Ukraine-Krieg aktuell: Ukrainische Drohnen legen Putin-Raffinerien und Waffenfabrik in Schutt und Asche

Ukrainische Drohnen haben Wladimir Putins Kriegsplan in einer nächtlichen Angriffswelle empfindliche Rückschläge zugefügt. Nach Drohnen-Treffern standen Raffinerien in Flammen, kriegswichtige Fabriken wurden ebenfalls beschädigt.

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Neuer Rückschlag für Wladimir Putin: Ukrainische Drohnen treffen eine Ölraffinerie in 1.500 Kilometer Entfernung und eine Fabrik, die Putins Raketenabwehr mit Elektronik versorgt – mitten im Herzen Russlands. (Foto) Suche
Neuer Rückschlag für Wladimir Putin: Ukrainische Drohnen treffen eine Ölraffinerie in 1.500 Kilometer Entfernung und eine Fabrik, die Putins Raketenabwehr mit Elektronik versorgt – mitten im Herzen Russlands. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Alexander Kazakov
  • Wladimir Putin erleidet herbe Rückschläge im Ukraine-Krieg
  • Ukrainische Drohnen zerstören Lukoil-Raffinerie in Perm
  • Kriegswichtige Waffenfabrik von Drohnen getroffen - Berichte über Verletzte

Wladimir Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert mittlerweile über viereinhalb Jahre an. Der Kreml-Chef versucht seit Beginn seiner "militärischen Spezialoperation", das Nachbarland mit militärischer Gewalt zu unterwerfen, doch die Ukraine verteidigt sich mit Unterstützung westlicher Verbündeter – und trägt den Kampf zunehmend auch tief ins russische Hinterland, wie wiederholte Drohnenschläge zeigen, die diesmal auf Ziele in bis zu 1.500 Kilometer Entfernung gerichtet waren.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriffe treffen Putins Ölraffinerien und kriegswichtige Fabrik

In der Nacht zum 25. September haben die ukrainischen Streitkräfte mit Kampfdrohnen mehrere russische Energie- und Industrieanlagen attackiert. Zu den Zielen gehörten, wie Anton Geraschtschenko - seines Zeichens früherer Berater des ukrainischen Innenministers - in einem Post bei X (vormals Twitter) zusammenfasst, die Lukoil-Ölraffinerie in der Millionenstadt Perm am Ural, eine Raffinerie im südrussischen Nowoschachtinsk sowie eine kriegswichtige Elektronikfabrik in Uljanowsk an der Wolga. Perm liegt rund 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Ukraine-Präsident Selenskyj bestätigt verheerende Drohnen-Treffer in Russland

Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe auf seinem Telegram-Kanal. "Wir antworten auf Russlands brutale Angriffe gegen das Leben", erklärte der ukrainische Staatschef. Damit untermauerte er zuvor kursierende inoffizielle Berichte über die nächtlichen Drohnenschläge. Einen ebenfalls kursierenden Bericht über einen Angriff auf ein Chemiewerk in Woronesch bestätigte der Präsident allerdings zunächst nicht. Der Gouverneur der Region Uljanowsk, Alexei Russkikh, meldete acht Verletzte, darunter ein Kind. Sowohl Industrie- als auch zivile Infrastruktur sei beschädigt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Eine von Russlands größten Raffinerien steht nach Drohnen-Attacke in Flammen

Die angegriffene Anlage in Perm zählt zu den bedeutendsten Raffinerien des Landes. Jährlich werden dort mehr als 13 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Augenzeugen berichteten auf dem Telegram-Kanal Exilenova Plus, dass die Raffinerie in der Nacht in Brand geriet.

Der Gouverneur der Region Perm, Dmitri Machonin, sprach von einem "massiven" Drohnenangriff, auf den Luftabwehrkräfte und mobile Feuergruppen reagiert hätten. Eine unabhängige Bestätigung über den genauen Einschlagsort und das Schadensausmaß lag laut "Reuters" zunächst nicht vor. Neben der Lukoil-Anlage traf die Ukraine nach Selenskyjs Angaben auch eine Raffinerie im südrussischen Nowoschachtinsk. Zu den dortigen Schäden wurden bislang keine näheren Details bekannt.

Rüstungsfabrik Iskra von Drohnen getroffen – Ukraine gelingt Schlag gegen Russlands Waffenproduktion

Besonders verheerende für Putins Kriegsstrategie dürfte der Treffer auf die Elektronikfabrik Iskra in Uljanowsk sein. Das Werk gehört zum staatlichen Almaz-Antey-Konzern, einem der wichtigsten Rüstungsunternehmen Russlands, das auf Flugabwehr- und Raketenabwehrsysteme spezialisiert ist. Die Fabrik fertigt elektronische Komponenten für Funktechnik, Computertechnologie und Kommunikationssysteme. Unter anderem werden dort Digitaleinheiten und Mikrowellenmodule für Radarsysteme produziert. Das Werk nimmt laut "Censor.NET" eine zentrale Stellung bei der Substitution westlicher Importe für die russische Rüstungs- und Luftfahrtindustrie ein. Zuletzt hatte das Unternehmen seine Produktionskapazitäten noch ausgebaut.

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/news.de/stg

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