Ukraine-Krieg : Waffenstillstand für Stadt gefordert - Papst mit eindringlicher Botschaft an Putin

Papst Leo XIV. ist besorgt über die Lage in der abgeriegelten Frontstadt Oleschky im Süden der Ukraine. In einem Telefonat mit Putin ruft er den Kreml-Chef zu einem Waffenstillstand in der Region auf. Der reagiert mit Schuldzuweisungen an die Ukraine.

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Papst Leo XIV. fordert von Putin einen Waffenstillstand in der ukrainischen Stadt Oleschky. (Foto) Suche
Papst Leo XIV. fordert von Putin einen Waffenstillstand in der ukrainischen Stadt Oleschky. Bild: picture alliance/dpa/AP | Aurelien Morissard
  • Papst Leo XIV. fordert Wladimir zu einem Waffenstillstand in der Stadt Oleschky auf
  • Kremlchef telefonierte mit dem Pontifex - kein Schritt Richtung Frieden
  • Russlands Präsident gibt der Ukraine die Schuld für die Lage in der Frontstadt

Seit über vier Jahren dauert der russische Zermürbungskrieg in der Ukraine an. Die Lage in der Stadt Oleschky hat sich zugespitzt. Nun fordertPapst Leo XIV.Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu einem Waffenstillstand für die Frontstadt im Süden der Ukraine auf.

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Papst Leo XIV. fordert Waffenstillstand in ukrainischer Frontstadt

Das Oberhaupt der katholischen Kirche habe in einem Telefonat seine "tiefe Besorgnis" über die humanitäre Lage in der von Russland abgeriegelten Kleinstadt in der Region Cherson zum Ausdruck gebracht, teilte der Vatikan mit. Zugleich bekräftigte Leo seinen Appell für Frieden und Dialog.

Putin schiebt der Ukraine die Schuld zu

Putin wünschte nach Angaben des Kremls dem Papst nach dessen OP eine rasche Genesung. Er dankte dem Vatikan für die Bereitschaft, im Ukraine-Krieg zu vermitteln und humanitäre Fragen zu lösen. Die Verantwortung für die Lage in Oleschky schob der Kremlchef allein der Ukraine zu. Er unterstütze aber die Bemühungen des Vatikans, die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung dort zu gewährleisten. 

Leo führte das Telefonat aus dem Gemelli-Krankenhaus, wo sich der 71-Jährige seit seiner Krebs-Operation am vergangenen Dienstag aufhält. Zur Dauer des Gesprächs machte der Vatikan keine Angaben. Die Forderung nach einem Waffenstillstand begründete der gebürtige US-Amerikaner damit, dass die "Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung" ermöglicht werden solle.

Vatikan bemüht sich seit Kriegsbeginn um Friedensvermittlung

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Der Vatikan bemühte sich seither mehrfach um Vermittlung zwischen beiden Seiten, jedoch ohne Erfolg. Zwischenzeitlich war der Kirchenstaat auch als möglicher Ort für Friedensgespräche im Gespräch. Moskau lehnte jedoch ab. 

Die seit Monaten abgeriegelte Kleinstadt Oleschky liegt auf russischem Besatzungsgebiet im Süden der Ukraine am Ufer des Dnipro. Nach ukrainischen Angaben hält Russland dort etwa 2.000 Menschen fest. Hilfsorganisationen beklagen seit langem die humanitäre Lage. Die Gebietshauptstadt Cherson in ukrainischer Hand ist nur neun Kilometer entfernt. Dazwischen verläuft die Front. 

Nach jahrelangem wechselseitigem Beschuss liegen rund um Oleschky Minen, ein Verlassen ist in alle Richtungen lebensgefährlich. Der Kreml warf der ukrainischen Armee wiederholt vor, durch Drohnenangriffe die Lieferung von Lebensmitteln nach Oleschky zu verhindern.

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/news.de/dpa

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