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Wladimir Putin: Offensive schon morgen! Lukaschenko soll Ukraine angreifen

Die letzten belarussischen Diplomaten haben die Ukraine verlassen, der Ton wird rauer. Die Ukraine befürchtet unter dem Einfluss Wladimir Putins einen Angriff von Alexander Lukaschenko in dieser Woche.

Zwingt Wladimir Putin (rechts) Alexander Lukaschenko in den Ukraine-Krieg? Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Klimentyev

Belarus gilt als enger Verbündeter Russlands, das seit dem 24. Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat wiederholt betont, dass keine belarussischen Soldaten für Wladimir Putin in der Ukraine kämpften. Der immer wieder als "letzter Diktator Europas" kritisierte Politiker hat dem russischen Präsidenten allerdings sein Land als Aufmarschgebiet zur Verfügung gestellt. So flogen etwa russische Raketen von Belarus aus in Richtung Ukraine.

Wladimir Putin: Zwingt er Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko in seinen Krieg?

Jetzt haben die letzten Diplomaten aus der autoritär geführten Republik Belarus, Angaben aus Minsk zufolge, die Ukraine verlassen. Hintergrund seien zuletzt "unerträgliche Zustände" für die Belarussen in der Ukraine gewesen, sagte Igor Sokol, der bislang als Botschafter in Kiew gewesen war, im belarussischenStaatsfernsehen. Er verwies etwa auf gesperrte Bankkonten. Alexander Lukaschenko, der als Protegé des Kremlchefs Wladimir Putin gilt, hat eine direkte Beteiligung seiner Truppen am Krieg im Nachbarland bisher offiziell abgelehnt. Doch wie lange ist das noch so?

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Ukraine-Krieg aktuell: Putin befiehlt Belarus-Angriff schon in zwei Tagen

Wie die die ukrainische Nachrichtenagentur "Pravda" am Sonntag (20.03.2022) berichtet, befürchtet der Generalstab der ukrainischen Armee eine belarussische Offensive in der Region Wolyn im Nordwesten der Ukraine. Greift Alexander Lukaschenko jetzt doch auf Seiten Putins in den Ukraine-Krieg ein? Wie es in dem Bericht heißt, erwarte man de Angriff bereits in den kommenden zwei Tagen. Die Gefahr werde demnach als "hoch eingeschätzt", heißt es in dem Bericht weiter. Beim Kurznachrichtendienst Twitter wurde zudem ein Clip verbreitet, der einen großen Konvoi belarussischer Militärfahrzeuge auf dem Weg nach Brest nahe der polnischen Grenze zeigen soll.

Wladimir Putin könnte Waffenlieferungen durch Belarus-Einmarsch verhindern

Angeblich soll mit einem Einmarsch Belarus' entlang der polnischen Grenze der Zugang zu westlichen Waffenlieferungen abgeschnitten werden. Wie die "Bild" berichtet, hieß es in einer russischen Propagandasendung, dass "die Ukraine alles tut, um Belarus in die Spezialoperation hineinzuziehen". Es könnte so ein Vorwand geschaffen und ein Eintritt Lukaschenkos in den Krieg "erzwungen" werden. Allerdings "lehnt eine überwältigend große Mehrheit der Belarussen einen Krieg gegen die Ukraine ab. Sie könnten sich wieder – wie nach der gestohlenen Wahl 2020 – gegen den Diktator auflehnen.", schreibt das Blatt.

Ob Putin-Freund Lukaschenko allerdings selbst darüber entscheiden kann, ob er Belarus in den Krieg schickt, kann zumindest angezweifelt werden.

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/news.de/dpa