Tommi Piper privat: IHN allein vermisst die Alf-Stimme im Dschungel 

Denkt man an Tommi Piper, denkt man an Alf. Warum der Schauspieler gar nicht gut auf die TV-Kultfigur zu sprechen ist und wen er im Dschungelcamp am meisten vermissen wird, das verraten wir Ihnen hier.

Tommi Piper zieht am 11. Januar 2019 mit diversen anderen Stars in den australischen Dschungel. Bild: Stephan Jansen / dpa

Denkt man an Tommi Piper, kommen einem sofort die Worte "Null Problemo" und ein darauf folgendes, schallendes Lachen in den Sinn. Der Schauspieler, Synchronsprecher und Sänger wird wohl auf ewig mit einem sonderlichen Außerirdischen vom Planeten Melmac assoziiert werden, der eine höchst eigenwillige Liebe zu Katzen pflegte. Die TV-Serie "Alf" sollte jeder kennen, der in den 80ern und den frühen 90ern groß geworden ist. Wir fokussieren auf den Mann, der der TV-Kultfigur im Deutschen seine Stimme lieh.

Tommi Piper: Sein Karriere-Weg war früh vorgezeichnet

Geboren wurde Thomas "Tommi" Piper am 19. März 1941 in (West-)Berlin als Sohn des Schauspielers und Fernsehansagers Heinz Piper. Damit war Tommi Pipers Weg mehr oder weniger vorgezeichnet. Schon früh stand er auf Theaterbühnen und mit 11 Jahren wirkte er an Hörspielen des NWDR (Nordwestdeutscher Rundfunk aus dem NDR und WDR hervorgingen) mit. Drei Jahre später zog es ihn dann erstmals vor die Kameras. Zwar studierte er als junger Erwachsener Gebrauchsgrafik an der Hamburger Meisterschule für Mode, sah sein eigentliches berufliches Standbein aber immer in der Schauspielerei.

Der Schauspieler Tommi Piper ist vorwiegend für das Fernsehen tätig

Der heute 77-Jährige spielte in weit über 150 Film- und Fernsehproduktionen mit. Darunter Filme wie "Warum UFOs unseren Salat klauen" (1980), "Steig aus deinem Luftballon" (1985) und "Matt in dreizehn Zügen" (1984). Ins Kino schafften es seine Filme selten, zumeist wurden sie direkt fürs Fernsehen produziert. Für bekannte deutsche Serien wie "Forsthaus Falkenau", "SOKO Wismar" oder "SOKO 5113" steht er bis heute immer wieder in Gastrollen vor der Kamera.

Von Bonanza bis Tony Danza - Tommi Piper war nicht nur die Stimme von Alf

Bekannter als das Gesicht Pipers ist jedoch seine Stimme. Als Synchronsprecher lieh er nicht nur Alf sein unverwechselbar kratziges Organ, sondern auch Nick Nolte ("Nur 48 Stunden"), Michael Landon ("Bonanza"), Tony Danza ("Wer ist hier der Boss?") und Enterprise-Urgestein George Takei im 4. und 5. "Star Trek"-Film. Märchenfans nicken derweil sicherlich anerkennend, wenn man den Namen Rumburak erwähnt. Dem Zauberer der "Märchenbraut"-Serie lieh Piper ebenfalls seine Stimme. Ach ja, den Fuchs aus der Fernsehwerbung der Bausparkasse Schwäbisch Hall sprach Piper ebenfalls.

Zu seiner bekanntesten Sprechrolle hat Piper heute aber ein sehr ambivalentes Verhältnis. Der Schauspieler wird nicht müde zu betonen, dass "Alf" ihm mehr geschadet als genützt habe. Zu sehr sei er in der Folge auf die Kultfigur reduziert und darum auch häufiger abgelehnt wurden. Zudem habe er an dem großen monetären Erfolg des Außerirdischen nie wirklich partizipiert. Er bekam seine Gage, das große Geld strichen aber andere ein. Zieht Piper also vornehmlich wegen Geldsorgen ins Dschungelcamp 2019?

Über den Privatmensch Tommi Piper ist nicht viel bekannt

Abseits seiner Synchron- und Schauspielrollen begeistert sich Tommi Piper für die Musik. Er kann nicht nur das Banjo und die Ukulele spielen, sondern auch singen. So war er in den 1970er Jahren Frontmann der Krautrock-Band Amon Düül II. Davon abgesehen segelt der 77-Jährige, der heute in München lebt, gerne.

Über sein Beziehungsleben ist derweil nicht viel bekannt. Zumindest klang in einem Interview von 2001 mit dem "Stern" in einem Nebensatz an, dass er einmal verheiratet gewesen sein muss: "Na ja, immerhin ist mein Leben nicht spießig. Meine Ehe ist auch vorbei. Ich bin ein freier Mensch." Seitdem wurde nicht mehr viel über sein Beziehungsleben bekannt. Das änderte sich erst mit dem Dschungelcamp 2019.

Tommi Piper beichtet im Dschungelcamp schwierige Ehe

Hier wurde am zweiten Tag ein Statement Pipers zur "Bild" klarer, in dem er erklärt hatte, warum er ohne Begleitperson nach Australien gereist war. "Ich will da keinen von meiner Familie haben. Den Einzigen, den ich wirklich vermissen werde, ist mein Hund Romeo."

Gegenüber Gisele Opperman wurde er genauer und vertraute ihr folgendes an: "Ich bin Christus dankbar, dass ich hier sein darf. Ich muss, weil ich mich seit Jahren in diesem fürchterlichen Verhältnis mit meiner Frau bewege, die Alkoholikerin ist [...]. Ich mache alles: kaufe ein, da sie nicht mehr Auto fahren kann. [...] Jeden Tag gehe ich mit dem Hund raus, dann frühstücke ich und ich sage immer zu ihr: Iss' was. Ich habe sie jetzt vor die Wahl gestellt: Sollte sich nichts ändert, wenn ich zurückkomme, dann ziehe ich aus. Ich bin schon einmal ausgezogen... Ich will nicht mehr, ich will Ruhe haben. Ich brauche das nicht. Ich würde gerne eine Frau haben, die sich sorgt, die weich ist, wo die Liebe sich abspielt – Alter hat damit nichts zu tun."

Lesen Sie auch: Unser Dschungelcamp 2019 Ticker mit allen aktuellen Infos und Entwicklungen.

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pap/kad/news.de/RTL

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