Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Frühstücksverweigerer sind eher übergewichtig als Menschen, die am Morgen ihre Akkus durch eine Mahlzeit wieder aufladen. Doch einfach so drauflos essen, macht noch lange keine schlanke Taille. News.de verrät, wie Ihr Frühstück aussehen sollte.
«Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettelmann.» Die alte Ernährungsregel ist schon lange überholt. Allerdings: Bezogen auf das Frühstück trifft der Satz zu. Die morgendliche Mahlzeit hat einen großen Einfluss darauf, ob wir schlank bleiben oder ein paar Kilos mehr auf die Hüften bekommen. Denn über Nacht werden die Energiespeicher des Körpers geleert. Fällt das Frühstück aus, wird der Akku folglich nicht aufgeladen. Der Körper startet ein Notfallprogramm: Er fährt den Stoffwechsel herunter, um Energie für die lebenswichtigen Körperfunktionen zu sparen. Das führt dazu, dass weniger Kalorien verbrannt werden.
Kohlenhydrate machen schlank
Eine Studie der Commonwealth University in Virginia zeigt, dass eine kohlenhydratreiche Mahlzeit am Morgen beim Abnehmen hilft. Kohlenhydrate sind neben den Fetten wichtige Energielieferanten und sollten etwa die Hälfte der gesamten Nahrung ausmachen. Die US-Forscher untersuchten 94 übergewichtige Frauen im Alter von 32 Jahren und teilten sie in zwei Gruppen auf. Die erste Versuchsgruppe bekam ein kohlenhydratarmes Frühstück mit 290 Kilokalorien, die anderen Frauen dagegen aßen kohlehydrat- und eiweißreich. Satte 610 Kilokalorien kamen bei ihnen morgens auf den Teller. Sie nahmen durchschnittlich 18 Kilo ab, die Gruppe mit den wenigen Kohlenhydraten schaffte es dagegen auf nur etwa vier Kilo.
Es zeigte sich, dass das gehaltvollere Frühstück länger satt machte und die Frauen dadurch weniger Heißhunger auf Süßes hatten. Dabei komme es aber auf die Wahl der Kohlenhydrate an. Denn: Lebensmittel mit einem hohen glykämischen IndexMaß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. treiben den Blutzucker schnell in die Höhe, der ebenso rasch wieder in den Keller fällt. Dadurch hat man schnell wieder Hunger. Weißmehlbrötchen und Zucker gehören zu diesen Lebensmitteln. Vollkornprodukte und Äpfel dagegen liefern Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index. Sie lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen und machen länger satt. Die Wissenschaftler vermuten zudem, dass die Kombination mit Eiweiß den Stoffwechsel anregt, der wiederum mehr Kalorien verbrennt.
Zu ähnlichen Ergebnissen kamen Forscher der Universitäten Parma und Verona. Zudem fanden sie heraus, dass auch die glykämische LadungMaßeinheit, die anzeigt, wieviele Kohelnhydrate tatsächlich in einem Lebensmittel stecken und diese in Beziehung zum glykämischen Index setzt. eine wichtige Schlüsselrolle hat. So kombinierten die Wissenschaftler Lebensmittel mit hohem glykämischen Index und hoher glykämischer Ladung, beispielsweise ein Weißmehlbrötchen mit Honig. Außerdem bekamen die Versuchsteilnehmer eine Portion Wassermelone, die einen hohen glykämischen Index und eine niedrige glykämische Ladung hat. Auch auf dem Speiseplan stand ein Obstsalat mit Joghurt, der sowohl einen niedrigen glykämischen Index als auch eine niedrige glykämische Ladung aufweist. Dieser zeigte sich als besonders günstig für den Stoffwechsel. Er bewirkt, dass der Körper eine größere Menge des Hormons Peptit YYSättigungshormon ausschüttet, das die Esslust bremst.
Die üppige Morgenkost allein macht's nicht
Wer allerdings denkt, eine üppige Morgenkost reiche aus, um abzunehmen, der irrt. Denn ob wir ab- oder zunehmen, hängt natürlich auch von den weiteren Mahlzeiten im Tagesverlauf ab. Kommen zusätzlich opulente Gerichte zum Mittag und Abendbrot oder süße Snacks auf den Tisch, treibt ein reich- und kohlenhydrathaltiges Frühstück die Kalorienbilanz lediglich nach oben. Sind es am Ende dann mehr zugeführte Kalorien, als der Körper verbraucht (positive Kalorienbilanz), schlägt das Frühstück auf die Hüften.
Wird bei späteren Mahlzeiten dagegen zu ausreichend gesunden und kalorienarmen Sachen - also Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien - gegriffen, ist gegen das gelegentliche Schokocroissant oder das Marmeladenbrötchen am Morgen nichts einzuwenden - vorausgesetzt die Kalorienbilanz des Tages/der Woche ist ausgeglichen. Gesunde und leichte Alternativen zur Curry-Wurst mit Pommes oder zum Schweinebraten mit Klößen sind Fischfilet auf Gemüsebett oder ein Salat.
Last but not least: Frühstarter sind gesünder als Totalverweigerer, so ein Ergebnis der Universität Helsinki. Sie untersuchte 10.000 Menschen im Alter zwischen 16 und 70 Jahren. Dabei zeigte sich, dass Frühstücksmuffel häufiger am Tag zu ungesunden Snacks greifen, im Schnitt mehr Alkohol trinken, öfters rauchen und in vielen Fällen Stubenhocker sind, sich also nicht gerne bewegen.
Leckere, gesunde Ideen fürs Frühstück finden Sie in unserer Bildstrecke.
sis/zij/ivb/news.de
Ich habe selbst mit ca. 5 KG übergewicht zu kämpfen. In Irland habe ich im Urlaub jeden morgen ein Full Irish Breakfast gegessen und habe danach lange Touren zu Fuss zurück gelegt. Ich kam den ganzen Tag ohne Essen aus und s habe nur aus Gewohnheit weiter gessen. Auf dem Rückweg nach deutschland habe ich mich entschlossen jeden Tag so zu beginnen und danach zur noch Obst zu essen (falls ich Hunger habe) und wasser zu trinken. Ab und zu kann man dann auch ruhig mal mit süßigkeiten "Sündigen", aber ob es so wirklich funktioniert weiß ich wohl auch erst in ein Paar Wochen.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn sich die Ernährungsleute nur mal einig wären. Kürzlich las ich nämlich genau das Gegenteil.... Wer NICHT frühstückt nimmt nämlich eher ab, weil er Mittags oder Abends nicht mehr ist als der, der morgens schon was gegessen hat...
jetzt antwortenKommentar meldenund wieder nur blabla und fachbegriffe hier und da! schreibt doch endlich mal in einer art listenform hin: das ist zum frühstück gut und das ist eher nicht gut. und nicht so ein fachchinesisches zeugs a la "glykämischen Index" bzw. "glykämischen Ladung". das man frühstücken soll, ist ja nun schon seit längerem bekannt. aber wo bleibt die genaue erklärung, was man frühstücken soll? der eine wissenschaftler sagt "iss was" und der andere wissenschaftler sagt "iss wass" - aber niemand sagt "iss das und das" ... oder soll man wieder selbst "googeln", nur um auf das ergebnis "iss was" zu stossen?
jetzt antwortenKommentar meldenMit ihrem Frühstück am Morgen ist ja ganz schön und gut. Aber wenn um 4:55 Uhr der Wecker klingelt und um 6:00 Uhr die Arbeitszeit beginnt, müßte ich um ca 4:00 Uhr aufstehen um Ihr geplantes umfangreiches Frühstück zu mir zunehmen. Dieses ist für einen normal Berufstätigen nicht oder kaum möglich. Die schönen Familienbilder, (die man auch immerwieder in Fernsehreklamen sieht) Vater mit Anzug und weißem Hemd, Kinder fertig angezogen für die Schule, Mutter tip top sowieso, sind etwas aus einem etwas gehobenerem Dienst. Dienst !!! Frühstück ist nicht gleich Frühstück !!
jetzt antwortenKommentar meldenDer übliche Blödsinn, schön gequirlt, damit es sich wie neu liest. Angebliche US-Studien, die in Wirklichkeit hier nur für den Bericht günstig interpretiert werden. Die Tatsachen, die stets fehlen: Der Körper ist nicht in der Lage, Proteine und Kohlenhydrate gleichzeitig(!) zu verstoffwechseln. Das eine schließt das andere aus (u.a. weil sich Insulin für die Kohlenhydrate und Somatropin für das Protein gegenseitig im Weg sind). Ist übrigens die Grundlage für das, was man als Trennkost kennt. Fett hingegen ist stoffwechselneutral. Also Fett geht sowohl mit Kohlenhydraten als auch mit Protein.
jetzt antwortenKommentar meldengute Ideen - zu einer Komponente bich ich sehr kritisch: maragarine - lieber keine oder nur etwas Butter - über margarine habe ich nur Negatives gehört und gelesen. Ich selbst esse seit über 30 jahren keine mehr. Zum glück empfohlen sie ja nicht nur Rama, sondern auch Becel, sonst wäre in mir der Verdacht aufgekommen, dass Sie von Rama gesponsort sind. Genauso ist ist mit der fettarmen Milch - jeder Arzt wird Ihnen sagen, dass es besser ist Vollmilch mit Wasser zu verdünnen, statt fettarme Milche zu verwenden, bei der sämtliche Wertstoffe entfernt wurden. Saluti. Marion andreani
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