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Feline infektiöse Peritonitis: Ausbruch auf Zypern! Ärzte warnen vor tödlichem Katzen-Coronavirus

Katzenbesitzer aufgepasst! Ärzte warnen vor einer tödlichen Viruserkrankung. Auf Zypern breitet sich das Katzen-Coronavirus aus. Tausende Fellnasen sind bereits gestorben. Kann das Virus auch Menschen infizieren? 

Ärzte warnen vor der Ausbreitung eines tödlichen Katzen-Coronavirus'. (Symbolfoto) (Foto) Suche
Ärzte warnen vor der Ausbreitung eines tödlichen Katzen-Coronavirus'. (Symbolfoto) Bild: Adobe Stock/ Elvira

Auf Zypern breitet sich gerade ein tödliche Katzen-Krankheit aus. Laut Dinos Ayiomamitis, seines Zeichens Leiter von Cats PAWS Cyprus sind auf der Insel bereits 300.000 Streuner und Hauskatzen an der felinen infektiösen Peritonitis (FIP) gestorben. Ärzte sind aktuell beunruhigt.

Feline infektiöse Peritonitis: Tödliches Virus killt Katzen auf Zypern

Tierärztin Dr. Jo Lewis befürchtet, dass ein "echtes Risiko" besteht, "dass diese Krankheit, wenn sie nach Großbritannien gelangt, katastrophale Folgen für unsere liebsten Haustiere haben könnte". Im Gespräch mit "Sky News" bemerkte sie: "Wir haben eine lange Geschichte mit Zypern und viele britische Auswanderer leben dort und reisen hin und her, so dass das Risiko für britische Katzen erheblich ist." Deshalb müssen alle Katzen, die aus Zypern oder aus anderen Ländern kommen, untersucht werden, um das Erkrankungsrisiko zu begrenzen. Die Tierärztin beunruhigt aber auch, dass scheinbar bereits eine "bösartige FCoV-Mutation" aufgetreten sei.

Ärzte sind beunruhigt: Katzen-Coronavirus breitet sich auf Zypern aus

Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko in Zypern besteht auch deshalb, weil Katzen dort oft auf engerem Raum zusammenleben und sich Katzentoiletten teilen. Außerdem könnenPflegebürsten, Katzenstreuschaufeln und sogar menschliche Füße und Hände Überträger sein. Das feline Coronavirus (FCoV), das FIP auslöst, kann sich so besser verbreiten. Der Erreger wird durch ausgeschiedenen Kot oder Speichel übertragen. Besonders gefährdet sindKatzen, die außerdem mit dem Virus der Felinen Leukose (FeLV) infiziert sind. Dass sich Katzen bei anderen Fellnasen anstecken, spielt eher eine untergeordnete Rolle.

Diese Symptome treten bei der felinen infektiösen Peritonitis auf

Besonders häufig erkranken junge Katzen im Alter zwischen sechs bis zwei Jahren an FIP. Auch ältere Miezen ab 14 Jahren können betroffen sein. Die Krankheit zeichnet sich durch verschiedene Symptome aus. Wenn das Virus noch nicht mutiert ist, gibt es oft keine Symptome, bisweilen treten Durchfall oder Schnupfen auf. Im ersten Stadium kommt es zum Beispiel zu Müdigkeit, Fieber oder Appetitlosigkeit. Bei FIP unterscheidet man im schwereren Verlauf zwei Formen, die feuchte und trockene FIP. Die feuchte feline infektiöse Peritonitis zeichnet sich durch eine Bauchwassersucht aus. Symptome sind Blutarmut, Gelbsucht sowie ein abgemagerter Körper, mit einem dicken und mit Wasser gefüllten Bauch. Bei der trockenen Form sind Organe entzündet und es kann zu Atembeschwerden sowie Fieberschüben kommen.

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Impfung, Therapie und Co.: Wie lässt sich die Katzen-Krankheit behandeln?

Besonders die trockene Form lässt sich sehr schwer diagnostizieren. Es gibt spezielle FIP-Tests. Dennoch testen diese nur auf Coronaviren und können oft keine genaue Diagnose, sondern nur einen Hinweis geben. Medikamente zur Behandlung gibt es aktuell nicht. Seit 1995 können Katzen gegen das Virus geimpft werden. Ihre Wirksamkeit wird aber bezweifelt.

Wird das feline Coronavirus auch auf Menschen übertragen?

Bleibt noch eine Frage: Kann das feline Coronavirus auch auf den Menschen übertragen werden. Die Antwort lautet Nein. 

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/loc/news.de

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