17.12.2015, 09.52 Uhr

Todesurteil Achselhaar: So wählt ISIS seine Kindersoldaten

Neben weltweitem Terror und wahnsinnigen Hinrichtungsmethoden an "Ungläubigen" macht die Terrormiliz Islamischer Staat auch vor Kindern nicht halt. Ein Zehnjähriger soll nun verraten haben, wie die Terroristen ihre Kindersoldaten auswählen. Das Zugangskriterium: Achselhaar.

Junger Krieger: Vor allem in Afrika werden bei Bürgerkriegen immer wieder Kindersoldaten eingesetzt. Dass der IS auf Kinder als Waffen setzt, ist jedoch längst keine Neuigkeit mehr. Bild: dpa

Denn wie "oe24.de" den zehnjährigen Achmed zitiert, würden nur Kinder genommen, die noch keine Haare unter den Achseln haben. Der Grund: Kinder mit Achselhaar werden von den Milizen des Islamischen Staates (IS) offenbar als zu alt angesehen, um sie einfach zu manipulieren.

Als der Junge zusammen mit weiteren Kindern in die Fänge der Terroristen geriet, wurden auch sie dieser Prüfung unterzogen. "Als ISIS kam, mussten wir Kinder unsere Achseln zeigen", erklärt Achmed im Gespräch mit der "International Business Times". Sie mussten sich in Reih und Glied aufstellen und wurden kontrolliert.

IS setzt auf Kindersoldaten: "Sie brachten uns bei, wie man Kehlen durchschneidet"

Kinder, die bereits Haare unter den Achseln hatten, sollen erschossen worden sein. Die "Geeigneten", wie "oe24" schreibt, "erhielten Islamunterricht und wurden militärisch abgerichtet.

Dass der IS in seinem mörderischen Feldzug auch auf Kindersoldaten setzt, ist bereits seit längerem bekannt. Erst im Oktober berichtete ein 14-jähriger Jeside gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen" über seine Zeit unter der Terrormiliz. "Sie brachten uns bei, wie man Kehlen durchschneidet und sich in die Luft sprengt", so der Junge damals.

Terroristen töten Kinder: "Jeder ISIS-Kämpfer hat die Erlaubnis"

Hinzu kommen nun Meldungen über grausame Hinrichtungen an Kindern mit Down-Syndrom und anderen Erkrankungen. Demnach hätten "Richter" beschlossen, dass "jeder ISIS-Kämpfer die Erlaubnis hat 'neugeborene Babys mit Down Syndrom oder anderen kognitiven Beeinträchtigungen oder behinderte Kinder töten zu dürfen'", so "oe24". Wie das Nachrichtenportal berichtet, sind bereits "mehr als 38 Kinder im Alter zwischen einer Woche und drei Monaten sind dem Wahnsinns-Urteil bereits zum Opfer gefallen." Woher die Informationen stammen, wird allerdings nicht angegeben.

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mie/lvo/news.de

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