24.09.2018, 14.17 Uhr

Sukkot 2018: Alles zu Ablauf und Bräuchen des jüdischen Laubhüttenfestes

Das Judentum zelebriert eine Woche lang das Sukkot, das Laubhüttenfest. Was dabei eigentlich gefeiert wird und wie die Festwoche begangen wird, erfahren Sie hier.

Ein orthodoxer Jude inspiziert eine Etrog. Bild: dpa

Mit Sukkot, dem Laubhüttenfest, findet vom 23. bis zum 30. September 2018 nach Rosch Haschana und Jom Kippur ein weiteres wichtiges Fest im neuen Jahr des jüdischen Kalenders statt.

Warum wird Sukkot gefeiert?

Der Name "Sukkot" leitet sich vom jüdischen Wort "Sukkah" ab, was "Laubhütte" bedeutet. "Sukkot" ist das "Laubhüttenfest". Es ist das "Fest des Einsammelns" und so etwas wie ein Erntedankfest, denn auch hier wird für eine gute Ernte gedankt. Doch es erinnert auch an die Wüstenwanderung der Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten. Da sie zu dieser Zeit ein ziehendes Volk waren und nicht in Häusern sondern Hütten lebten.

Sukkot 2018: Der Ablauf des Laubhüttenfestes

Das Laubhüttenfest beginnt am 15. Tischri und ist das dritte Wallfahrtsfest. Es dauert zwischen sieben und neun Tage. Es beginnt in diesem Jahr am Abend des 23. September und endet am 30. September 2018. Am achten Tag wird das Schlussfest "Schemini Azeret" gefeiert und gilt auch als eigenständiger Feiertag, weshalb die eigentliche Dauer des Sukkot umstritten ist. Am neunten Tag wird das Torafreudenfest, "Simchat Thora", begangen und ist das zweite Schlussfest des Laubhüttenfestes. Dieser Tag wird allerdings nur in der Diaspora zelebriert.

Tag eins und zwei des Laubhüttenfestes sind Feiertage. Tag drei bis sieben sind Halbfeiertage, wobei der letzte Tag aber eine besondere Bedeutung hat. Er trägt den Namen "Hoschana rabba" und gilt als Gerichtstag über das Wasser. An dem Tag wird Gott für den Regen gedankt, der im Gebiet Israels nur im Winterhalbjahr fällt.

Die Bräuche des Laubhüttenfestes

Das Laubhüttenfest wird durch einen Feststrauß, "Lulaw", symbolisiert. Dieser setzt sich traditionell aus drei Myrtenzweigen, zwei Bachweidenzweigen und einem Dattelpalmenzweig zusammen. Die Zweige werden zusammengebunden, dann kommt der Etrog hinzu, eine gelbgrüne bis gelbe Variante der Zitronatzitrone. Der Feststrauß soll die Vegetation im biblischen Israel darstellen. Mit ihm wird für die Ernte gedankt.

Doch auch der Wüstenwanderung wird gedacht. Dazu wird nach biblischem Gebot in einer unfesten Hütte gewohnt. Diese darf kein festes Dach haben und ist nur mit Zweigen, Reisig oder Stroh bedeckt. Die Hütte wird möbliert und geschmückt. Juden, die in kälteren Gefilden wohnen, nehmen in der Regel nur ihre Mahlzeiten in der Hütte ein.

Traditionelles Rezept für das jüdische Laubhüttenfest

Aus dem Kochbuch "Jerusalem" von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi.

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN:

4 mittelgroße Auberginen, längs halbiert
6 EL Olivenöl
1 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 1/2 TL Paprikapulver, edelsüss
1 EL Zimtpulver
2 mittelgroße, fein gehackte Zwiebeln
500 g Lammhack (oder Rinderhack)
50 g Pinienkerne
20 g glatte Petersilie, gehackt
2 TL Tomatenmark
3 TL Zucker
1 1/2 TL Zitronensaft
1TL Tamarindenpaste
4 Zimtstangen
Salz und schwarzer Peffer

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