25.09.2019, 19.19 Uhr

Stiftung Warentest im September aktuell: Zahncreme im Test! Welche Zahnpasta hält, was sie verspricht?

Die Stiftung Warentest warnt vor Zahnpasten ohne Fluorid: Im Test werden Universal-Zahnpasta, Sensitiv-Zahnpasta und Zahnpasta mit Weiß­auslobung unter die Lupe genommen. Alles zu den Testsiegern erfahren Sie hier.

Stiftung Warentest im September 2019 aktuell - Zahnpasta im Test. Bild: sebra/AdobeStock

Pro Jahr verbraucht jeder Deutsche rund fünf Tuben Zahnpasta. Doch welche ist die richtige und wird den individuellen Bedürfnissen gerecht? Die Stiftung Warentest hat nun 79 Zahncremes für Erwachsene getestet und sie unter den Gesichtspunkten Universal- und Sensitiv-Zahnpasten, Zahnpasta mit Weiß-Auslobung, Versprechen zu Kariesschutz, natürliches Weiß oder Schonung sensibler Zahnhälse kategorisiert und beurteilt. Zudem wurden die Inhaltsstoffe der Zahncremes sowie die Höhe des Abriebs geprüft.

Stiftung Warentest testet Universal-Zahnpasta, Sensitiv-Zahnpasta und Zahnpasta mit Weiß­auslobung

In den Zahnpasta-Regalen der meisten Supermärkte findet man im Sortiment der Tuben meist drei Typen zur Auswahl: Universal-Zahnpasta, Sensitiv-Zahnpasta sowie Zahnpasta mit Weiß­Auslobung. Sie alle haben verschiedene Eigenschaften und provozieren unterschiedliche Erwartungshaltungen.

"Dr. Bronner's Pfefferminze Zahnpasta" ohne Fluorid nur mangelhaft

Der Standard für normale Zähle bleibt die Universal-Zahnpasta. Meist verspricht diese positive Effekte für Zähne und Zahn­fleisch sowie Schutz vor Karies. Entscheidend ist deshalb der Wirk­stoff Fluorid, der Karies erwiesenermaßen vorbeugt. Nur "Dr. Bronner's Pfefferminze Zahnpasta" enthält unter den von Stiftung Warentest geprüften Universal-Zahnpasten im aktuellen Test keinen Fluorid­zusatz. Aus diesem Grund ist diese Zahnpasta von der Stiftung Warentest mit mangelhaft bewertet worden. Sie war mit 9 Euro je Tube zudem die teuerste im Test. Andere Zahnpasten aus früheren Tests, wie zum Beispiel Alviana Zahn­creme Kräuter und Logodent, verwenden ebenfalls kein Fluorid und setzen statt­dessen auf pflanzliche Substanzen, deren Schutz­wirkung vor Karies nicht ausreichend nachgewiesen ist.

Jeder vierte Deutsche hat empfindliche Zähne

Sensitiv-Zahnpasten wiederum richten sich speziell an Menschen mit empfindlichen Zähnen. Jeder vierte Deutsche ist davon mittlerweile betroffen. Meist sind dafür freiliegende Zahnhälse die Ursache. In diesem Fall sollte die Zahnpasta möglichst sanft zu den Zähnen seinund einen niedrigen oder sehr nied­rigen Abrieb haben.

Was taugt schwarze Aktivkohle zum Weißen der Zähne

Zwanzig Zahnpasten hat die Stiftung Warentest in Bezug auf dieWeiß­auslobung unter die Lupe genommen. Dies bezieht sich also auf die Pasten, die besonders auf den Effekt der weißeren Zähne setzen und diesen offensiv bewerben. Dabei schnitten die meisten gut ab, zwei sogar sehr gut. Jedoch stützt sich ein Groß­teil ihrer Wirkung auf das Entfernen von Verfärbungen. Viele der Universalpasten schaffen dies auchhervorragend in den Tests der Stiftung Warentest und sind dabei teil­weise noch deutlich güns­tiger. Manche der aktuell geprüften Weiß­macher-Pasten enthalten zusätzlich den Farb­stoff Blue Covarine, der die Zähne kurz­fristig weniger gelb erscheinen lässt. Zwei Zahn­cremes sind zudem pech­schwarz. Sie enthalten Aktivkohle, was seit einiger Zeit in Mode ist. 

Testsieger Perlweiss (1,4) vor Odol (1,5) und Colgate (1,7)

Testsieger mit der Note 1,4 ist im Jahr 2019 die Zahncreme Schönweiss von Perlweiss. Sie ist eine der wenigen Weißmacher-Zahncreme mit der Note "sehr gut" und zählt zu den Produkte mit mittlerem Abrieb. Damit ist sie für fast alle Zähne geeignet. Überzeugen konnte die Zahnpasta nicht nur bei der Kariesprophylaxe, sondern vor allem auch beim Entfernen von Verfärbungen.

Wer eine besonders sanfte Zahnpasta sucht, kann auf den Zweitplatzierten vertrauen: Die Zahncreme Odol-med 3 ExtraWhite hat die Note 1,5 erhalten und entfernt Verfärbungen zuverlässig, obwohl sie sehr sanft ist. Besonders ist bei der Zahnpasta, dass sie den Farbstoff Blue Covarine enthält, der sich beim Zähneputzen über die einzelnen Zähne legt. Dadurch sehen die Zähne für einige Stunden nicht so gelb aus - ideal für alle, die kurzfristig weißere Zähne brauchen. Langfristig entfernt die Zahnpasta aber natürlich auch Verfärbungen, sodass die Odol-med 3 ExtraWhite also einen doppelten Nutzen hat.

Auf Platz 3 landet die Weißmacher-Zahnpasta Colgate MaxWhite mit der Note 1,7. Sie hat den Warentestern zufolge ebenfalls nur einen mittlerem Abrieb und entfernt Verfärbungen zuverlässig und schützt gegen Karies. Auch die Colgate-Zahnpasta enthält den Farbstoff Blue Covarine für weißere Zähne.

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kjf/loc/news.de

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