Doppelmord in Schnaittach: Erschlagen, in Salz eingelegt, einbetoniert: Abscheuliche Mord-Details

Ein 25-Jähriger aus Schnaittach steht unter Verdacht, seine Eltern brutal ermordet zu haben. Das Ehepaar wurde einbetoniert auf ihrem eigenen Grundstück gefunden. Die Obduktion bringt erschreckende Mord-Details ans Licht.

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung trägt einen Gegenstand aus dem Anwesen des seit Mitte Dezember 2017 vermissten Ehepaars. Bild: dpa

Im Fall des getöteten und eingemauerten Ehepaares aus Schnaittach bei Nürnberg sind der tatverdächtige Sohn und dessen Frau in Untersuchungshaft genommen worden. Das habe ein Richter angeordnet, sagte Oberstaatsanwältin Anita Traud am Dienstag. Die Ermittler werfen dem 25-Jährigen und seiner 22 Jahre alten Frau gemeinschaftlichen Mord in zwei Fällen vor.

Eingemauertes Ehepaar in Schnaittach: Beide Opfer identifiziert

Die identifizierte Tote sei die vermisste 66 Jahre alte Frau, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Nürnberg am Montag. Dies habe nun mit Hilfe eines DNA-Tests bewiesen werden können. Die Sprecherin bestätigte damit Medienberichte. Vorige Woche hatten Rechtsmediziner nachgewiesen, dass es sich bei der männlichen Leiche um den 70 Jahre alten Ehemann handelte. Die Polizei hatte die beiden Leichen vor einer Woche auf dem Grundstück des Paars gefunden. Sie waren in einem Nebengebäude der Garage eingemauert worden. Unter Tatverdacht sind der 25-jährige Sohn der Eheleute sowie dessen 22 Jahre alte Ehefrau. Beide sitzen in Untersuchungshaft.

Doppelmord in Schnaittach: Frau des Sohnes bestreitet Tat

Die Frau habe bestritten, das Ehepaar getötet zu haben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab sie aber zu, ihrem Mann bei der Beseitigung der Spuren geholfen zu haben. Der 25-Jährige hat laut Traud bisher keine Angaben gemacht.

Obduktion bringt grausame Mord-Details ans Licht

Rechtsmediziner begannen am Dienstag damit, die Leichen zu untersuchen. Zunächst bestätigten sie, dass es sich bei der männlichen Leiche um den vermissten Vater des 25-Jährigen handelt. Die Untersuchungen seien sehr umfangreich, auch um den Tatzeitpunkt möglichst genau bestimmen zu können, sagte die Oberstaatsanwältin. Laut vorläufigem Obduktionsergebnis war das Ehepaar erschlagen worden. Demnach starben beide an einem Schädel-Hirn-Trauma, sagte Anita Traud von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war die Tatwaffe ein Werkzeug.

Über weitere Details berichtet auch die "Bild"-Zeitung: Demnach sollen die mutmaßlichen Täter die Leichen einbetoniert und dabei zwischen Wand und Körper Salz geschüttet haben. Es wird angenommen, dass damit austretende Körperflüssigkeiten gebunden werden sollen.

Schnaittach: Ehepaar in Wand einbetoniert

Die Leichen waren in einem Nebengebäude der Garage eingemauert worden. In dem Haus im Nürnberger Land lebten sowohl das bislang als vermisst geltende Ehepaar als auch der Sohn und dessen Frau.

Doppelmord in Schnaittach: Sohn meldete seine Eltern als vermisst

Die 66-jährige Frau und ihr 70 Jahre alter Ehemann waren seit Mitte Dezember 2017 nicht mehr gesehen worden. Der Sohn hatte seine Eltern jedoch erst Ende Dezember als vermisst gemeldet. Weil er in seinen Aussagen widersprüchliche Angaben machte, schöpfte die Polizei Verdacht. Das tatverdächtige Paar - beide sind Deutsche - war am Montag festgenommen worden.

Tatmotiv im Mordfall aus Schnaittach nicht bekannt

Zum Motiv äußerte sich die Staatsanwältin weiter nicht. "Das wäre Spekulation", sagte Traud. Der mittelfränkische Polizeipräsident Johann Rast hatte jedoch am Montag angedeutet, dass die 66-Jährige mit der Beziehung ihres Sohnes zu der 22-Jährigen nicht einverstanden war. Die Hochzeit der beiden jungen Leute fand Ende Dezember ohne die Eltern des 25-Jährigen statt.

Vor einer Woche hatten der 25-Jährige und seine Frau einem regionalen Fernsehsender noch ein Interview gegeben, in dem sie um Hinweise auf den Verbleib der Eltern baten. "Die größte Freude, die man uns machen könnte, wäre einfach, dass die beiden wieder zur Tür kommen. Dass wir wenigstens wissen, was mit ihnen passiert ist", sagte der Sohn darin.

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