Sergej Tschepikow ist tot: Putin-Unterstützer und Olympiasieger (59) gestorben

In der Wintersport-Welt sorgte Sergej Tschepikow als Biathlet für Furore, abseits der Piste begeisterte sich der Russe für Wladimir Putins Ukraine-Krieg. Nun ist der zweifache Olympiasieger im Alter von 59 Jahren gestorben.

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Der russische Biathlet und zweifache Olympiasieger Sergej Tschepikow ist im Alter von 59 Jahren gestorben. (Foto) Suche
Der russische Biathlet und zweifache Olympiasieger Sergej Tschepikow ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb | Martin_Schutt
  • Sergej Tschepikow ist tot
  • Todesursache lange Krankheit: Russischer Biathlon-Star 59-jährig gestorben
  • Zweifacher Olympiasieger unterstützte Putins Ukraine-Krieg

Der russische Biathlon-Star Sergej Tschepikow ist tot. Der zweifache Olympiasieger verstarb im Alter von 59 Jahren nach einer langwierigen Erkrankung, wie der russische Biathlonverband am 18. September 2026 bekanntgab. Welche Krankheit zum Tod des Sportlers führte, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Sergej Tschepikow: Biathlon-Star aus Russland nach langer Krankheit gestorben

Der Verband bezeichnete Tschepikow in seinem Nachruf als "Legende des russischen Biathlons" und würdigte seinen langjährigen Einsatz für den Sport. Neben seinen herausragenden Erfolgen auf der Loipe sorgte Tschepikow auch abseits des Sports für Schlagzeilen: Als Abgeordneter der russischen Staatsduma unterstützte er den Angriffskrieg gegen die Ukraine – was ihm Sanktionen sowohl der EU als auch der USA einbrachte, wie die "Bild" zusammenfasst.

Sergej Tschepikow machte Wintersport-Karriere: Sechs Winterspiele, zwei Goldmedaillen, zwei Weltcup-Titel

Seinen ersten großen Triumph feierte Tschepikow 1988 bei den Olympischen Winterspielen im kanadischen Calgary, wo er mit der sowjetischen Mannschaft in der 4x7,5-Kilometer-Staffel die Goldmedaille holte. Sechs Jahre darauf krönte er sich im norwegischen Lillehammer zum Olympiasieger im Sprintrennen.

Im Biathlon-Weltcup setzte der Russe ebenfalls Maßstäbe: In den Saisons 1990 und 1991 sicherte er sich jeweils den Gesamtsieg – als erster sowjetischer beziehungsweise russischer Biathlet überhaupt. Hinzu kamen zwei Weltmeistertitel. Insgesamt stand Tschepikow bei sechs Olympischen Winterspielen am Start. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn 2007 blieb er dem Biathlonsport als Berater und Funktionär beim russischen Verband erhalten.

Biathlon-Legende Sergej Tschepikow unterstützte als Putin-Fan den Ukraine-Krieg

Nach dem Abschied aus dem aktiven Sport schlug Tschepikow eine politische Karriere ein. Er trat der Kreml-nahen Partei "Einiges Russland" bei und wurde 2016 als Abgeordneter in die russische Staatsduma gewählt. Bis zu seinem Tod blieb er politisch aktiv. Besonders brisant war seine Rolle im Vorfeld des russischen Einmarsches in die Ukraine: Im Februar 2022 votierte Tschepikow im Parlament für eine Resolution, die Präsident Wladimir Putin dazu aufforderte, die von Russland besetzten Gebiete Donezk und Luhansk als unabhängige "Volksrepubliken" anzuerkennen. Diese Abstimmung gilt als einer der politischen Schritte, die den Weg für den kurz darauf folgenden Angriffskrieg ebneten.

Sergej Tschepikow wegen Kreml-Nähe von Sanktionen erwischt

Wegen seiner Zustimmung zu dieser Resolution landete Tschepikow bereits am 23. Februar 2022 auf der Sanktionsliste der Europäischen Union – nur einen Tag vor Beginn der russischen Invasion. Die Vereinigten Staaten zogen im März 2022 nach und verhängten ebenfalls Strafmaßnahmen gegen den früheren Spitzensportler.

Tschepikow zählte damit zu jener Gruppe russischer Parlamentarier, die von westlichen Regierungen gezielt mit Sanktionen belegt wurden, weil sie den Kurs des Kremls gegenüber der Ukraine aktiv mittrugen. Trotz der internationalen Isolation blieb der einstige Biathlon-Champion bis zuletzt politisch engagiert.

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