Katie Zacharia entlarvt: Donald-Trump-Sprecherin steht als Schwindlerin da - Lebenslauf wirft Fragen auf
Mit Katie Zacharia hat sich Donald Trump eine neue Pressesprecherin ins Weiße Haus geholt, die er vollmundig als Rechtsanwältin vorstellte - allerdings lassen klaffende Lücken im Lebenslauf der Blondine die 41-Jährige als Lügnerin dastehen.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald-Trump-Sprecherin Katie Zacharia als Lügnerin entlarvt
- Neue Pressesprecherin im Weißen Haus nennt sich selbst Juristin, doch ihr Lebenslauf hat Lücken
- Anwaltsprüfung nicht bestanden - Donald Trump verteidigt neue Sprecherin trotzdem gegen Kritik
Seit Anfang Oktober 2026 ist der von Karoline Leavitt geräumte Posten im Weißen Haus wieder besetzt: Donald Trumps neue Pressesprecherin heißt nun Katie Zacharia und hat als solche künftig die alles andere als simple Aufgabe,die teils kontroversen Standpunkte des 80-Jährigen in einer Zeit, in der der Präsident mit schlechten Beliebtheitswerten im Land kämpft, möglichst erfolgreich zu vermitteln.
Katie Zacharia als Lügnerin bloßgestellt: Trumps neue Sprecherin hat keine Zulassung als Anwältin
Allerdings gerät die Blondine aktuell selbst immer tiefer in Erklärungsnot, wenn es um ihre Vita geht. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, ist die 41-Jährige, die 2011 ihr Jurastudium an der Pepperdine Caruso School of Law im kalifornischen Malibu abgeschlossen haben will, an der kalifornischen Anwaltsprüfung gescheitert – und hat auch sonst in keinem einzigen US-Bundesstaat jemals eine juristische Zulassung erworben. Donald Trump ließ sich jedoch nicht von der vermasselten Prüfung abhalten und bezeichnete Katie Zacharia wiederholt als "Attorney", also Anwältin - genau so, wie es auch Trumps neue Pressesprecherin tat, wie beispielsweise bei "Bild" zu lesen ist.
Lebenslauf erschwindelt? Katie Zacharia in Erklärungsnot
Katie Zacharia hatte wenige Tage zuvor die Nachfolge von Karoline Leavitt angetreten, die das Amt als Sprecherin des Weißen Hauses Ende August niedergelegt hatte. Schon ihr Einstand vor der Presse verlief alles andere als überzeugend. Nun kommen die Enthüllungen über ihren fragwürdigen Lebenslauf hinzu. Recherchen von "The Independent" hatten zunächst ergeben, dass Zacharia in den öffentlich zugänglichen Anwaltsverzeichnissen sämtlicher Bundesstaaten nicht auffindbar ist – weder unter ihrem Ehenamen noch unter ihrem Mädchennamen.
Katie Zacharia redet sich nach pikanter Nachfrage um Kopf und Kragen
Als ein Reporter Zacharia kurz nach ihrem Amtsantritt direkt fragte, in welchem Bundesstaat sie zur Anwaltschaft zugelassen worden sei, lieferte sie eine Antwort, die mehr Rätsel aufgab als sie löste: "Als ich nach China gezogen bin." Weitere Erläuterungen blieb sie in dem Moment schuldig. Erst am darauffolgenden Abend unternahm sie gegenüber der "New York Times" einen Erklärungsversuch. Sie habe die Frage akustisch falsch verstanden und geglaubt, der Reporter wolle wissen, wo sie nach dem Jurastudium hingegangen sei. "Das war alles, was ich über den Lärm von Marine One hinweg hören konnte", sagte sie. Aus Respekt vor dem Protokoll habe sie sich dem Präsidenten nicht weiter nähern wollen, um die Frage besser zu verstehen.
Laut "Wall Street Journal" liegt die Wahrheit allerdings auf dem Tisch: Katie Zacharia legte die kalifornische Anwaltsprüfung kurz nach ihrem Studienabschluss 2011 ab – und fiel durch. Damals habe sie parallel ihre Hochzeit und den Umzug nach China vorbereitet, so eine mit dem Vorgang vertraute Person.
Donald Trumps Neue zog von Malibu nach Peking – und machte Karriere ohne Anwaltslizenz
Die gebürtig aus Los Angeles stammende Katie Zacharia hatte 2011 ihr Jurastudium an der Pepperdine Caruso School of Law im kalifornischen Malibu abgeschlossen, wo sie zuvor bereits einen Bachelor in Politik- und Staatswissenschaften erworben hatte. Anschließend zog sie nach Peking und heuerte bei der renommierten chinesischen Kanzlei Zhong Lun an. Dort war sie laut "Wall Street Journal" eine von vier internationalen Mitarbeitern, die Verträge im Millionenwert vorbereiteten und mit Firmenkunden kommunizierten. Entscheidend dabei: Die Beschäftigten der internationalen Abteilung galten als Rechtsberater und benötigten weder eine chinesische noch eine amerikanische Anwaltszulassung. Formelle Rechtsgutachten übernahmen lizenzierte chinesische Partner der Kanzlei.
Nach ihrer Zeit in China trat Zacharia als Kommentatorin bei Fox News und Newsmax in Erscheinung, arbeitete kurzzeitig als stellvertretende Sprecherin des US-Heimatschutzministeriums und wechselte schließlich als Kommunikationsberaterin zur Trump Media & Technology Group.
Donald Trump lässt am Pranger stehende Sprecherin verteidigen - doch der Gegenwind ist scharf
Zacharia selbst verteidigte sich mit den Worten, sie habe "internationales Transaktionsrecht mit allen erforderlichen Qualifikationen" ausgeübt. Wo genau sie diese Qualifikationen erworben hat, ließ sie allerdings weiterhin offen. Das Weiße Haus stellte sich demonstrativ hinter seine neue Sprecherin. Sprecher Steven Cheung nannte Zacharia eine "fabelhafte und wunderbare Ergänzung des Teams", die "einzigartig qualifiziert" sei. Ein Regierungsvertreter betonte zudem, Trump habe Katie Zacharia nicht für juristische Aufgaben eingestellt – ihre Rolle bestehe darin, die Politik der Regierung zu kommunizieren, nicht darin, Rechtsberatung zu leisten. Doch ausgerechnet aus dem eigenen politischen Lager kam scharfe Kritik. Die rechte Influencerin Candace Owens fragte öffentlich: "Wer ist diese Frau und warum wurde sie ausgesucht? Sie hätte an Tag eins gefeuert werden müssen!"
Katie Zacharia legt Fehlstart im Weißen Haus hin und verliert an Glaubwürdigkeit
Schon bevor die Qualifikationsdebatte losbrach, hatte Zacharia im Weißen Haus keinen leichten Stand. Ihr erstes Pressebriefing wurde von Beobachtern als wenig souverän bewertet: Sie habe sich zu stark an ihr Manuskript geklammert, wirkte unsicher und ließ lediglich drei Fragen zu, bevor sie die Veranstaltung nach nur 15 Minuten beendete.
Good morning and Happy Wednesday to everyone who agrees that Katie Zacharia is already the stupidest Press Secretary in history and it ain't even close. It was like an SNL skit. She seems "nicer" than KKKaroline, but in way over her head. How long will she last? https://t.co/dXoMjMF8J4
— BrooklynDad_Defiant!☮️ (@mmpadellan) October 14, 2026
Für die 41-Jährige kommt die Kontroverse um ihre beruflichen Referenzen zur denkbar ungünstigsten Zeit. Donald Trump kämpft derzeit mit niedrigen Zustimmungswerten, und seine Pressesprecherin soll eigentlich die Positionen der Regierung möglichst überzeugend nach außen tragen. Statt die Botschaften des Präsidenten zu vermitteln, muss Zacharia nun vor allem Fragen zu ihrer eigenen Glaubwürdigkeit beantworten – und das, obwohl selbst der progressive Journalist Judd Legum in seinem Newsletter "Popular Information" die Debatte weiter befeuert.
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loc/news.de/dpa/stg
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