US-Politik aktuell: "Er hat Angst" – US-Senator enthüllt Trumps Furcht vor den Zwischenwahlen

US-Senator Adam Schiff erhebt schwere Vorwürfe gegen Donald Trump. Der Präsident soll laut dem Demokraten große Angst vor einem Machtverlust bei den Zwischenwahlen haben. Es gehe um mehr als nur politische Mehrheiten.

Erstellt von - Uhr

Adam Schiff attackiert Donald Trump: US-Senator behauptet, der Präsident habe Angst (Foto) Suche
Adam Schiff attackiert Donald Trump: US-Senator behauptet, der Präsident habe Angst Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Adam Schiff behauptet, Trump fürchte eine Rückkehr der Demokraten an die Macht im Senat
  • Der US-Präsident soll bis zu 500 Millionen Dollar für den Wahlkampf ausgeben wollen
  • Schiff wirft Trump vor, sich und seine Familie bereichert zu haben und Konsequenzen vermeiden zu wollen

Mehr News rund um US-Präsident Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.

Kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA verschärft sich der politische Schlagabtausch zwischen Demokraten und Republikanern. Der demokratische Senator Adam Schiff aus Kalifornien erhebt schwere Vorwürfe gegen Donald Trump. Seiner Einschätzung nach investiert der US-Präsident enorme Summen in den Wahlkampf, weil er einen Machtverlust der Republikaner im Senat fürchtet. Noch größer sei angeblich seine Sorge vor den möglichen Konsequenzen, falls die Demokraten die Mehrheit zurückgewinnen.

Senator Adam Schiff: Trump fürchtet politische Konsequenzen

In einer Nachricht an seine Unterstützer erklärte Schiff laut "Raw Story", dass der Präsident zunehmend unter Druck stehe. Die Demokraten hätten Trump demnach nervös gemacht. Besonders ein möglicher Verlust der Senatsmehrheit bereite ihm Sorgen. Denn sollte seine politische Gegnerseite künftig mehr Einfluss erhalten, könnte Trump nach Ansicht des Senators stärker zur Verantwortung gezogen werden. Schiff sieht die hohen Wahlkampfausgaben als Beleg für diese Befürchtung. Dabei verwies er auf die Aktivitäten des No Going Back PAC, das nach seinen Angaben Unterstützung durch die Trump-nahe Organisation MAGA Inc. erhält.

Die finanziellen Verpflichtungen der Gruppe seien innerhalb kurzer Zeit deutlich gestiegen. Während zunächst Werbeausgaben in Höhe von 47 Millionen Dollar vorgesehen gewesen seien, habe sich die Summe innerhalb einer Woche auf beinahe 80 Millionen Dollar erhöht. Darüber hinaus soll Trump angekündigt haben, bis zu 500 Millionen Dollar für den Wahlkampf einsetzen zu wollen.

Schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten

Der demokratische Politiker nutzte seine Nachricht auch für grundsätzliche Kritik an Trumps Amtsführung. Er warf dem Präsidenten vor, sich und seine Familie über Jahre hinweg auf Kosten der Bevölkerung bereichert zu haben. Währenddessen müssten viele Amerikaner im Alltag immer höhere Ausgaben bewältigen, etwa beim Einkaufen, für medizinische Versorgung und beim Tanken.

Nach Schiffs Darstellung gehe es Trump deshalb vor allem darum, seine Macht zu sichern. Er wolle verhindern, dass mögliche Vorwürfe gegen ihn politische oder juristische Folgen haben. Der Senator bezeichnete die Angst vor einer späteren Rechenschaftspflicht als einen entscheidenden Grund für die hohen Investitionen in den Wahlkampf.

Alte Feindschaft zwischen Schiff und Trump

Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Politikern hat eine längere Vorgeschichte. Adam Schiff spielte als Mitglied des Repräsentantenhauses eine zentrale Rolle beim ersten Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Seitdem gehört er regelmäßig zu den politischen Gegnern, die der Präsident öffentlich angreift. Auch juristisch gerieten beide Seiten aneinander. Das Justizministerium leitete im vergangenen Jahr Ermittlungen wegen eines möglichen Hypothekenbetrugs gegen Schiff ein. Der Senator weist sämtliche Vorwürfe zurück.
Bei der anstehenden Wahl steht für die Demokraten viel auf dem Spiel. Sie müssen vier zusätzliche Sitze gewinnen, um wieder die Kontrolle über den Senat zu übernehmen. Ob ihnen das gelingt, dürfte auch für Trumps politische Zukunft von Bedeutung sein.

Mehr News rund um US-Präsident Donald Trump finden Sie hier:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.