26.06.2019, 13.01 Uhr

Spektakulärer Fund auf Titan: Nasa entdeckt "außerirdische Kristalle" auf Saturnmond

Wissenschaftler der Nasa haben auf dem Saturnmond Titan "fremdartige Kristalle" entdeckt, welche in der Form auf der Erde nicht existieren. DAS ist zu den Forschungsergebnissen bekannt.

Wissenschaftler der Nasa haben auf dem Saturnmond Titan "fremdartige Kristalle" entdeckt. Bild: SergeyDrozdov/AdobeStock

Der Saturnmond Titan ist der einzige Himmelskörper in unserem Sonnensystem, welcher neben der Erde sogenanntes "Oberflächenwasser" besitzt. Laut "The Sun" konnten Forscher nun an den Rändern einiger dieser teilweise verdampften Pools des Titans "Wannenringe" entdecken. Diese wiederum könnten aus "fremden Kristallen" bestehen.

Nasa entwickelt "fremde Kristalle"

Um einen Beweis für ihre Theorie zu liefern, versuchten die Wissenschaftlicher des Jet Propulsion Laboratory der Nasa ähnliche Bedingungen wie auf dem Titan herzustellen. So gaben sie beispielsweise Methan, Ethan und "andere kohlenstoffhaltige Moleküle" in eine Eiskammer.

Die Forscher erklärten dazu im American Geophysical Union Journal: "Wir haben ein drittes molekulares Mineral entdeckt, das unter den gleichen Bedingungen wie der Saturnmond Titan stabil ist. Wir nennen es 'molekulares Mineral', weil es sich genau wie Mineralien hier auf der Erde verhält, aber anstatt aus Dingen wie Karbonaten oder Silikaten zu bestehen, besteht es aus organischen Molekülen."

Forscher wollen mit Raumschiff zum Titan

Als Ergebnis dieser Kristallexperimente gelang es den Wissenschaftlern, neue Verbindungen und Mineralien zu entdecken, die auf der Erde nicht zu finden sind, wie beispielsweise einen "Co-Kristall aus festem Acetylen und Butan". So scheint es möglich zu sein, dass dieser ungewöhnliche Kristall auf Titan im Überfluss vorhanden ist.

Die Forscher müssen nun weitere Experimente durchführen, um die Formen und Ausprägungen dieser "Badewannenringe" zu untersuchen, da es schwierig ist, durch die trübe Saturnatmosphäre zu sehen. Ein Raumschiff würde benötigt werden, um den Titansee aus nächster Nähe richtig beobachten zu können.

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kjf/bua/news.de

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