"Wie läuft es mit Ebola?": Donald Trump kanzelt Reporterin nach pikanter Frage dreist ab
Bei seinen Pressekonferenzen im Weißen Haus wird Donald Trump regelmäßig mit Fragen internationaler Journalisten konfrontiert - als der US-Präsident nun auf den blutigen Krieg im Kongo angesprochen wurde, wechselte "The Don" das Thema mit einer flapsigen Bemerkung, die für Wirbel sorgte.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump brüskiert Journalistin mit respektloser Gegenfrage
- US-Präsident weicht Frage über Krieg in Afrika mit Ebola-Bemerkung aus und offenbart Unwissenheit
- Wirrer Themenwechsel und flapsige Trump-Bemerkung schürt Aufschrei im Netz
Als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika müsste Donald Trump nicht nur über die Entwicklungen in den USA bestens Bescheid wissen, sondern auch bezüglich globaler Ereignisse im Bilde sein - dass genau das Gegenteil der Fall ist, stellte der 80-jährige Republikaner bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus unter Beweis. Einmal mehr trat Trump ins Fettnäpfchen, als er auf die Frage einer Reporterin mit einem verstörenden Themenwechsel quittierte und eine flapsige Antwort gab, die in den sozialen Netzwerken für Wirbel sorgte.
Donald Trump mit Kriegswirren in Afrika konfrontiert - plötzlich wechselt "The Don" das Thema
Bei seinen Fragerunden mit internationalen Medienvertretern wird Donald Trump im Oval Office mehrmals wöchentlich mit Fragen zu kunterbunten Themen konfrontiert, die nicht allein US-Politik betreffen. Bei einer Ende September stattfindenden Pressekonferenz wurde der Journalistin Hariana Verás das Wort erteilt, die Donald Trump mit Berichten über anhaltende Gewalt und mutmaßliche Verstöße Ruandas gegen ein Friedensabkommen konfrontierte. Doch anstelle einer sachlichen Antwort wechselte der US-Präsident unvermittelt das Thema und fiel mit einer unpassenden Gegenfrage aus dem Rahmen.
Donald Trump weicht Frage zum Krieg in Afrika mit Ebola-Bemerkung aus
Fünf Worte genügten, um Donald Trump erneut in die Schlagzeilen zu katapultieren: "Wie läuft es mit Ebola?", entgegnete der US-Präsident der in den USA ansässigen Journalistin aus Angola auf ihre Frage zum bewaffneten Konflikt im Kongo. Die Szene wirkt wie ein Brennglas für den Umgang der US-Regierung mit der afrikanischen Katastrophe: Seit Mitte Mai erlebt die Demokratischen Republik Kongo die zweitschwerste Ebola-Epidemie der Geschichte mit über 8.000 bestätigten Infektionen und knapp 4.000 Toten. Das Virus breitet sich weiter mit einer Geschwindigkeit aus, die laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC bei keinem früheren Ausbruch vergleichbar war. Gleichzeitig hat Trumps Regierung Hilfsgelder für Afrika zusammengestrichen.
Trump asks an African reporter, "how is ebola going?" pic.twitter.com/2ph4Whw5oV
— Aaron Rupar (@atrupar) September 28, 2026
DR Kongo erlebt zweitgrößte Ebola-Epidemie aller Zeiten – und kein Ende in Sicht
Die Zahlen aus dem Krisengebiet könnten erschütternder kaum sein: Bis zum 26. September registrierten die kongolesischen Gesundheitsbehörden 8.067 laborbestätigte Ebola-Infektionen. 3.901 Menschen starben an der hochansteckenden Krankheit, 2.070 gelten als genesen. Derzeit befinden sich 773 Erkrankte in Isolation oder Behandlung, verteilt auf sieben Provinzen des zweitgrößten Landes Afrikas. Damit hat der seit Mitte Mai bekannte Ausbruch bereits jetzt historische Dimensionen erreicht. Nur die verheerende Epidemie in Westafrika zwischen 2014 und 2016 forderte mehr Opfer. Besonders beunruhigend: Nach Einschätzung von Africa CDC hat sich das Virus in keinem früheren Ausbruch innerhalb eines vergleichbaren Zeitraums derart rasant verbreitet. Die Epidemie wächst also nicht nur – sie beschleunigt sich mit einer Dynamik, die selbst erfahrene Seuchenexperten alarmiert.
Immerhin gibt es einen Lichtblick: In der nordostkongolesischen Provinz Ituri, einem der Epizentren der Seuche, gingen die Fallzahlen innerhalb von drei Wochen um 25 Prozent zurück. Doch die Erleichterung währt nur kurz – in der benachbarten Provinz Nord-Kivu schnellten die Infektionen im selben Zeitraum um 56 Prozent nach oben. Der Grund liegt nicht nur in der Biologie des Virus, sondern auch in der Geografie des Krieges. Rund 100 bewaffnete Gruppen operieren in Nord-Kivu, wo es laut den Vereinten Nationen zuletzt wieder zu heftigen Gefechten und massenhafter Vertreibung kam. Die Gewalt hält viele Menschen davon ab, rechtzeitig medizinische Hilfe zu suchen – mit fatalen Folgen für Krankheitsverlauf und Sterblichkeit. Auch die Kontaktverfolgung bleibt massiv unzureichend: Statt der von Africa CDC empfohlenen 60 Kontakte pro Ebola-Fall werden derzeit nur etwa 20 nachverfolgt.
Donald Trump offenbart Unwissenheit über Ebola-Krise und kanzelt Reporterin ab
Der Austausch im Oval Office offenbart, wie wenig Raum die Krise im Weißen Haus einnimmt. Verás, die erste akkreditierte afrikanische Journalistin im Weißen Haus, hatte Trump zunächst für seine Vermittlung zwischen den Präsidenten des Kongo und Ruandas gelobt – ein Abkommen, das im Dezember und erneut im März geschlossen wurde, bislang aber kaum Wirkung zeigt. Mehr als sieben Millionen Menschen sind durch die Gewalt vertrieben worden.
Als Verás berichtete, sie sei erst vor einem Monat selbst im Kongo gewesen und habe Beweise für anhaltende Tötungen, wich Trump auf Ebola aus. Verás erklärte, der Ausbruch sei laut WHO-Chef "unter Kontrolle", das Land brauche aber weiterhin Unterstützung. Trumps Antwort: "Ich werde dafür sorgen, dass es klappt." Dann wandte er sich dem nächsten Journalisten zu. Seine Regierung hat derweil Finanzmittel gekürzt, die afrikanischen Bemühungen zur Eindämmung der Seuche hätten zugutekommen können, wie "Yahoo News" berichtet.
Aufschrei im Netz nach Donald Trump Ebola-Themenwechsel
In den sozialen Netzwerken blieb der Zwischenfall nicht unkommentiert. Unter dem von Aaron Rupar geposteten Videoclip des Wortwechsels türmten sich binnen kurzer Zeit empörte Reaktionen auf Donald Trumps Anmerkung auf:
- "Sein heutiges Toupet muss sehr schwer sein, es quetscht sein schläfriges winziges Hirn zusammen."
- "Es ist atemberaubend, wie abgestumpft wir im Bezug auf Handlungen dieses Mannes geworden sind. Ich hätte ihn sofort aus meinem Haus geworfen, wenn er so rüpelhaft gewesen wäre."
- "Sie hätte ihn fragen sollen, was seine Demenz macht."
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loc/news.de/dpa/stg
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