25.10.2017, 15.54 Uhr

Henkel-Konzern: Das ist die Geschichte hinter Persil, Pril, Perwoll und Co.

Was haben die bekannten Marken Persil, Pril, Perwoll, Pattex oder Schwarzkopf gemein? Sie alle gehören zum Henkel-Konzern, der auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. Wie die Anfänge des Imperiums aussahen, erfahren Sie hier.

Der Henkel-Konzern, der seinen Sitz in Düsseldorf hat, brachte bekannte Marken wie Pril, Persil, Schwarzkopf oder Pattex hervor. Bild: Jan-Philipp Strobel / picture alliance / dpa

In kaum einem Haushalt fehlen sie, die vielfältigen Produkte aus dem Hause Henkel: Neben Reinigungs- und Waschmitteln wie Persil, Pril, Weißer Riese oder Somat stammen auch Klebstoffe wie Pattex oder Pritt sowie Kosmetika der Marken Schwarzkopf, Schauma, Taft oder Diadermine von dem Konzern, der seinen Firmensitz seit der Gründung 1876 in Düsseldorf hat. Was seinen Anfang als bescheidene Waschmittelfabrik nahm, ist heute ein Global Player mit mehr als 51.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 18,7 Milliarden Euro.

Henkel-Gründer Friedrich Karl Henkel hat sein Unternehmen mit Waschmittel aufgebaut

Gegründet wurde die Firma Henkel im Herbst 1976 in Aachen, wo Friedrich Karl Henkel (1848 - 1930), auch genannt "Fritz", Waschmittel herstellte. Wenige Monate später siedelte das Unternehmen nach Düsseldorf über, wo Fritz Henkel mit seiner Firma bereits im zweiten Jahrzehnt seines Bestehens Umsätze in Millionenhöhe erzielte und das Unternehmen rasch expandierte. Fritz Henkel tat sich jedoch nicht nur als gewiefter Unternehmer hervor, sondern machte sich zeitlebens auch für seine Mitarbeiter stark. So ließ der Gründer des Henkel-Konzerns ein Erholungsheim für seine Arbeiter bauen und gründete einen Fonds, der seine Angestellten und deren Familien finanziell unterstützen sollte.

Mit den Marken Persil, Pril, Spee und Bref sorgt Henkel für Sauberkeit im Haushalt

Der durchschlagende Erfolg des Waschmittels aus dem Hause Henkel dürfte der praktischen Packungsgröße zuzuschreiben gewesen sein - während man Waschpulver bis dato nur lose zu kaufen bekam, vertrieb die Firma Henkel ihren Reiniger in den noch heute bekannten Waschpulverpackungen. 1907 bekam das Erfolgsprodukt den Namen "Persil" und wurde als "erstes selbsttätiges Waschmittel der Welt" angepriesen. Inzwischen sorgen auch Henkel-Marken wie Spee, Fewa, Perwoll, Vernel oder Bref für Sauberkeit im Haushalt

Henkel-Gründer revolutionierte die Marktwelt mit DIESEN Neuerungen

Allerdings erwies sich Henkel auch in anderen Bereichen als Vorreiter. Mit der Marke Ata eroberte Henkel ab den 1920er Jahren den Putzmittelsektor, in den 1950er Jahren expandierte Henkel im Beauty-Segment und nahm die Produktion von Haarfärbemitteln auf. Mitte der 1950er Jahre sorgte Henkel erneut für Aufsehen, als einer der ersten Werbespots im deutschen Fernsehen die Henkel-Seife der Marke Fa bewarb. 1969 schließlich revolutionierte Henkel den Klebstoffmarkt, als der Klebestift Pritt präsentiert wurde - inzwischen ist der Kleber wie viele andere Produkte aus dem Hause Henkel nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken.

Diese Produkte und Marken gehören heute zum Konzern Henkel

Doch nicht nur saubere Wäsche, auch die persönliche Hygiene ist inzwischen ein Aushängeschild der Firma Henkel. 1995 wurde die Marke Schwarzkopf Teil des Henkel-Konzerns, der auch die bekannten Kosmetikmarken Gliss Kur, Schauma, Taft, Syoss oder Diadermine vereint. Als drittes Standbein hat sich Henkel auf Klebstoffe spezialisiert und führt erfolgreich die Marken Pattex, Metylan, Pritt oder Tangit.

Henkel-Clan und sein Vermögen heute: Simone Bagel-Trah ist die Frau an der Spitze des Konzerns

Noch heute ist Henkel nicht nur ein weltweit agierendes Unternehmen, sondern auch ein Familienbetrieb. Als Aufsichtsratsvorsitzende fungiert Simone Bagel-Trah, eine Ur-Ur-Enkelin von Firmengründer Fritz Henkel. Der Henkel-Clan gehört nach wie vor zu den einflussreichsten und wohlhabensten Unternehmerfamilien Deutschlands; im vergangenen Jahr rechnete "Wirtschaftswoche" das Vermögen der Henkels, die rund 61 Prozent der Firmenanteile besitzen, auf rund 30 Milliarden Euro hoch.

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loc/kad/news.de

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