Nach Spahn-Rücktritt: Wer wird neuer Unionsfraktionschef? Diese Namen sind im Gespräch
Nach Jens Spahns Rücktritt läuft in der Union die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren. Mehrere prominente CDU- und CSU-Politiker gelten als Kandidaten für den wichtigen Spitzenposten.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Thorsten Frei zählt zu den aussichtsreichsten Kandidaten
- Auch Alexander Dobrindt, Michael Brand und Günter Krings werden gehandelt
- Die Personalentscheidung könnte weitere Veränderungen im Kanzleramt auslösen
Nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat in der Union die Suche nach einem Nachfolger begonnen. Hinter den Kulissen werden bereits mehrere Personaloptionen diskutiert. Dabei geht es nicht nur um die Führung der Fraktion, sondern auch um mögliche Veränderungen im Kanzleramt.
Thorsten Frei gilt als aussichtsreicher Kandidat
Als einer der Favoriten wird laut "Bild" derzeit Thorsten Frei gehandelt. Der Chef des Bundeskanzleramts zählt zu den engsten Vertrauten von Bundeskanzler Friedrich Merz und genießt innerhalb der Parteiführung großes Vertrauen.
Nach Informationen aus Unionskreisen könnte ein Wechsel Freis an die Spitze der Bundestagsfraktion für Merz ein wichtiger Schritt sein. Der CDU-Politiker gilt als loyaler Unterstützer des Kanzlers und könnte dessen Einfluss innerhalb der Fraktion weiter stärken.
Michael Brand bringt sich mit deutlicher Kritik ins Gespräch
Auch Michael Brand wird als möglicher Nachfolger genannt. Der Parlamentarische Staatssekretär im Familienministerium hatte Jens Spahn kurz vor dessen Rücktritt ungewöhnlich scharf kritisiert.
So erklärte Brand laut "Fuldaer Zeitung":
- "Was Jens Spahn getan hat, ist eine echte Zumutung und unglaubwürdig."
Ob diese klare Positionierung seine Chancen verbessert oder verschlechtert, bleibt offen. Sein Name gehört jedoch zu denjenigen, die parteiintern diskutiert werden.
Alexander Dobrindt als erfahrene Alternative
Ein weiterer möglicher Kandidat ist CSU-Politiker Alexander Dobrindt. Der Bundesinnenminister gilt als erfahrener Krisenmanager und verfügt über langjährige Führungserfahrung in der Unionsfraktion. Innerhalb der Partei wird ihm zugetraut, die Fraktion in einer schwierigen Phase zu stabilisieren. Allerdings soll Dobrindt selbst den Wunsch haben, seine Arbeit im Innenministerium fortzusetzen und dort insbesondere die Migrationspolitik weiter voranzutreiben.
Neue Personalfragen auch im Kanzleramt
Sollte Thorsten Frei tatsächlich an die Fraktionsspitze wechseln, müsste auch seine Position als Kanzleramtschef neu besetzt werden. In diesem Zusammenhang fällt unter anderem der Name Martin Jäger.
Der derzeitige Präsident des Bundesnachrichtendienstes war zuvor unter anderem deutscher Botschafter in Kabul, Bagdad und Kiew. Ihm wird umfangreiche Verwaltungserfahrung zugeschrieben.
Auch Günter Krings wird gehandelt
Ebenfalls im Gespräch ist Günter Krings. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion gehört seit vielen Jahren zu den profilierten Innen- und Rechtspolitikern der CDU. Aus Parlamentskreisen heißt es, Krings könnte eine Rolle im Kanzleramt übernehmen, falls Thorsten Frei an die Spitze der Fraktion wechselt.
Entscheidung dürfte zeitnah fallen
Nach Jens Spahns Rücktritt steht die Union vor einer wichtigen Personalentscheidung. Mehrere Namen kursieren bereits, eine offizielle Festlegung gibt es bislang jedoch nicht. Klar ist: Die Nachfolge an der Spitze der Bundestagsfraktion dürfte auch Einfluss auf die Machtverhältnisse innerhalb der CDU und auf die Arbeit der Bundesregierung haben.
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mlk/news.de
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