Papst Leo XIV. schwer krank: Vatikan bestätigt Lungenkrebs-Diagnose nach 3-Stunden-OP

Kaum hatte Papst Leo XIV. verkündet, dass ein Knoten in seiner Lunge entdeckt wurde, stand bereits die niederschmetternde Diagnose fest: Nach einer dreistündigen Operation in der Gemelli-Klinik bestätigte der Vatikan die Diagnose Lungenkrebs.

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Nur anderthalb Jahre nach seiner Wahl ist Papst Leo XIV. an Lungenkrebs erkrankt. (Foto) Suche
Nur anderthalb Jahre nach seiner Wahl ist Papst Leo XIV. an Lungenkrebs erkrankt. Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa/dpa

Bedrückende Nachrichten aus dem Vatikan: Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt. Nach einem am 13. Oktober 2026 durchgeführten, dreistündigen chirurgischen Eingriff in der römischen Gemelli-Klinik bestätigten die behandelnden Ärzte die Diagnose eines sogenannten Lungenadenokarzinoms. Dem 71-jährigen Oberhaupt der katholischen Kirche wurde dabei der untere Lappen der rechten Lunge entfernt, in dem zuvor ein Knoten entdeckt worden war.

Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs: Vatikan bestätigt Diagnose nach 3-Stunden-OP

Die Operation verlief nach Angaben des Ärzteteams um Professor Stefano Margaritora und Dr. Luigi Carbone ohne Komplikationen. Das Presseamt des Heiligen Stuhls teilte mit: "Der Eingriff wurde erfolgreich und in der vorgesehenen Zeit und Weise abgeschlossen." Nach dem Aufwachen aus der Narkose kehrte Leo XIV. in sein Zimmer im zehnten Stockwerk des Krankenhauses zurück, wo sich ein spezieller Trakt für Päpste befindet. Dort soll sich der Pontifex nun rund eine Woche lang erholen. Weitere Untersuchungen stehen noch aus.

Papst Leo XIV. wegen Lungenknoten operiert - es ist Krebs

Insgesamt befand sich Leo XIV. rund drei Stunden im OP. Der eigentliche chirurgische Eingriff dauerte dabei etwa 90 Minuten. Die Mediziner setzten auf eine videoassistierte Operationstechnik, bei der lediglich mehrere kleine Öffnungen im Brustkorb nötig sind. Über diese werden eine Miniaturkamera sowie die chirurgischen Instrumente eingeführt – ein vollständiges Öffnen des Brustkorbs bleibt den Patienten so erspart. Das Chirurgenteam stand unter der Leitung von Professor Margaritora, unterstützt von Professorin Elisa Meacci, Dr. Maria Teresa Congedo und Dr. Leonardo Petracca Caravella. Für die Narkose waren Professor Massimo Antonelli, Dr. Giovanni Punzo und Dr. Giuseppe Bello verantwortlich.

Papst Leo erschien zu dem Eingriff in einem schwarzen Auto mit Polizeieskorte. Vor dem Krankenhaus wurde er von einem Ärzteteam und auch zahlreichen Schaulustigen im Empfang genommen. (Foto) Suche
Papst Leo erschien zu dem Eingriff in einem schwarzen Auto mit Polizeieskorte. Vor dem Krankenhaus wurde er von einem Ärzteteam und auch zahlreichen Schaulustigen im Empfang genommen. Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa/dpa

Der komplette untere Lappen der rechten Lunge wurde entfernt, um sicherzustellen, dass kein Tumorgewebe im Körper zurückbleibt. Die während der Operation durchgeführte Gewebeuntersuchung bestätigte dann den Verdacht auf ein Lungenadenokarzinom.

Papst Leo XIV. spricht selbst über beunruhigende Diagnose

Noch am 11. Oktober hatte Leo XIV. die Öffentlichkeit selbst über seinen Befund informiert – und zwar vor Zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz während des Mittagsgebets. Er sprach dabei von einem Knoten in einem "sehr frühen Stadium", der bei einer Routineuntersuchung aufgefallen sei. Nur zwei Tage später lag er bereits auf dem OP-Tisch.

Bis zu diesem Moment waren keinerlei gesundheitliche Einschränkungen des 267. Papstes der Kirchengeschichte bekannt. Der gebürtige US-Amerikaner, der mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost heißt, gilt als sportlich und hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigem Training fit. Bei seiner Wahl im Mai 2025 galt er mit seinen damals 69 Jahren als vergleichsweise junger Pontifex, dem viele ein langes Pontifikat zutrauten. Mit seiner Offenheit brach Papst Leo mit einer vatikanischen Tradition: Früher hielt der Heilige Stuhl den Gesundheitszustand seiner Oberhäupter streng geheim.

Lungenkrebs bei Papst Leo XIV.: Wie geht es nach der Operation weiter?

Noch ist unklar, ob Leo XIV. eine weiterführende Behandlung wie etwa eine Chemotherapie benötigt. Entscheidend dafür ist, ob sich im Körper des Papstes noch Krebszellen befinden. Derzeit laufen weitere Untersuchungen, um festzustellen, ob der Tumor gestreut hat. Selbst nach einer gelungenen Entfernung des Tumors bleibt ein gewisses Rückfallrisiko bestehen. Da der Papst selbst von einem "sehr frühen Stadium" gesprochen hatte, stehen die Heilungschancen grundsätzlich gut. Bei vollständig entfernten Tumoren in einem solchen Frühstadium ist eine Chemotherapie in der Regel nicht notwendig. Regelmäßige Nachuntersuchungen sind jedoch unverzichtbar.

Papst Leo XIV. muss pausieren - Südamerika-Reise steht auf der Kippe

Insgesamt habe sich der Papst etwa drei Stunden im OP-Saal befunden, so die Ärzte. (Foto) Suche
Insgesamt habe sich der Papst etwa drei Stunden im OP-Saal befunden, so die Ärzte. Bild: Andrew Medichini/AP/dpa/dpa

Sämtliche Audienzen wurden bis zum 20. Oktober gestrichen. Betroffen davon ist unter anderem ein geplantes Treffen mit der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD). Auch beim Abschlussgottesdienst eines internationalen Bischofstreffens zu Ehe und Familie am 14. Oktober auf dem Petersplatz wird Leo XIV. fehlen.

Für Anfang November ist eine knapp zweiwöchige Reise des Papstes nach Uruguay, Argentinien und Peru vorgesehen – die bislang längste und ambitionierteste seiner Amtszeit. Ob Leo XIV. sie antreten kann, ist derzeit völlig offen. Mediziner empfehlen nach einer solchen Lungenoperation in der Regel eine Flugpause von mindestens drei Wochen, was den Zeitplan äußerst knapp machen würde.

Besonders heikel: Auf dem Programm steht ein Besuch in der peruanischen Stadt Cusco auf 3.400 Metern Höhe. In dieser Höhenlage können selbst gesunde Menschen Atemprobleme bekommen – nach der Entfernung eines Lungenlappens ein zusätzliches Risiko. Zu Peru hat Leo eine besondere Verbindung: Der frühere Chef des Augustinerordens war dort jahrelang als Missionar und Bischof tätig und besitzt die peruanische Staatsbürgerschaft.

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/news.de/dpa/stg

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