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Nikolas Cruz vor Gericht: Er erschoss 17 Menschen! Schul-Amokläufer droht die Todesstrafe

Sein Amoklauf an einer US-Highschool in Parkland (Florida) löschte 17 Menschenleben aus - nun könnte Nikolas Cruz seine Tat selbst mit dem Leben bezahlen. Dem Amokläufer wird aktuell der Prozess gemacht, der mit der Todesstrafe enden könnte.

Nikolas Cruz, der mutmaßliche Schütze des Schulmassakers Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, muss sich vor Gericht verantworten. Dem Angeklagten könnte die Todesstrafe drohen. (Foto) Suche
Nikolas Cruz, der mutmaßliche Schütze des Schulmassakers Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, muss sich vor Gericht verantworten. Dem Angeklagten könnte die Todesstrafe drohen. Bild: picture alliance/dpa/Pool South Florida Sun-Sentinel | Mike Stocker

Mehr als vier Jahre nach einem Massaker an einer Schule im US-Bundesstaat Florida wird in einem Gerichtsprozess über die Todesstrafe oder über lebenslange Haft für den Täter entschieden. Am 18. Juli 2022 wurden im Gericht in Broward County die Geschworenen vereidigt, wie unter anderem die "New York Times"und der Sender CNN berichtete. Der 23 Jahre alte Täter namens Nikolas Cruz hatte sich im vergangenen Oktober des Mordes und des versuchten Mordes in jeweils 17 Fällen für schuldig bekannt.

17-facher Mord: Amok-Schütze von Parkland (Florida) droht Todesstrafe

Die Jury muss nur noch drüber beraten, ob der damals 19 Jahre alte Schütze für seine Tat an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland zu lebenslanger Haft oder zum Tode verurteilt werden soll. Die Staatsanwaltschaft in Florida fordert die Hinrichtung. CNN berichtete, sollten die zwölf Geschworenen die Todesstrafe empfehlen, müssten sie dies geschlossen tun. Am Ende werde Richterin Elizabeth Scherer entscheiden, ob sie der Empfehlung folgt. Erwartet werde, dass sich das Verfahren über mehrere Monate zieht.

Amokläufer von Florida zeigt Reue vor Gericht: Nikolas Cruz tötete 14 Jugendliche und 3 Erwachsene bei Schul-Schießerei

Bei der Anhörung im vergangenen Oktober hatte Cruz Videoaufnahmen zufolge gesagt: "Es tut mir sehr leid, was ich getan habe - und ich muss jeden Tag damit leben." Der Schütze hatte am 14. Februar 2018 in Parkland mit einem legal erworbenen halbautomatischen Gewehr 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen und weitere Menschen verletzt. Überlebende Schüler hatten nach dem Blutbad Protestaktionen gegen Waffengewalt und für striktere Waffengesetze in den USA gestartet, die zu einer landesweiten Bewegung wurden. Weiterhin sind Schusswaffen in den USA aber leicht erhältlich.

Schul-Massaker in den USA reißen nicht ab: Schießerei von Uvalde forderte 21 Menschenleben

In den USA kommt es immer wieder zu Massakern an Schulen. Im Mai hatte in Uvalde in Texas ein 18 Jahre alter Schütze an einer Grundschule 19 Kinder und zwei Lehrerinnen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Ein am 17. Juli veröffentlichter Untersuchungsbericht deckte "systemisches Versagen" der Polizei bei dem Einsatz auf.

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/news.de/dpa

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