AfD setzt Umfrage-Hoch fort: Union stürzt ins Bodenlose - Regierungen ohne AfD bald unmöglich?
Die AfD baut ihren Vorsprung auf die Union auf einen historischen Wert aus, während CDU/CSU und SPD gleichzeitig auf ihre schlechtesten Umfragewerte aller Zeiten abstürzen. Sind Regierungsbildungen ohne die AfD bald undenkbar?
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- AfD setzt Höhenflug in Sonntagsfrage fort
- Rechtsextreme "Alternative für Deutschland" neun Prozentpunkte vor CDU/CSU
- Alarmierende Umfrageverluste für CDU und SPD bei YouGov
Das Umfrage-Debakel für die Regierungsparteien der schwarz-roten Koalition setzt sich fort: Den Umfragewerten der aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge vergrößert die rechtsextreme AfD ihren Abstand zur Union auf ein bisher nie dagewesenes Niveau.
AfD baut Umfrage-Vorsprung weiter aus: 9 Prozentpunkte vor CDU
Demnach erreicht die Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla 29 Prozent – ein Zuwachs von einem Prozentpunkt gegenüber den Erhebungen von Mai 2026. Für CDU und CSU geht es hingegen deutlich bergab: Mit nur noch 20 Prozent verzeichnet die Union ihren niedrigsten Wert seit September 2021.
Umfrage-Debakel für Merz und Söder: Union setzt Absturz ungebremst fort
Der Abstand von neun Prozentpunkten zwischen AfD und CDU ist nach Angaben von YouGov historisch groß. Noch vor fünf Wochen betrug die Differenz lediglich sechs Punkte. Für Bundeskanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder bedeutet das Ergebnis einen erheblichen Rückschlag. Die Union verlor im Vergleich zur letzten Erhebung zwei Prozentpunkte.
SPD schwach wie nie: Sonntagsfrage belegt historischen Tiefstand
Auch für die Sozialdemokraten bringt die Erhebung schlechte Nachrichten. Mit lediglich 12 Prozent erreicht die SPD ihren bislang schwächsten Wert in der YouGov-Sonntagsfrage überhaupt. Gegenüber Mai büßte die Partei einen Prozentpunkt ein. Für Vizekanzler Lars Klingbeil dürften diese Zahlen ein herber Dämpfer sein. Die Sozialdemokraten liegen damit gleichauf mit der Linkspartei, die einen Punkt hinzugewinnen konnte und ebenfalls bei 12 Prozent steht. Die Grünen hingegen können sich über Zugewinne freuen. Sie verbesserten sich um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent und behaupten damit ihren dritten Platz in der Wählergunst. Der Abstand zu den beiden führenden Parteien bleibt allerdings beträchtlich.
Umfrage-Ergebnisse alarmieren: Sind Regierungen ohne die AfD überhaupt noch möglich?
Die Umfragewerte erschweren mögliche Koalitionsoptionen erheblich. Würde nach diesen Zahlen eine Bundesregierung ohne Beteiligung der AfD gebildet werden müssen, käme rechnerisch nur ein Dreierbündnis aus CDU/CSU, SPD und Grünen infrage. Dieses erreichte mit zusammen 46 Prozent gerade so die notwendige parlamentarische Mehrheit – ein äußerst fragiles Konstrukt.
Die Möglichkeit einer Minderheitsregierung rückt angesichts dieser Konstellation zunehmend in den Fokus. Bei den kleineren Parteien zeigt sich ein gemischtes Bild: Die FDP unter dem neuen Parteivorsitzenden Wolfgang Kubicki konnte einen Punkt zulegen und steht nun bei 5 Prozent. Damit würde sie den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen. Das BSW von Sahra Wagenknecht verharrt dagegen bei 4 Prozent und bliebe unter der Fünf-Prozent-Hürde.
YouGov legt Sonntagsfrage-Werte vor - AfD punktet auch in anderen Umfragen
Für die aktuelle Erhebung befragte YouGov zwischen Freitag und Montag insgesamt 2.154 Personen online. Davon gaben 1.793 Teilnehmer eine konkrete Wahlabsicht an. Das Institut bezeichnet die Ergebnisse als repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.
Auch bei anderen Meinungsforschern liegt die AfD derzeit vorn, wenngleich die Abstände variieren. Bei Insa für die "Bild am Sonntag" kam die Partei zuletzt ebenfalls auf 29 Prozent, die Union erreichte dort 22 Prozent. Eine Forsa-Umfrage für RTL/ntv wies 27 zu 22 Prozent aus. Deutlich knapper sah es am 5. Juni im ZDF-"Politbarometer" aus: Dort trennten AfD und Union nur zwei Punkte. Die nächste reguläre Bundestagswahl findet 2029 statt.
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loc/news.de/dpa/stg
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