AfD im Umfrage-Hoch: Nach Spahn-Rücktritt droht der Union neuer Ärger

Die AfD kann in einer neuen Sonntagsfrage weiter zulegen und baut ihren Vorsprung auf die Union erneut aus. Für die CDU kommt der Dämpfer in einer ohnehin turbulenten Phase nach dem Spahn-Rücktritt.

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AfD legt in neuer Umfrage zu: Abstand zur Union wächst erneut (Foto) Suche
AfD legt in neuer Umfrage zu: Abstand zur Union wächst erneut Bild: picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert
  • AfD gewinnt weiter an Zustimmung und liegt klar vor der Union
  • CDU/CSU verliert in aktueller Sonntagsfrage einen Prozentpunkt
  • Spahn-Rücktritt könnte die politische Stimmung zusätzlich beeinflussen

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Während der Bundestag in der Sommerpause ist, bleibt die politische Stimmung in Deutschland in Bewegung. Fast täglich gibt es neue Entwicklungen. Nach dem Rücktritt von Jens Spahn richtet sich der Blick nun auf die aktuellen Umfragewerte. Eine neue Sonntagsfrage zeigt: Die AfD kann ihren Vorsprung auf die Union weiter ausbauen. Gleichzeitig verlieren CDU/CSU und weitere Parteien an Zustimmung.

AfD baut Führung weiter aus

Nach der neuesten INSA-Umfrage gewinnt die AfD einen Prozentpunkt hinzu und erreicht 29 Prozent. Die Union verschlechtert sich dagegen auf 21 Prozent und liegt damit nun wieder deutlich hinter der AfD. Auch SPD und Grüne können leicht zulegen und kommen jeweils auf 13 Prozent. Die Linke sowie das Bündnis Sahra Wagenknecht verlieren hingegen jeweils einen Prozentpunkt. Die FDP verharrt bei vier Prozent und würde damit erneut den Einzug in den Bundestag verpassen. INSA-Chef Hermann Binkert sagte zur Entwicklung laut "Bild":

"Anders als in den Sommerwochen sonst üblich, gibt es bei fast allen Parteien – außer bei der FDP – Veränderungen."

Nur wenige Mehrheiten wären derzeit möglich

Die aktuellen Umfragewerte hätten auch Auswirkungen auf mögliche Regierungsbündnisse. Nach den erhobenen Zahlen kämen derzeit lediglich zwei Konstellationen auf eine parlamentarische Mehrheit.

Zum einen würde eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU/CSU, SPD und Grünen über genügend Mandate verfügen. Rechnerisch ebenfalls möglich wäre ein Bündnis aus Union und AfD.

Ob diese Mehrheiten politisch realistisch sind, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Spahn-Rücktritt könnte weitere Folgen haben

Die Umfrage entstand in einer Phase großer Unruhe innerhalb der Union. Erst vor wenigen Tagen war Jens Spahn als Vorsitzender der Unionsfraktion zurückgetreten. Auslöser war die anhaltende Debatte um seine Familiengründung mithilfe einer Leihmutter in den USA. Welche Auswirkungen der Rücktritt langfristig auf die Zustimmungswerte der CDU haben wird, bleibt abzuwarten. Wer Jens Spahn nachfolgen wird, steht bislang noch nicht fest. Allerdings werden bereits mehrere Namen als mögliche Kandidaten gehandelt.

Entscheidung über Nachfolge steht noch aus

Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz will nach Informationen aus Parteikreisen möglichst zeitnah eine Entscheidung über die Nachfolge an der Spitze der Unionsfraktion treffen. Noch werden intern verschiedene Personaloptionen geprüft.

Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dürfte die Entwicklung der Umfragewerte für alle Parteien besonders aufmerksam verfolgt werden. Vor allem der wachsende Vorsprung der AfD dürfte die politische Debatte in den kommenden Wochen weiter prägen.

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