25.10.2018, 10.29 Uhr

"Die Höhle der Löwen" 2018 bei Vox: Geplatzt! Diese Deals endeten in einem Fiasko

Das gab es bislang auch noch nicht: Obwohl sämtliche Löwen einem Gründer-Duo Unverschämtheit unterstellten, sprang am Ende ein Deal für sie heraus. Doch jetzt stellt sich heraus, dass es bei zwei Deals ein übles Nachspiel gab.

Starke Idee, vergurkter Pitch: Die Gründer von "Curaluna" sorgten für fauchende Löwen. Bild: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer/spot on news

Die neue Folge von "Die Höhle der Löwen" hat augenscheinlich eine verkehrte Investoren-Welt geboten. Zwei "unverschämte" Gründer bekommen einen Deal, während ein "perfekter Auftritt" unbelohnt bleibt? Doch zumindest nach der Sendung gab es für einige Gründer ein böses Erwachen.

"Die Höhle der Löwen" 2018: Judith Williams und Dagmar Wöhrl haben ein Herz für Häschen

Gleich zu Beginn wurde es knuffig, aber auch ein wenig unappetitlich. Mit "Sanilu Clean" sollen künftig alle Gehege und Ställe von Kleintieren von Urinstein und Co. gesäubert werden. Zumindest, wenn es nach den Erfindern ginge. "Kleintiere sind ein Milliarden-Markt", so Frank Thelen (43), der Hasen-Rückstände aber dennoch nicht als seine Investoren-Baustelle ansah und ausstieg. "Mitleid ist nicht die Basis für einen Venture-Capitalist", schob Carsten Maschmeyer (59) sympathisch nach und machte ebenfalls die Biege. Und weil selbst Allzweckwaffe Ralf Dümmel (51) nicht überzeugt war, lag es schließlich an den tierlieben Löwinnen Judith Williams (46) und Dagmar Wöhrl (64), den Deal einzutüten.

"Sanilu Clean"-Deal bei DHDL im Nachgang geplatzt

Doch was in der Sendung zunächst wie eine sichere Nummer aussah, entwickelte sich im Nachgang zum Desaster. Wie "Bild" berichtet, ließ Judith Williams den Deal mit den "Sanilu Clean"-Erfindern im Nachgang platzen. Gründerin Sandra Arnold gegenüber "Bild": "Von Judith Williams bekamen wir dabei praktisch keine Unterstützung, freuen uns aber auf eine eventuelle Zusammenarbeit in der Zukunft." Immerhin soll Dagmar Wöhrl den Gründern mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.

Tolle Idee, schlechter Pitch - Unverschämtes Windelwechsel-Start-up "Curaluna" bekommt einen Wut-Deal

Gleiche Thematik, anderer Anwendungsbereich: Die Macher von "Curaluna" haben einen Sensor erfunden, der künftig Eltern oder Pflegern von dementen Menschen per App darüber informieren soll, dass es Zeit für einen Windelwechsel ist. Tolle und hehre Idee, befanden alle Löwen - dumm nur, dass der klassische Vorführeffekt eintrat und der Sensor beim Test auch bei Investoren ansprang, die sich überhaupt nicht "in die Hose gemacht haben". Kein funktionierendes Produkt, keine Aufträge, eine viel zu hohe Bewertung - "unverschämt", befanden die Löwen unisono. Und dennoch: Trotz Wut im Bauch reichte Maschmeyer die Investoren-Pfote, welche die Gründer dankend annahmen.

Carsten Maschmeyer zieht sich aus "Curaluna"-Deal zurück

Doch auch für die Gründer hinter "Curaluna" sollte der Auftritt bei "Die Höhle der Löwen" kein gutes Ende nehmen. Laut "Bild" kam es im Anschluss zu Unstimmigkeiten mit "Löwe" Maschmeyer. Der zeigte sich im Nachgang plötzlich gar nicht mehr überzeugt von dem Produkt und zog die Notbremse. Das "Curaluna"-Team will vorerst allein weitermachen.

Gut für Kinder und Löwen: DHDL-Birkensaft von ÖselBirch

Weg von Ausscheidungen, hin zum Gegenteil. Unter dem Namen "ÖselBirch" hat die gebürtige Estländerin Anne-Liis Theisen (27) Birkensaft in verschiedenen Geschmacksrichtungen mitgebracht. Das sei nicht nur "gut für Kinder und Löwen", sondern in ihrer Heimat auch schon ein Renner. Tatsächlich schienen sämtliche Investoren auf den Geschmack gekommen ("After Eight mit Brause!"), einen großen Haken gab es aber an dem angepriesenen Saft: Nur zwei Wochen im Jahr könne dieser auch gewonnen werden, nach dem Winter und während der Schneeschmelze. Obwohl der Auftritt von vorne bis hinten stimmte, komplimentierten sich alle Löwen daher aus einem potenziellen Deal heraus.

Tierische Tiefenentspannung dank Hochfrequenz vonRelaxoPet

Noch einmal tierisch wurde es beim Produkt "RelaxoPet". Damit will der Hypnosetherapeut Frank Bendix (51) künftig bei Hunden, Katzen, Vögeln und Pferden durch beruhigende, hochfrequente Töne für Tiefenentspannung sorgen. Bereits ein beachtlicher Umsatz, nachgewiesener Effekt und ein gigantischer Markt - kein Wunder, dass sich gleich zwei Löwen um einen Deal zofften. Und obwohl Dümmel fünf Prozent mehr verlangte, entschied sich "Herzmensch" und "Einzelkämpfer" Bendix für ihn.

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Tracktics kümmert sich um König Fußball und wird ohne Deal nach Hause geschickt

Zu guter Letzt ging es dann noch um die zweitschönste Nebensache der Welt - König Fußball! "Tracktics" soll auch Hobby- und Amateur-Kickern die Möglichkeit geben, die eigene Laufleistung und Sprints zu tracken und diese Daten mit anderen Usern kompetitiv zu messen. Die Begeisterung bei den Löwen hielt sich in Grenzen, ganz am Ende kam Georg Kofler (61) aber noch mit einem Deal um die Ecke. Statt den gebotenen 8 Prozent wollte er aber 35 abbeißen - ein zu hungriger Löwe, befanden die Gründer von "Tracktics" und schlugen das Angebot ohne Bedenkzeit aus. Wer nicht will, der trackt schon.

"ProtectPax", den flüssige Displayschutz für Handys bekannt aus "Die Höhle der Löwen", gibt es hier zu kaufen.

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