moderatorin Jeanine Pirro – inzwischen US-Staatsanwältin für den District of Columbia – kamen allesamt vom Sender in die Regierung. Gleiches gilt für den stellvertretenden FBI-Direktor Dan Bongino, UN-Botschafter Michael Waltz, "Grenz-Zar" Tom Homan und Griechenland-Botschafterin Kimberly Guilfoyle. Insgesamt rekrutierte Trump laut "Newsweek" seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 mindestens 23 aktuelle oder ehemalige Fox-News-Mitarbeiter für seine Regierung.
Diese Rolle könnte Karoline Leavitt bei Fox News vor den Midterm-Wahlen spielen
Leavitts Engagement bei Fox News fällt in eine politisch heikle Phase: Die Midterm-Wahlen stehen bevor, bei denen sich entscheiden wird, wer künftig die Mehrheit im Kongress kontrolliert. Eine loyale Trump-Stimme im Programm des meistgesehenen konservativen Senders dürfte da kaum zufällig platziert sein.
Noch hat Fox News nicht verraten, wie oft Leavitt tatsächlich auf dem Bildschirm erscheinen wird. Offen bleibt auch, ob sich ihre Rolle als Kommentatorin mittelfristig zu einer festen Moderationsposition ausweiten könnte – ein Karriereweg, den vor ihr bereits mehrere ehemalige Trump-Mitarbeiter beim Sender eingeschlagen haben. Fest steht: Mit einem Jahresgehalt von 195.200 Dollar im Weißen Haus hat Leavitt bewiesen, dass sie sich in der Nähe der Macht wohlfühlt. Nun wechselt sie lediglich die Seite des Mikrofons.
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loc/news.de/stg
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