Donald Trump: US-Präsident macht Grönland zum Militärstützpunkt – Kritiker laufen Sturm

Donald Trump löst mit einer provokanten Grönland-Darstellung einen Sturm der Entrüstung aus. Ein Bild zeigt die Insel als gigantischen US-Militärstützpunkt. Kritiker werfen dem Präsidenten Machtfantasien vor.

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Trump sorgt mit Grönland-Bild für Empörung: US-Präsident provoziert mit Militär-Fantasie (Foto) Suche
Trump sorgt mit Grönland-Bild für Empörung: US-Präsident provoziert mit Militär-Fantasie Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Trump veröffentlicht auf Truth Social ein Bild von Grönland als riesiger amerikanischer Militärbasis
  • Ein grönländischer Aktivist stellt klar, dass militärische Zusammenarbeit kein Eigentumsrecht bedeutet
  • In sozialen Netzwerken hagelt es Spott und scharfe Kritik am US-Präsidenten

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Donald Trump sorgt erneut mit einem Beitrag in den sozialen Netzwerken für heftige Reaktionen. Der US-Präsident veröffentlichte eine Darstellung, auf der Grönland vollständig wie ein amerikanischer Militärstützpunkt erscheint. Über der Insel weht eine riesige US-Flagge, während zahlreiche Kampfjets, Hangars und Startbahnen das Gebiet bedecken. Die Botschaft darunter lautet "Willkommen in Grönland". Kritiker sehen darin eine Provokation und einen weiteren Hinweis auf Trumps Bestrebungen, die Kontrolle über die zu Dänemark gehörende Insel zu erlangen.

Trump zeigt Grönland als gigantischen US-Militärstützpunkt

Das Bild wurde am Samstag auf Trumps Plattform Truth Social veröffentlicht. Es zeigt die größte Insel der Welt nicht als eigenständiges Gebiet, sondern nahezu vollständig als militärische Einrichtung der Vereinigten Staaten. Der Zeitpunkt ist brisant. Trump hat wiederholt deutlich gemacht, dass er Grönland unter amerikanische Kontrolle bringen möchte. Die politischen Verantwortlichen auf der Insel und in Dänemark haben solche Überlegungen jedoch mehrfach zurückgewiesen. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, verfügt aber über weitreichende Selbstverwaltungsrechte.

Grönländische Aktivistin widerspricht Trumps Darstellung

Besonders deutlich reagierte Orla Joelsen, ein Aktivist aus Grönland und früherer Kandidat für das Parlament. Er machte seinem Ärger über die Veröffentlichung öffentlich Luft und stellte infrage, ob Trump tatsächlich davon ausgehe, die Insel einfach besitzen zu können.

Joelsen erinnerte daran, dass die Zusammenarbeit zwischen den USA und Grönland im militärischen Bereich nicht mit einem Eigentumsanspruch gleichzusetzen sei. Washington plane zwar zwei zusätzliche militärische Einrichtungen auf der Insel und außerdem werde der Weltraumstützpunkt Pituffik modernisiert, aber daraus lasse sich jedoch keineswegs ableiten, dass Grönland amerikanisches Staatsgebiet werden solle.

Der Aktivist verwies zudem auf eine Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark, in der das Recht Grönlands auf Selbstbestimmung anerkannt wird.

Scharfe Kritik in sozialen Netzwerken

Auch zahlreiche Kommentatoren reagierten empört auf das Bild. Der Influencer Lucas Sanders bezeichnete Trump laut "Raw Story" abfällig als "verrückten Don". Der progressive Kommentator Joe Mikhaili kritisierte die Darstellung als Verhalten eines selbstverliebten Machthabers. Die Redakteurin des "Hollywood Reporter", Kim Masters, richtete ihre Kritik vor allem an die Republikaner. Sie bemängelte deren anhaltende Loyalität gegenüber dem Präsidenten. Der britische Technikjournalist Tom Coates äußerte seinen Unmut ebenfalls in deutlichen Worten. Die zahlreichen Kommentare zeigen, wie brisant Trumps Grönland-Politik weiterhin ist.

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