20.08.2019, 11.58 Uhr

Missbrauchs-Skandal in Südafrika: Behinderter Junge (13) von Schul-Mitarbeiter vergewaltigt

In Südafrika ereignete sich ein besonders schreckliches Drama. Dort hat ein Mann an einer Sonderschule einen Schüler mit Downsyndrom (13) vergewaltigt - und durfte danach weiter arbeiten. 

Ein 13-Jähriger Junge wurde an seiner Schule von einem Mann vergewaltigt. Bild: New Africa/adobe stock

Lehrer und Erzieher vermitteln nicht nur Wissen, sie sind im Leben eines Schülers mit die wichtigste Vertrauensperson. Man fühlt sich bei ihnen eigentlich sicher und gut aufgehoben. In Johannesburg, Südafrika, hat ein Schulmitarbeiter dieses Verhältnis nun schamlos ausgenutzt und einen Jungen mit Downsyndrom vergewaltigt.

Junge (13) in Klassenzimmer eingeschlossen

Die Mutter des Jungen hat der lokalen Nachrichtenagentur "Sowetan Live" die schreckliche Geschichte erzählt, wie der "Daily Star" berichtet. Als sie ihren Sohn von der Sonderschule in Johannesburg abholen wollte, war der 13-Jährige nicht da. Zusammen mit dem Direktor und einem Lehrer suchten sie nach ihm. Während der Suche kam ihnen ein anderer Mitarbeiter entgegen. "Er bot an, uns zu helfen, ihn zu finden, und sagte, dass mein Sohn wahrscheinlich in einem der Klassenzimmer schlief," berichtete die Mutter in dem Interview mit "Sowetan Live".

"Er ging in ein Klassenzimmer und schloss es auf. Es war seltsam, dass mein Sohn sofort herauskam - nicht wie jemand, der schlief - sondern wie jemand, der aufgestanden war und darauf wartete, dass die Tür geöffnet wurde", erinnert sich die Frau an den Moment.

Vergewaltigung von Jungen erst später bemerkt

Erst später bemerkte sie, dass sich ihr Sohn anders verhielt. "Seine Augen waren rot, als ob er weinte und als wir in das Fahrzeug stiegen, bemerkte ich einen Geruch, der von ihm ausging. Als ob er sich nach dem Toilettengang nicht richtig abgewischt hätte", sagt die Frau. Sie ging mit ihm zum Arzt und er entdeckte, dass der Junge vergewaltigt worden war.

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Mutmaßlicher Vergewaltiger wurde nicht festgenommen

Die Mutter informierte sofort den Direktor der Schule. Seine Reaktion darauf ist jedoch unfassbar. Die Frau sagte: "Was mich verärgerte, war die Entscheidung der Schule, den Mann, der das getan hatte, nicht zu suspendieren, sondern mir zu sagen, ich solle meinen Sohn zu Hause lassen, bis die Untersuchung abgeschlossen ist."

Die fassunglose Mutter meldete die schreckliche Tat dem Schulministerium und es griff ein. Ihr Sohn durfte wieder an den Ort zurückkehren, an dem der angebliche Täter zunächst noch tätig war. Er durfte sich zwar nicht mehr den Klassenzimmern nähern, aber dafür im Schulgarten arbeiten. Mittlerweile wurde der Mann suspendiert, erklärte Bildungssprecher Steve Mabona.

Bislang hat die Polizei den Mann noch nicht festgenommen. Sie untersucht derzeit den Vergewaltigungsfall. Das macht die Mutter wütend: "Was braucht die Polizei noch? Wir haben eine Aussage gemacht und sie wissen genau, wer verhaftet werden muss."

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bos/fka/news.de

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