FC Bayern München: So kam Benatias Gehaltszettel ins Internet

Erneut kamen intime Gehalt-Details des FC Bayern München an die Öffentlichkeit. Dieses Mal traf es den Marokkaner Medhi Benatia. Doch wie konnte das passieren?

Wechselte 2014 vom AS Rom zum FC Bayern München : Medhi Benatia Bild: dpa

Im Millionengeschäft "Fußball" wird fast täglich über Ablösesummen und Gehälter diskutiert. Mittlerweile erreichen diese Summen fast astronomische Höhen. Doch jetzt kamen beim FC Bayern München intime Details wie Steuer-ID, Privat-Adresse und Kontonummer an die Öffentlichkeit. Der Betroffene: Medhi Benatia (28).

Wie kam der Gehaltszettel ins Netz?

Die Gehaltsabrechnung mit den vertraulichen Informationen des FCB-Verteidigers wurde mit dem Instant-Messaging-Dienst "WhatsApp" verschickt und seitdem mehrfach weitergeleitet und ins Internet gestellt. "Wir ermitteln wegen Verstoßes gegen das Datenschutz-Gesetz", erklärt Polizeisprecher Oliver Timper gegenüber der "BILD". Doch wie kann so etwas passieren?

Die Gehaltsabrechnung lag im Handschuhfach

Angeblich soll das Bild entstanden sein, als sich Benatia mit dem FC Bayern im Trainingslager in Katar aufhielt. Der marokkanische Nationalspieler behauptet, dass er "die Gehaltsabrechnung für November 2015 (333 400 Euro Grundgehalt) gefaltet im Handschuhfach seines Audis deponiert" habe, berichtet die "BILD". Und in der Tat ist auf dem im Netz kursierenden Foto am rechten Bildrand ein Schaltknüppel zu sehen. Auf der linken Seite des Bildes ein Daumen der linken Hand.

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War es ein Rache-Akt?

Medhi Benatia ist im Trainingslager in Katar und eine unbekannte Person fotografiert seinen Gehalts-Scheck. War es womöglich ein Rache-Akt einer verflossenen Herzensdame? Wie die "Bild" berichtet sei das Auto laut den Ermittlungen der Polizei unbeschädigt. "Von Einbruch ist nicht die Rede", so Timper. Demnach müsse die vermeintliche Dame Zugang zum Audi des Verteidigers gehabt haben.

Der Schaden ist immens - vor allem für den Klub

Nichtsdestotrotz ist der Schaden für den FC Bayern München immens. Denn es ist nicht das erste Mal, dass derartige Infos an die Öffentlichkeit kommen. Bereits 2013 konnte man eine detaillierte Gehaltsaufstellung des Österreichers David Alaba (23) im Internet finden. Und mit diesen Informationen über Grundgehälter und Prämien haben Spieler-Berater und andere Klubs einen unschätzbaren Vorteil im Transferpoker.

Und auch innerhalb des Teams könnte es zu Unruhen kommen. Wenn die Profis ihre Gehälter vergleichen, könnte der eine oder andere neidisch werden. So soll auch Arturo Vidal seine Abrechnung in der Kabine liegen gelassen haben. Die Mitspieler bekamen so Einblick und erfuhren das Grundgehalt und Prämien des Chilenen.

Ab jetzt mit der Post

Laut Informationen der "Bild" reagierte der Rekordmeister auf den Vorfall und lässt von nun an alle Gehaltsabrechnungen mit einem Kurier direkt zu den Profis nach Hause bringen, anstatt sie in der Kabine zu verteilen.

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ruc/Ife/news.de

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