Die C&A Gründer-Geschichte: Kinderarbeit und Ausbeutung! 187 Jahre altes Modehaus muss Kritik hinnehmen

Wer denkt Modeketten rund um den Globus sind eine Erfindung der Neuzeit, der irrt gewaltig. Zwei Brüder gründeten ein erfolgreiches Modehaus, dessen Grundstein sogar schon im 17. Jahrhundert gelegt wurde.

C&A ist eines der ältesten Modehäuser der Welt. Bild: dpa

Den Ursprung hat das Modehaus C&A in Mettingen, einer kleinen Stadt an der niederländischen Grenze mit weit über 2000 Filialen rund um die Welt. Zwei deutsche Brüder wollten sich lediglich einen kleinen Nebenerwerb sichern, daraus entstand dann das heutige börsendotierte und millionenschwere Unternehmen.

Gegründet 1841: Die Geschichte von C&A

Schon Generationen bevor die beiden Gründer Clemens und August Brenninkmeijer ihr Modeimperium erschufen, zog es die Ahnen vom Familienhof nach Holland, um dort als Händler ihr Geld zu verdienen. Doch erst 150 Jahre später, nämlich 1841 gründeten die Brüder August und Clemens Brenninkmeijer in den Niederlanden eine Textilfirma: C&A Brenninkmeijer, benannt nach den Anfangsbuchstaben der Brüder.

Pioniergeist von August und Clemens Brenninkmeijer ließ C&A wachsen

Sie arbeiteten zuverlässig und erlangten schon bald einen verlässlichen Ruf. August und Clemens Brenninkmeijer konnten 1860 ein erstes Ladengeschäft eröffnen. Und viele weitere folgten in den kommenden Jahren. Die Erfindung der Nähmaschine ermöglichte es Clemens und August Brenninkmeijer, ein Kleidungsstück in verschiedenen Größen anzubieten. Den Unternehmergeist der Brüder August und Clemens übertrug sich auf die nachfolgenden Generationen.

C&A macht Mode von der Stange zum kleinen Preis

Ob Kleidung von der Stange zu günstigen Preisen, Umtauschrecht, Werbung oder moderate Arbeitsbedingungen. C&A war Vorreiter für viele Neuentwicklungen im Bereich des Warenhaushandels. Nach den Weltkriegen musste C&A völlig neu aufgebaut werden und expandierte fortan in Europa und der Welt als C&A Mode GmbH. Erst später wurde die Mode GmbH zur börsendotierten Kommanditgesellschaft.

C&A muss sich harter Kritik stellen

Wer so günstig Mode verkauft, da kann doch nicht alles mit rechten Dingen zugehen. In den letzten Jahrzehnten sah sich C&A immer wieder mit schlimmen Vorwürfen konfrontiert: Ausbeutung, Kinderarbeit oder auch die Verwendung krebserregender Stoffe. Stück für Stück beteuerte C&A die Änderung der Missstände, doch bei vielen ist die Skepsis geblieben. Trotzdem ist C&A eines der umsatzstärksten Modehäuser weltweit.

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koj/kad/news.de

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