Lolita Miljawskaja: Drohnen-Alarm löst Tobsuchtsanfall von Putin-treuem Popstar aus

Dreimal Luftalarm, dreimal Konzertabbruch – und dann rastete die kremltreue Sängerin Lolita Milyavskaya auf der Bühne in Sotschi aus, weil ukrainische Drohnen ihr die Show ruinierten. Ausgerechnet sie, die in Kiew aufwuchs und Putins Krieg gegen ihre alte Heimat unterstützt, bekommt nun dessen Folgen hautnah zu spüren.

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Lolita Miljawskaja ist bekannt für ihre Putin-Begeisterung - die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine bekam die Sängerin nun am eigenen Leib zu spüren (Symbolfoto). (Foto) Suche
Lolita Miljawskaja ist bekannt für ihre Putin-Begeisterung - die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine bekam die Sängerin nun am eigenen Leib zu spüren (Symbolfoto). Bild: Adobe Stock / Cedric
  • Putin-reue Popsängerin bei Live-Konzert von Drohnen-Alarm überrascht
  • Lolita Miljawskaja muss Auftritt in Sotschi wegen Luftalarm unterbrechen
  • Musikerin bekommt Wutanfall wegen Drohnenangriffen - Kameras zeichnen Ausraster auf

Dieses Konzert ging nicht so reibungslos über die Bühne, wie es sich Lolita Miljawskaja vorgestellt hatte: Mitten im Song war für die Popsängerin während ihres Auftritts in Sotschi Schluss – und zwar gleich dreimal. Die russische Musikerin, die aus ihrer Begeisterung für Wladimir Putin und den Ukraine-Krieg keinen Hehl macht,musste ihr Konzert am Schwarzen Meer wiederholt abbrechen, weil Luftalarm nach ukrainischen Drohnenangriffen die Veranstaltung lahmlegte.

Drohnen-Alarm unterbricht Live-Konzert - Putin-treue Sängerin rastet auf der Bühne aus

Videoaufnahmen zeigen, wie die 62-Jährige abrupt aufhört zu singen, zweimal "Stopp" in Richtung ihrer Band ruft und dann wutentbrannt über die Bühne stapft. Statt professioneller Gelassenheit folgte ein deftiger Ausbruch vor laufenden Kameras. "Verdammt nochmal, ich habe so die Schnauze voll davon", fluchte die Sängerin auf Russisch, sichtlich außer sich über die Evakuierungsanweisungen. Die Clips verbreiteten sich rasant in den sozialen Medien – und sorgten dort für eine Welle hämischer Kommentare.

Lolita Miljawskaja wurde vom Kiewer Mädchen zur Putin-Fanatikerin

Zum Hintergrund: Lolita Miljawskaja wuchs selbst in Kiew auf, stellt sich aber seit Jahren demonstrativ hinter Wladimir Putin und dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Bereits 2017 wurde ihr nach einem Auftritt auf der annektierten Krim die Einreise in ihre Heimatstadt untersagt. 2023 belegte Kiew die Sängerin zusätzlich mit offiziellen Sanktionen.

Putin-Fanatikerin Lolita Miljawskaja nach Drohnen-Hagel im Netz verspottet

Online hielt sich das Mitleid mit der Künstlerin entsprechend in Grenzen. Ein Nutzer auf X kommentierte: "Sängerin Lolita hatte einen hysterischen Zusammenbruch auf der Bühne wegen unserer Drohnen – sie musste ihr Konzert in Sotschi ganze dreimal unterbrechen." Und fügte spöttisch hinzu: "Mit unserer Langstrecken-Kapazität wird die Verräterin mindestens bis nach Kamtschatka fliehen müssen, um Ruhe zu finden."

Russland meldet "größten Drohnenangriff aller Zeiten"

Lolita Miljawskajas Wutausbruch in Sotschi fällt in eine Phase massiv eskalierender ukrainischer Drohnenoffensiven tief im russischen Hinterland. Am 20. September traf eine gewaltige Angriffswelle Moskau und umliegende Gebiete – ausgerechnet während der laufenden Parlamentswahlen. Bürgermeister Sergei Sobjanin bezeichnete die Attacke als den "größten Angriff feindlicher Drohnen" in der Geschichte und warf der Ukraine vor, gezielt den Wahlablauf stören zu wollen.

Der Kreml reagierte mit scharfen Vergeltungsankündigungen. Die Führung in Moskau kündigte an, ihre militärischen Gegenmaßnahmen deutlich zu verschärfen. Damit verschiebt sich der Krieg zunehmend auch auf russisches Territorium – mit spürbaren Folgen für den Alltag der Bevölkerung, wie der abgebrochene Konzertabend in Sotschi eindrücklich zeigte.

Wladimir Putin droht nach Drohnen-Hagel mit verschärften Angriffen auf Kiew

Das russische Verteidigungsministerium ließ keinen Zweifel daran, wie die Antwort ausfallen soll. "Als Reaktion auf die Angriffe des Kiewer Regimes auf zivile Ziele in Russland wird die russische Armee ihre hochpräzisen Schläge gegen militärische Ziele in Kiew fortsetzen und intensivieren", erklärte das Putin-Ministerium. Damit stellt Moskau die ukrainischen Drohnenangriffe als Attacken auf die Zivilbevölkerung dar, während die eigenen angekündigten Vergeltungsschläge ausdrücklich als Angriffe auf militärische Infrastruktur in der ukrainischen Hauptstadt bezeichnet werden. Mit dieser Eskalationsrhetorik untermauert der Kreml seine Ankündigung, den militärischen Druck auf die Ukraine weiter zu erhöhen.

Furcht vor Putins Mobilisierung wächst - Russen ergreifen scharenweise die Flucht

Während der Kreml aufrüstet, packen offenbar immer mehr Russen ihre Koffer. Laut dem Anti-Kriegs-Projekt Ark ist seit Juli ein enormer Anstieg bei Anfragen nach dringender Emigrationshilfe zu verzeichnen. Viele Bürger fürchten, dass bei einer erneuten Mobilmachungswelle Ausreisebeschränkungen verhängt werden könnten. Die Nervosität lässt sich auch an den Suchmaschinen ablesen: Begriffe wie "wie ausreisen" und "Mobilmachung" erreichten laut "Euronews" die höchsten Werte seit 2023 – jenem Jahr, in dem die erste Teilmobilmachung Hunderttausende Russen in die Flucht trieb. Die Angst vor einer Wiederholung dieses Szenarios treibt offenbar eine neue Auswanderungswelle an, noch bevor konkrete Maßnahmen verkündet wurden.

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