03.03.2014, 10.29 Uhr

Ersatzdroge für Alkohol: Endlich Saufen ohne Nebenwirkungen!

Wie wäre das: Eine Nacht lang Gin Tonic oder Rum Cola trinken, den Rausch genießen - und dann das Gegenmittel einnehmen und mit dem Auto nach Hause fahren? Klingt nach Science Fiction, ist aber bereits auf dem Weg in die Wirklichkeit! Ein britischer Forscher ist dabei, die ungefährliche Alternative zu Alkohol zu entwickeln.

Alles dreht sich um den Rausch, dieses Gefühl, ein bisschen die Kontrolle zu verlieren, abzutauchen, zu entspannen. Alkohol macht's möglich. Leider folgt die kurzfristige Strafe meist am nächsten Tag, und langfristig melden sich Leber, Nieren, Herz...

Ja, wenn nur die Nebenwirkungen nicht wären. Und die will der britische Forscher David Nutt jetzt eliminieren, berichtet der «Tagesspiegel». Nutt war früher Drogenberater der britischen Regierung, jetzt möchte er das Problem der Volksdroge Alkohol ein für allemal lösen.

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Alkohol-Imitat: Rausch ohne Leber-Probleme und mit Gegenmittel

Rund 75.000 Menschen sterben allein in Deutschland jährlich an Alkohol, laut UN sind es 2,5 Millionen weltweit. Nutts Forschungen zufolge ist er alles in allem die gefährlichste Droge.

So berauschend wie Alkohol, aber ohne Nebenwirkungen, und vor allem: mit Gegenmittel. Das ist die Substanz, an deren Entwicklung Nutt demnach arbeitet. Einen Stoff hat er dafür bereits getestet.

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Knackpunkt bei seiner Forschung ist laut Tagesspiegel die Gamma-Aminobuttersäure, kurz: Gaba, der für die Signalübertragung im Gehirn zuständig ist. Alkohol immitiert diese Funktion und sorgt für Entspannung. Nutt habe nun einige ähnliche Substanzen getestet und bei einer selbst die berauschende, entspannende Wirkung festgestellt. Auch das Gegenmittel habe gewirkt.

Kritiker: Nutt ersetzt eine Droge gegen eine andere

Alkohol ohne Angst? Ist die schöne, neue Welt bald da? Andere Wissenschaftler sind skeptisch, Kritiker behaupteten, Nutt ersetze einge Droge lediglich gegen eine andere, schreibt der «Tagesspiegel». Auch als «gefährlicher Professor» werde er bezeichnet.

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Schon in seiner Position als oberster britischer Drogenberater hatte David Nutt angeeckt. Zum Beispiel verglich er die Gefahren von Ecstasy mit denen des Reitsports. Als er sich dagegen ausstraf, die Strafe für Cannabisbesitz zu erhöhen, feuerte ihn die britische Regierung.

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iwi/news.de

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