Donald Trump: "The Don" verliert den Faden nach verwirrender Lieblings-Anekdote
Sobald Kameras auf ihn gerichtet sind, kommt Donald Trump aus dem Schwadronieren nicht mehr heraus. Nun gab der US-Präsident erneut eine haarsträubende Anekdote zum Besten, die bizarrer kaum sein könnte.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump verliert sich in hanebüchenen Behauptungen bei Pressetermin
- US-Präsident schwadroniert von Elektrobooten, Haien und Stromschlägen
- "Ich wähle den Stromschlag!" Donald Trump verstört Zuhörer im Rosengarten des Weißen Hauses
Vermutlich jeder kennt mindestens eine Person, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen unterhaltsamen Schwank auf der eigenen Jugend hervorkramt, die einfach immer wieder erzählt werden müssen. Wenn diese Person jedoch Donald Trump heißt, gleiten eben jene Anekdote nicht selten ins Bizarre ab - vor allem eine Begebenheit lässt der US-Präsident nur zu gerne Revue passieren und trägt sie immer wieder vor, egal wie stark das Stirnrunzeln bei seiner Zuhörerschaft auch sein mag.
Donald Trump verstört Zuhörer (schon wieder) mit wirrer Hai-Stromschlag-Anekdote
Am 17. September 2026 wurde Donald Trump einmal mehr die große Bühne geboten, als bei einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses alle Augen auf den 80-Jährigen gerichtet waren. Donald Trump ergriff die Gelegenheit beim Schopfe und grub eine altbekannte Geschichte aus, die seit Jahren für Kopfschütteln sorgt. Eigentlich ging es um neue Verordnungen zu Jagd und Fischerei – doch Trump Donald landete wie von selbst bei seiner berüchtigten Anekdote über Elektroboote, Stromschläge und Haie.
US-Präsident wiederholt irritierende Elektroboot-Geschichte seit Jahren
Die Geschichte hatte der damalige Präsidentschaftskandidat erstmals im Herbst 2023 zum Besten gegeben und sie anschließend auf zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen wiederholt. Mehr als zwei Jahre später servierte er sie nun erneut – diesmal nicht vor jubelnden Anhängern auf einer Rallye, sondern als amtierender Präsident im Garten des Weißen Hauses, wie "The Daily Beast" berichtet. Doch die wirre Hai-Erzählung war nicht der einzige bemerkenswerte Moment des Auftritts: Trump verhedderte sich zudem in konfusen Aussagen über Entenjäger.
Das ist Trumps Lieblingsgeschichte über Haie, Stromschläge und Elektroboote
Laut eigener Darstellung habe Trump einen mittelgroßen Bootshersteller gefragt, was die größte Herausforderung bei Elektrobooten sei. Die Antwort: das enorme Gewicht der Batterien. Daraufhin wollte Trump wissen, ob man bei einem Leck im Boot einen Stromschlag erleiden würde. "Er sagte: 'Wissen Sie, diese Frage hat mir noch nie jemand gestellt'", gab der Präsident die angebliche Reaktion des Herstellers wieder.
Dann kam Trumps Lieblingsfrage: "Wenn ich also in einem Elektroboot sitze und sehe, wie es untergeht und das Wasser reinströmt, ich also weiß, dass ich einen Stromschlag bekomme, aber fünf Meter entfernt Haie sind – nehme ich den Stromschlag oder gehe ich mit den Haien schwimmen?" Seine Antwort fiel eindeutig aus: "Ich nehme den Stromschlag, okay? Ich nehme den Stromschlag." Der Bootsbauer habe darauf nur erwidert: "Keine Ahnung."
Trump: "If I'm in an electric boat and I see I'm going down and the water is pouring in, so I know I'm going to be electrocuted, but 5 yards away there are sharks. Do I take the electrocution or do I go swimming with the sharks? I'll take the electrocution." pic.twitter.com/3dw9ehNeet
— Aaron Rupar (@atrupar) September 17, 2026
Donald Trump verliert den Faden - diese Ansprache endet im Fiasko
Trump selbst machte diesmal keinen Hehl daraus, dass er die Anekdote recycelt. "Erinnert ihr euch? Ich habe das im Wahlkampf immer gesagt, es hat die Presse verrückt gemacht, aber die Leute fanden es irgendwie amüsant", erklärte er seinem Publikum. Die Chronologie der Wiederholungen reicht bis Oktober 2023 zurück, als Trump die Geschichte erstmals bei einem Auftritt in Iowa erzählte – angeblich nur einen Monat nach dem besagten Gespräch mit einem Bootshersteller aus South Carolina. Im November 2023 folgte eine Version in Houston, wo er zuvor über elektrische Panzer für die Armee gesprochen hatte, bevor er abschweift. Im Juni 2024 präsentierte er sie einem Publikum in Las Vegas, im Juli desselben Jahres in Grand Rapids, Michigan – bei seiner ersten gemeinsamen Rallye mit dem späteren Vizepräsidenten JD Vance. Als Medien die Geschichte kritisierten, konterte Trump im Juni 2024: "Das ist eigentlich nicht verrückt. Es ist eine ziemlich kluge Geschichte, oder?"
Was will Trump hier sagen? Gestammel über Entenjäger gibt Rätsel auf
Die Hai-Anekdote war nicht der einzige Moment, der für Stirnrunzeln sorgte. Beim Thema Entenjagd geriet der Präsident in ein sprachliches Durcheinander, das selbst für Trumps Verhältnisse den Rahmen sprengte. "Und wir unterstützen auch nachdrücklich eure Entenjäger", begann Trump, nur um sich sofort zu verheddern: "Das Entenjäger-Jäger-Ding ist eine große Sache." Was folgte, war ein kaum nachvollziehbarer Gedankengang: "Und sie kamen zu uns und trafen sich mit meinen Leuten und sie kamen zu mir, meine Leute, und, äh, wir sind voll und ganz für unsere Entenjäger." Dann schwenkte Trump zu einer gewagten Behauptung über seine Beliebtheit in dieser Wählergruppe: "Ich höre, ich habe 100 Prozent der Entenjäger-Stimmen bekommen, richtig? Wenn es 150 gewesen wären, hätte ich 150 Prozent bekommen. Ich meine, die Konkurrenz war nicht so hart."
Trump: The duck hunters thing is a big deal. Who would think that's a big deal, but I hear I got 100% of the duck hunters vote, right? What did they get there, 100? If there was 150, I would’ve gotten 150%. pic.twitter.com/DdEjDW6A5M
— Acyn (@Acyn) September 17, 2026
Deshalb ist Donald Trump seit Jahren von Haien besessen
Die Faszination des Präsidenten für das Thema Haie – wenn auch eine durchweg negative – ist keineswegs neu. Bereits im Jahr 2013 teilte Trump auf Twitter mit: "Tut mir leid, Leute, ich bin einfach kein Fan von Haien. Und keine Sorge, die werden noch lange nach uns da sein." Auch die damalige Trump-Kampagne hatte sich schon 2024 gegen die mediale Kritik an der Elektroboot-Geschichte gewehrt. Sprecherin Karoline Leavitt erklärte damals gegenüber der "Washington Post", die Zeitung sei "eine erbärmliche Institution, die das Papier nicht mehr wert ist, auf dem sie gedruckt wird", und solle sich schämen, über sinkende Boote zu berichten, "wenn unser Land unter Joe Biden und Kamala Harris' gescheiterter Führung untergeht".
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loc/news.de/stg
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