Trump-Party mit Putin-Unterstützung: Präsidentensohn ließ sich Hochzeitsfeier von Kreml-Oligarch bezahlen

Dass Donald Trump Jr. und Bettina Anderson ihre Bahamas-Hochzeit in Saus und Braus feiern konnten, soll der Sohn von US-Präsident Donald Trump einem Vertrauten von Wladimir Putin zu verdanken haben. Einem Bericht zufolge war Oligarchen-Geld im Spiel.

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Ein Putin-Vertrauter, den Donald Trump Jr. erst wenige Wochen zuvor kennengelernt hatte, soll Hunderttausende Dollar für dessen Hochzeitsparty auf einer Privatinsel bezahlt haben. (Foto) Suche
Ein Putin-Vertrauter, den Donald Trump Jr. erst wenige Wochen zuvor kennengelernt hatte, soll Hunderttausende Dollar für dessen Hochzeitsparty auf einer Privatinsel bezahlt haben. Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa/dpa
  • Wirbel um Bahamas-Hochzeit von Donald Trump Jr. und Bettina Anderson
  • Russischer Oligarch soll Trump-Feier mitfinanziert haben
  • Putin-Vertrauter Umar Kremljow spendierte Präsidentensohn und Braut teure Partys

Als sich Donald Trump Jr. und Bettina Anderson im Mai 2026 auf den Bahamas das Ja-Wort gaben, knallten die Champagnerkorken und der gesamte Trump-Clan - mit Ausnahme von US-Präsident Donald Trump - feierte in Saus und Braus. Einem aktuellen Bericht zufolge wurde das rauschende Hochzeitsfest zu einem nicht unwesentlichen Teil von einem Vertrauten von Wladimir Putin mitfinanziert.

Kreml-Kohle für die Trump-Hochzeit: Vertrauter von Wladimir Putin ließ für Trump Jr. Unsummen springen

Wie die Investigativplattform "ProPublica" enthüllt, übernahm ein gewisser Umar Kremljow Rechnungen in Höhe von Hunderttausenden US-Dollar für die Feierlichkeiten von Donald Trump Jr. und seiner Braut Bettina im Mai 2026. Der russische Oligarch soll einen direkten Draht zum Kreml haben und für den Sohn und die Schwiegertochter von Donald Trump offenbar tief in die Tasche gegriffen haben.

Donald Trump Jr. bekam üppiges Geldgeschenk aus Russland zu seiner Hochzeit

Die Dimensionen des Geschenks sind beachtlich: Allein für die Miete einer Privatinsel fielen demnach rund 100.000 Dollar – wohlgemerkt pro Nacht – an. Ein opulentes Feuerwerk schlug mit weiteren etwa 70.000 Dollar zu Buche. Kremljow, der als Präsident des internationalen Boxverbands IBA fungiert, steht auf der ukrainischen Sanktionsliste und pflegt enge Beziehungen zu Russlands Staatschef Wladimir Putin.

Donald Trump Jr. feiert Hochzeit mit flüchtig bekannten Gästen aus Russland

Besonders pikant an der Enthüllung ist der Zeitpunkt, zu dem sich Donald Trump Jr. und Umar Kremljow kennenlernten. Laut "ProPublica" begegneten sich der Oligarch und der älteste Sohn des US-Präsidenten erst wenige Wochen vor der Trauung im Mai zum ersten Mal. Trotz dieser kurzen Bekanntschaft reiste der IBA-Chef nicht allein zur Trump-Hochzeit an – er brachte gleich eine ganze Gruppe russischer Gäste mit auf die Bahamas. Das wirft Fragen auf, denn Bettina Trump selbst hatte die Feierlichkeiten als Zusammenkunft "im engsten Familienkreis" beschrieben. Wie eine Delegation russischer Geschäftsleute um einen Putin-Vertrauten in diesen intimen Rahmen passt, bleibt offen.

Donald Trumps Schwiegertochter rechtfertigt Hochzeitsfeier mit russischer Finanzspritze

Bettina Trump, die Schwiegertochter des US-Präsidenten, reagierte nach Erscheinen des Berichts auf Instagram und wies jegliche politische Dimension zurück. "Freundschaft braucht keine politischen Motive", schrieb Bettina Trump. "Und manchmal ist ein Hochzeitsgeschenk einfach nur ein Hochzeitsgeschenk."

Donald Trump Jr.s Ehefrau stellte die Zuwendungen als reine Freundschaftsgeste dar und betonte, dass Kremljow zwei Abende im Anschluss an die eigentliche Trauung organisiert habe. "Unser lieber Freund Umar hat uns großzügigerweise zwei wundervolle Abende zum Feiern NACH unserer Hochzeit ausgerichtet", so die 39-Jährige. Sie bezeichnete die Finanzierung als "ein außergewöhnlich großzügiges Hochzeitsgeschenk von einem Freund, für das wir ihm unglaublich dankbar waren und sind."

Russland-Verbindungen der Familie Trump sind kein Neuland

Die Enthüllungen reihen sich in eine lange Geschichte mutmaßlicher Verbindungen zwischen der Familie Trump und Wladimir Putins direktem Umfeld ein. Dem US-Präsidenten wird seit Jahren eine besondere Nähe zu Russland nachgesagt. Bereits im Wahlkampf 2016 mischte sich der Kreml nach Erkenntnissen des Geheimdienstausschusses im US-Senat aktiv in die Präsidentschaftswahl ein – mit dem Ziel, Trump zum Sieg zu verhelfen. Dass nun ein sanktionierter Oligarch mit engen Kreml-Kontakten sechsstellige Summen für die Hochzeitsfeier des Präsidentensohns aufwendet, dürfte die Debatte über das Verhältnis der Trumps zu russischen Eliten erneut befeuern.

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/news.de/dpa/stg

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