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Wladimir Putin: Keine Soldaten mehr! Kreml-Chef heuert neue Killer-Kommandos an

Weil Wladimir Putin angeblich immer weniger Streitkräfte im Ukraine-Krieg zur Verfügung stehen, kommt jetzt Verstärkung aus Ostsibirien, Armenien und Syrien. Die Söldner sollen direkt an der Front eingesetzt werden.

Wladimir Putin braucht offenbar dringend Nachschub an Soldaten. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Mikhail Klimentyev

Wie zufriedenstellend der Krieg in der Ukraine wirklich für Wladimir Putin und die russische Armee verläuft, kann der Kreml-Tyrann wohl nur selbst beurteilen. Zuletzt wurde von ukrainischer Seite immer wieder auf Rückschläge der Putin-Truppen verwiesen - über 13.000 russische Soldaten sollen demnach bereits gefallen sein. Die Zahl lässt sich nicht unabhängig überprüfen, wird von westlichen Quellen allerdings als zu hoch angesehen. Nichtsdestotrotz hat Wladimir Putin seit Kriegsbeginn vor drei Wochen schon mehrere Top-Generäle in der Ukraine verloren - zuletzt Generalmajor Oleg Dmitrijew bei erbitterten Kämpfen in der Hafenstadt Mariupol.

Wladimir Putin hat Personalmangel - Neue Truppen rekrutiert

Alexander Rodnyansky, der Berater von Ukraine-PräsidentWolodymyr Selenskyj, dämpfte in der ARD-Sendung "maischberger. die woche" die Hoffnung auf eine baldige Friedenslösung. Russland versuche, Zeit zu kaufen, um neue Truppen heranzuziehen und dann wieder eine Offensive starten, führte er aus. Denn Wladimir Putin beklagt aktuell wohl tatsächlich regelrechten Personalmangel. Seine Invasion in der Ukraine, die als wenige Tage andauernde Operation geplant war, geht in die dritte Woche und entwickelt sich zu einem immensen Blutbad. Die Angriffe im ganzen Land sind ins Stocken geraten. Es wurde bereits vorhergesagt, dass Russland bald Schwierigkeiten haben wird, das Gebiet, das es hat, zu halten - ganz zu schweigen von der Einnahme weiterer Gebiete.

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Wladimir Putin: Neue Söldner aus Ostsibirien, Armenien und Syrien

Kurz gesagt: Wladimir Putin braucht mehr Männer, die in die Schlacht schicken kann. Aber woher sollen sie kommen? Die USA schätzen einem Bericht der "Daily Mail" zufolge, dass Russland bis 75 Prozent seiner gesamten Landstreitkräfte in der Ukraine stationiert hat, und alle diese Truppen sind bereits in die Kämpfe verwickelt. Einige Reserve-Einheiten werden an aktiven Einsätzen anderswo beteiligt sein, während weitere der territorialen Verteidigung dienen - und das Land angreifbar machen würden, wenn sie ins Ausland geschickt werden.

Dieses Dilemma hat den Kreml dazu gezwungen, auf der Suche nach Männern weit von der Front entfernt zu operieren, so das britische Verteidigungsministerium. Dieses berichtet aktuell, dass Verstärkungen jetzt aus weit entfernten Gebieten wie Ostsibirien, der Pazifikflotte und Armenien angefordert werden. Hinzu kommen syrische Kämpfer und bezahlte Söldner - Hunderte von ihnen von der zwielichtigen Wagner-Gruppe -, die bereits für den Kampf verpflichtet wurden.

Wladimir Putin holt neue Killer-Kommandos, um Großstädte einzunehmen

Diese Verstärkungen sollen wahrscheinlich dazu dienen, bereits von Russland eroberte ukrainische Gebiete zu halten, um so reguläre Einheiten für neue Angriffe freizusetzen. Diese würden dann auf Großstädte wie Kiew, Charkiw, Odessa und Tschernihiw abzielen. Ein weiteres Ziel wäre wahrscheinlich die Einkreisung einer großen Zahl ukrainischer Truppen im Donbass, die sich entlang der alten Frontlinie mit den von Russland unterstützten Separatistenbewegung verteilen. Es ist jedoch unklar, ob die Verstärkungen wirksam sein werden. Einige könnten Wochen brauchen, um die Front zu erreichen. Die syrischen Söldner sind laut "Daily Mail" wahrscheinlich schlecht ausgebildet und nicht an das Terrain und das Klima Osteuropas gewöhnt.

Wladimir Putin bekommt 130.000 neue Wehrpflichtige ab April

Während eine Masseneinberufung russischer Männer zur Armee unwahrscheinlich erscheint, könnten reguläre Wehrpflichtige dennoch bei den Ukraine-Truppen eingesetzt werden. Ben Hodges, pensionierter US-General vom Center for European Policy Analysis ließ zuletzt auf seinem Twitter-Account verlauten, dass die nächste russische Einberufungsrunde am 1. April ansteht, wenn rund 130.000 junge Männer in die Streitkräfte eingezogen werden. Berichten zufolge hat Russland auch die Einberufungsregeln geändert, um die Verweigerung der Wehrpflicht zu erschweren.

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