Adolf Hitlers wahre Leidenschaft: Der Kunst-Diktator: Hitler-Bilder für 40.000 Euro versteigert

Beim Namen Adolf Hitler denkt man nun wahrlich nicht an romantische Landschaftsmalerei. Zumindest wenn es nach dem Nazi-Diktator selbst gegangen wäre. Und nun, 70 Jahre nach seinem Tod, wird die Hitler-Kunst doch noch gewürdigt.

Adolf Hitler - hier in Pose mit bayerischer Tracht. Bild: Db Upi/dpa

Bevor Adolf Hitler zum Führer des deutschen Reiches und größenwahnsinnigen Diktator wurde, strebte er eine ganz andere Karriere an. Der junge "Adi" hatte sein Herz ganz der Malerei, der Kunst, verschrieben. Bereits als Teenager malte er Aquarelle von österreichischen Straßenzügen und der friedlichen Idylle, die das ländliche Österreich so an sich hat. Große Künstler-Pläne hatte der junge Hitler, damals ja eigentlich noch Schicklgruber, wenn man es genau nimmt. Doch daraus wurde nichts... am Ende stand ein Weltkrieg.

Kein Interesse an Hitler: Die Wiener Kunstakademie fand seine Bilder nicht gut genug

Im Jahr 1906, da war Hitler gerade zarte 17 Jahre alt, stand sein Entschluss fest, Kunstmaler werden zu wollen. Er war von seinem Talent fest überzeugt - zeitlebens. Doch die Wiener Kunstakademie sah das ganz anders und lehnten die Bewerbung Hitlers um ein Kunststudium ab. Da war er natürlich ziemlich geknickt... Traum zerbrochen. So ganz davon lösen konnte er sich aber nicht. Fünf Jahre lang gab er sich als Kunststudent aus - um Waisenrente zu kassieren. Eine erneute Bewerbung an der Kunstakademie scheiterte.

Das Aquarell "Stadtansicht Gumpoldskirchen" (von 1903), das Adolf Hitler zugeschrieben wird. Bild: Daniel Karmann/dpa

Hitler, der Gescheiterte: Weg mit der Kunst, her mit dem Krieg

Danach folgte der Absturz. Hilter hatte enorme Geldprobleme, lebte zeitweise wohl sogar in einem Obdachlosenheim, bevor er schließlich im Männerwohnheim landete. Um sich über Wasser zuhalten, malte Hitler Aquarelle, die auch auf Wiener Postkarten gedruckt wurden. Viel zum Leben blieb da nicht und dann hatte er auch noch eine Klage am Hals, weil er sich unrechtmäßig als akademischer Maler ausgegeben hatte. Das war er ja nun aber wirklich nicht. 1914 tauschte Hitler Pinsel und Farbe gegen Gewehr und Stahlhelm und zog mit Feuereifer in den Weltkrieg - den ersten.

Hilters Aquarell "Karlskirche in Wien" (von 1912). Bild: Daniel Karmann/dpa

Größenwahn in Großbuchstaben: Hitlers Name stand immer gut leserlich in der rechten Ecke

Aus dem Krieg zurückgekehrt schlug Hitler schließlich eine ganz andere Laufbahn ein, eine politische, wenn man so will. Seine Bilder aber blieben. Signiert sind sie mit A. Hitler in Großbuchstaben am unteren Bildrand, natürlich auf der rechten Seite. Und nun, über 70 Jahre nach seinem Tod, wurden seine idyllischen, unschuldigen Malereien wieder rausgekramt. Laut "Bild" wurden bei einer Auktion in Nürnberg 16 seiner Aquarelle und Handzeichnungen für immerhin 40.000 Euro versteigert. Wer kann auch von sich behaupten, dass er einen echten Hitler an der Wand hängen hat?

Später Ruhm: Lauter Kunstsammler wollen sich Hitler an die Wand hängen

Kurios dabei ist, dass die Hilter-Werke aus einer Pastorei in Österreich stammen sollen und zu einer Privatsammlung gehören. Angeblich sind die Bilder zwischen den Jahren 1904 und 1925 entstanden. Besonders beliebt bei der Auktion waren ein Aquarell des Wohnhauses von Dr. Bloch, das für 7000 Euro den Besitzer wechselte und eine Stadtansicht von Dresden, das für 5500 Euro verkauft wurde. An einen Dresdner. Wer jetzt an Lutz Bachmann denkt, liegt aber (angeblich) falsch. Laut Auktionshaus sollen die Bilder nur an Kunstsammler gegangen sein. Dabei ist wohl aber klar, dass es, mal wieder, nicht um Hitlers künstlerisches Können geht, sondern eher um den Diktator-Maler selbst.

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gea/grm/news.de

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