Christa Pike: Nach Hinrichtungs-Fiasko – Todeskandidatin spricht erstmals wieder

Christa Pike hat sechs Tage nach ihrer gescheiterten Hinrichtung erstmals wieder gesprochen. Die Todeskandidatin überlebte zwei Giftspritzen, kämpft aber weiterhin mit schweren gesundheitlichen Folgen.

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Christa Pike spricht nach gescheiterter Hinrichtung wieder (Foto) Suche
Christa Pike spricht nach gescheiterter Hinrichtung wieder Bild: AdobeStock/ Gorodenkoff
  • Pike fragte nach dem Aufwachen: "Wo bin ich?"
  • Die 50-Jährige kann ihre Arme offenbar noch immer nicht bewegen
  • Ihre Anwälte verlangen die Sicherung aller Beweise aus der Hinrichtungskammer

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Sechs Tage nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch hat Christa Pike erstmals wieder gesprochen. Die 50 Jahre alte Todeskandidatin überlebte zwei tödliche Injektionen und befindet sich weiterhin in einem schweren gesundheitlichen Zustand.

Erste Worte von Christa Pike nach dem Hinrichtungsversuch

Christa Pike ist als Mörderin von Colleen Slemmer bekannt und sollte am 30. September hingerichtet werden. Doch die Hinrichtung scheiterte. Besonders makaber: Pike selbst hatte im Vorfeld beantragt, erhängt zu werden, weil sie die Kompetenz der Gefängnismitarbeiter infrage stellte. Auch Donald Trump zeigte sich entsetzt über die gescheiterte Hinrichtung. Nun äußerte sich Pikes Anwalt Randy Spivey nach einem Gerichtstermin in Nashville und berichtete von einem bewegenden Moment. Als die verurteilte Frau wieder zu Bewusstsein kam, soll sie zunächst gefragt haben: "Wo bin ich?" Anschließend habe sie wissen wollen: "Wer sind Sie?" Nach Angaben ihres Anwalts war Pike dabei zunächst "wütend und verwirrt". Zwischenzeitlich hatten die behandelnden Ärzte offenbar kaum Hoffnung auf eine Erholung. "Am Montagabend gingen wir davon aus, dass Christa hirntot ist und die lebenserhaltenden Maßnahmen am nächsten Tag eingestellt werden", sagte Spivey laut "Bild". Doch es kam anders. "Am Dienstag wachte Christa auf und begann zu sprechen."

Pike kann Arme offenbar weiterhin nicht bewegen

Die Hinrichtung war für den 30. September im US-Bundesstaat Tennessee angesetzt. Pike erhielt zwei Dosen des vorgesehenen Medikaments, doch der Versuch schlug fehl. Sie atmete weiter und musste anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. Später wurde bekannt, dass es offenbar Schwierigkeiten beim Legen des Venenzugangs gegeben hatte. Nach Angaben ihrer Anwälte gelangte ein Teil des Medikaments möglicherweise nicht direkt in die Vene. Die Folgen sind für Pike offenbar erheblich. Sie kann ihre Arme nach Angaben ihres Anwaltsteams weiterhin nicht bewegen und ist zudem nicht in der Lage zu schlucken. Bei dem gescheiterten Vollzug habe sie schwere Verletzungen an den Armen erlitten. Derzeit soll Pike an ihr Krankenhausbett fixiert sein.

Anwälte verlangen Sicherung wichtiger Beweise im Fall von Christa Pike

Während eines Gerichtstermins am Mittwoch verlangten Pikes Anwälte, dass sämtliche Beweismittel aus der Hinrichtungskammer gesichert werden. Eine Richterin ordnete daraufhin an, dass der Staat alle Gegenstände aus dem Raum aufbewahren muss. Die Generalstaatsanwaltschaft von Tennessee teilte mit, dass relevante Beweismittel bereits gesichert und dokumentiert worden seien. Damit sollen die Abläufe rund um den missglückten Hinrichtungsversuch später nachvollzogen werden können.

Pike war vor rund drei Jahrzehnten wegen der Tötung der damals 19 Jahre alten Colleen Slemmer verurteilt worden. Die Tat ereignete sich, als Pike 18 Jahre alt war. Nach Angaben des Death Penalty Information Center handelt es sich bei Pike um den ersten bekannten Fall, in dem ein Mensch einen Hinrichtungsversuch mit einer tödlichen Injektion überlebt hat. Wie es nun mit Pike weitergeht und welche Maßnahmen ergriffen werden, bleibt vorerst offen.

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