Ukraine-Krieg aktuell: Ukrainische "Zombie-Autos" zwingen Putin-Soldaten zur Kapitulation

Die ukrainischen Streitkräfte bereiten Wladimir Putins Soldaten mit einer Geheimoperation neue Probleme: Berichten zufolge müssen russische Kämpfer reihenweise vor unbemannten "Zombie-Autos" an der Front kapitulieren.

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Mit Sprengstoff vollgepackte Sowjet-Transporter ohne Fahrer zwingen ganze Einheiten von Wladimir Putins Armee im Ukraine-Krieg zur Kapitulation. (Foto) Suche
Mit Sprengstoff vollgepackte Sowjet-Transporter ohne Fahrer zwingen ganze Einheiten von Wladimir Putins Armee im Ukraine-Krieg zur Kapitulation. Bild: picture alliance/dpa/Kremlin Pool Planet Pix via ZUMA Press Wire | Mikhail Metzel
  • Neue Rückschläge für Wladimir Putins Armee im Ukraine-Krieg aktuell
  • Unbemannte "Zombie-Autos" zwingen russische Soldaten reihenweise zur Kapitulation
  • Ukraine verbucht erhebliche Geländegewinne mit "Operation Vivaldi"

In Wladimir Putins seit viereinhalb Jahren tobendem Angriffskrieg gegen die Ukraine haben die russischen Truppen einem empfindlichen Rückschlag erlitten. Bei einer groß angelegten Gegenoffensive nördlich der Stadt Lyman in der Ostukraine hat die ukrainische Armee erstmals sogenannte "Zombie-Autos" an der Front eingesetzt – und dabei erhebliche Geländegewinne erzielt.

Ukraine-Krieg aktuell: Unbemannte "Zombie-Autos" dezimieren Wladimir Putins Armee

Im Rahmen der Operation Vivaldi eroberten Einheiten des 3. Armeekorps nach Angaben ihres Kommandeurs, Brigadegeneral Andrij Bilezkyj, rund 176 Quadratkilometer zurück. Die Verluste auf russischer Seite waren zugleich enorm, wie die britische "Daily Mail" zusammenfasst: Etwa 3.000 Soldaten wurden getötet oder verwundet, wie Aufnahmen von bodengestützten Robotern dokumentieren. Zusätzlich gerieten 250 russische Militärangehörige in Kriegsgefangenschaft – eine der höchsten Zahlen, die jemals bei einer einzelnen Militäroperation verzeichnet wurden. Bei den Zombie-Autos handelt es sich um alte sowjetische BTR-60-Mannschaftstransporter, die ukrainische Ingenieure zu unbemannten Kamikaze-Fahrzeugen umgebaut haben. Mit Sprengstoff beladen rasten sie ferngesteuert in die am stärksten befestigten russischen Stellungen.

Sowjet-Transporter als ferngesteuerte Sprengfallen verhelfen ukrainischer Armee zu Geländegewinnen

Das Prinzip hinter den Zombie-Autos ist ebenso simpel wie wirkungsvoll: Ukrainische Techniker rüsten die aus den 1960er Jahren stammenden gepanzerten Transporter so um, dass sie per Fernsteuerung nahezu genauso präzise manövriert werden können wie mit einem menschlichen Fahrer am Steuer. Die unbemannten Fahrzeuge werden anschließend vollständig mit Sprengstoff gefüllt und in feindliche Befestigungen gelenkt. Zwar ist das Konzept, Fahrzeuge als improvisierte Sprengkörper einzusetzen, nicht neu. Doch moderne Technologie macht einen Fahrer an Bord überflüssig – niemand muss mehr sein Leben für den Kamikaze-Angriff riskieren.

Dramatische Videoaufnahmen zeigen einen der umgebauten Transporter, der mit hoher Geschwindigkeit über sumpfiges Gelände rast, bevor er in einem gewaltigen Feuerball detoniert. Die Wucht der Explosionen zwang ganze russische Einheiten zur Kapitulation – darunter Drohnenpiloten, Artilleristen und Offiziere.

"Der Feind wurde getäuscht: Putin-Truppen zur Kapitulation gezwungen

Brigadegeneral Bilezkyj setzte bei der Offensive auf gezielte Irreführung des Gegners. "Der Feind wurde getäuscht und verpasste den eigentlichen Angriff", erklärte der Kommandeur des 3. Armeekorps. Seine Truppen täuschten zunächst einen Vorstoß auf ein Dorf vor, bevor sie die eigentliche Zielortschaft Nove einnahmen – eine kleine Siedlung, deren Eroberung als Brückenkopf für weitere Vorstöße diente.

Die Operation Vivaldi zeichnet sich durch den koordinierten Einsatz verschiedener Waffengattungen aus. Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie und Infanterie wirkten dabei zusammen gegen die russischen Verteidiger. Kameras an bodengestützten Robotern, die per Bomberdrohne tief im russischen Gebiet abgesetzt wurden, dokumentierten die Überraschungsangriffe. Unter den 250 Kriegsgefangenen befanden sich Angehörige unterschiedlichster Truppengattungen – von Drohnenoperateuren über Artilleriesoldaten bis hin zu Offizieren. Ganze Einheiten streckten angesichts des Ansturms die Waffen.

"Operation Vivaldi" im Ukraine-Krieg: Monatelange Vorbereitung unter strikter Geheimhaltung

Die Operation Vivaldi ist das Ergebnis einer sorgfältig geplanten Strategie zur Rückeroberung der Initiative in der Region Donezk. Kiew hielt die Vorbereitungen über Monate hinweg unter Verschluss, um den Überraschungseffekt zu maximieren. Brigadegeneral Bilezkyj deutete an, dass die Offensive noch nicht abgeschlossen ist. Die jüngsten Informationen bezeichnete er als "dritte Staffel" einer insgesamt vierteiligen Serie – weitere Neuigkeiten würden folgen. Damit steht offenbar mindestens eine weitere Phase der Operation bevor.

Neben den Zombie-Autos umfasst Vivaldi eine Reihe weiterer neuartiger Taktiken. So setzten die ukrainischen Streitkräfte etwa Bomberdrohnen ein, um bodengestützte Roboter tief im russisch kontrollierten Gebiet abzusetzen. Diese pionierhaften Methoden sollen den technologischen Vorsprung der Ukraine gegenüber den konventionell überlegenen russischen Streitkräften ausbauen.

Rückschlag für Wladimir Putin im Ukraine-Krieg ist auch deutliches Signal an Trump

Hinter der Operation Vivaldi steckt neben dem militärischen auch ein politisches Kalkül. Die ukrainische Regierung betrachtet die Gegenoffensive als Beweis gegenüber ihren westlichen Verbündeten – und insbesondere gegenüber US-Präsident Donald Trump –, dass Kiews Streitkräfte weiterhin kampffähig sind. Die Botschaft ist klar: Russlands zermürbender Vormarsch in der Region Donezk ist keineswegs unausweichlich. Kremlchef Wladimir Putin kann nicht einfach darauf setzen, dass die ukrainische Verteidigung und die Entschlossenheit des Westens irgendwann zusammenbrechen.

Mit den beachtlichen Geländegewinnen und der hohen Zahl an Kriegsgefangenen liefert die Operation handfeste Argumente für die Fortsetzung der westlichen Unterstützung. Kiew demonstriert damit, dass innovative Taktiken und technologischer Einfallsreichtum Russlands numerische Überlegenheit auf dem Schlachtfeld ausgleichen können.

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