Donald Trump und Xi Jinping: Geschmacklos-Witz macht "The Don" zum "Gespött des Landes"

Sich über seine politischen Gegner lustig zu machen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen von Donald Trump - beim Staatsbesuch von Xi Jinping stellte Trump sein Läster-Talent erneut unter Beweis und hatte es auf seinen Vorgänger Joe Biden abgesehen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Beim Staatsbesuch von Xi Jinping prahlt der US-Präsident mit goldenem Prunk, der auf seine Anordnung hin am Weißen haus angebracht wurde. (Foto) Suche
Donald Trump bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Beim Staatsbesuch von Xi Jinping prahlt der US-Präsident mit goldenem Prunk, der auf seine Anordnung hin am Weißen haus angebracht wurde. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump im Läster-Modus bei Staatsbesuch von Xi Jinping
  • US-Präsident verunglimpft Joe Biden in Präsidentengalerie
  • "So typisch Trump": Republikaner macht sich zum "Gespött der ganzen Nation"

Wenn die gut 600 Tage, die seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident ins Land gezogen sind, eines mehrfach unter Beweis gestellt haben, dann die Tatsache, dass der Republikaner nicht nur mit einer regelrechten Besessenheit das Weiße Haus in ein nach seinen Vorstellungen gestaltetes goldglänzendes Kuriositätenkabinett umbauen lässt, sondern auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen seine politischen Gegner tritt.

Donald Trump verunglimpft Joe Biden in Präsidentengalerie mit Autopen-Foto

Beide Vorlieben kombinierte Donald Trump in einer Fotogalerie, die seit Herbst 2025 den Kolonnadengang des Weißen Hauses ziert und Portraits aller US-Präsidenten in goldenen Rahmen vereint. Dass Donald Trump seinen Amtsvorgängern dabei nicht den gebührenden Respekt entgegenbringt, zeigt der Rahmen, in dem sich das Foto des 46. US-Präsidenten befinden sollte.

Anstelle eines Portraitfotos von Joe Biden ließ Trump die Aufnahme einer als Autopen bezeichneten Signierhilfe einrahmen - ein persönlicher Tiefschlag gegen den Demokraten, dem Trump immer wieder vorwarf, für das Präsidentenamt zu gebrechlich gewesen zu sein und deshalb offizielle Papiere nicht eigenhändig, sondern per Autopen unterzeichnet zu haben.

Donald Trump lästert auf Joe Bidens Kosten mit Xi Jinping

Dass sich Donald Trump auch ein Jahr nach der Galerie-Enthüllung noch diebisch über seinen Biden-Spott freut, stellte der Republikaner beim Staatsbesuch von Xi Jinping in den USA unter Beweis. Als Trump den chinesischen Staatspräsidenten durchs Weiße Haus führte, durfte auch der "Walk of Fame" mit den Präsidenten-Portraits nicht fehlen. Während Trump und Xi von Kameras begleitet wurden, setzte der 80-Jährige erneut zum Tiefschlag an und machte seinen chinesischen Gast explizit auf das Autopen-Gemälde aufmerksam. Von seinen Gefolgsleuten erntete Trump dafür ebenso wie von Xi höfliches Gelächter - weniger witzig fanden die Trump-Kritiker des Social-Media-Accounts "Republicans Against Trump" die Szene, wie ein Post in den sozialen Netzwerken zeigt.

US-Präsident wird zum "Gespött des ganzen Landes": "So typisch Trump"

"Xi Jinping lacht, als Trump ihm das Biden-Autopen-Foto zeigt", beschrieben die "Republicans Against Trump"-Macher ihr hochgeladenes Video und fügten hinzu: "Trump ist das Gespött des ganzen Landes". Für ihre scharfe Kritik an Trumps Lästereien bekamen die Kritiker des Präsidenten viel Zustimmung von Gleichgesinnten:

  • "Dieser verdammte orangene Clown versteht nicht, dass er sein eigenes Land und das Präsidentenamt selbst verunglimpft, wenn er seinen Amtsvorgänger verspottet - vor allem vor politischen Gegnern."
  • "Dieser Verräter gehört seines Amtes enthoben, verurteilt und an eine Toilette gekettet, bevor man ihn zwingt mit anzusehen, wie jede seiner grauenhaften Veränderungen des Weißen Hauses dem Erdboden gleichgemacht wird."
  • "Präsident Xi, ein erbitterter Gegner amerikanischer Werte, Kultur und militärischer Macht, lacht über den dummen Trump, nicht mit ihm."
  • "Es ist so typisch Trump, einen Kommunisten-Diktator mit Beleidigungen eines früheren US-Präsidenten zu unterhalten. Wirklich, wirklich erbärmlich..."

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